Zitat von Spatz im Beitrag #2719Das ist auch mein erstes Ensemble, ich nähe ja sonst auch eher Shirts und so bequemes Zeug. Das ist mir gerade total langweilig und im Sommer kann man so ein Set ja gut gebrauchen, zumal wir selbst was zu feiern haben und auch mehrere Einladungen anstehen, wo man gut gekleidet erscheinen möchte. Webware ist eine ganz andere Herausforderung und ich brauch gerade so ein Projekt für meinen Kopf. Gestern habe ich einen Haufen Anpassungen gemacht, eine Probeweste aus Nessel genäht (natürlich nicht mit allen Details, sondern nur Vorderteile und Rückenteil mit den erforderlichen Abnähern aneinander), angezogen und festgestellt, dass ich besser eine Größe größer zuschneide, damit auch ein Shirt oder eine Bluse drunterpasst. Also alles auf Anfang, eben alle Schnittmusterteile neu ausgeschnitten und erneut aus Stoff zugeschnitten. Nähen fange ich erst nach der Mittagspause an.
Inzwischen habe ich zwei weitere Probeexemplare genäht und das Schnittmuster sitzt jetzt prima. Nun probiere ich am aktuellen Probeexemplar (aus einem uralten Stoff, der noch herumlag und nichts weiter werden wollte als ein Probenähstück) noch die Knopfloch-Funktion meiner Nähmaschine aus, Asche auf mein Haupt, dass ich das bisher nicht gemacht habe ...
Macht total Spaß, die Entwicklung zu sehen, die der ursprüngliche Schnitt durch die Anpassungen an meine Körperform genommen hat und gibt mir eine Vorstellung davon, wie schwierig es sein kann, Schnittmuster ganz neu zu konstruieren.
Wenn ich das mit den Knopflöchern geschafft habe, lege ich die Weste beiseite und schneide die Hose einmal aus Nessel zu, die Passform ist ähnlich einer Hose, die ich bereits genäht habe und irgendwie hoffe ich, dass es mit nicht allzu vielen Änderungen eine super Passform ergibt.
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Die Knopfloch-Automatik macht keine Knopflöcher, ich bin echt sauer. Alles genau nach Anleitung, Maschine sauber gemacht, neue Nadel eingesetzt, Stoff gebügelt bis zum Abwinken, Papier untergelegt, Bügeleinlage zwischen die Stofflagen, näht kein Knopfloch.
Jemand eine Idee? Es ist eine Pfaff Ambition 1.0 IDT.
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Was näht sie denn stattdessen? Ernst gemeinte Frage. Oder tut sie gar nichts?
Ansonsten (ich traue mich kaum zu fragen bei einer so erfahrenen Näherin wie du): Knopflochfüsschen? Hast du den Knopflochhebel heruntergezogen? Der muss zwischen den beiden Stoppern links am Füßchen sitzen. Ich vergesse das manchmal, dann geht’s nicht. Ich habe eine Pfaff Passwort, das Prinzip scheint sich von deiner Maschine nicht sehr zu unterscheiden.
Ich habe mir mal eine Jacke verhunzt, weil ich ein Knopfloch an einer Stelle nähen wollte, wo ich den Saum 1 cm (doppelt) umgeschlagen hatte. Über die „Höhendifferenz“ rutschte das Füßchen nicht drüber.
Sie näht den unteren Riegel, die linke Knopflochseite, den oberen Riegel, fährt mit Geradstich nach unten zum unteren Riegel und auf dem Zickzack-Rückweg zum oberen Riegel kommt sie nur bis zur Mitte und verriegelt dort schon.
Knopflochfüßchen mit eingesetztem Knopf wegen der Länge des Knopflochs, Knopflochhebel runtergezogen, alles nach Anleitung und inzwischen habe ich bestimmt 20 Anläufe genommen, von denen einer - warum auch immer - ein schönes Knopfloch ergeben hat, der Rest ist für die Tonne. Ich hatte zum Probieren zwei Lagen Nessel mit Vlieseline dazwischen, kein Höhenunterschied.
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Boa, das klingt übel. Ich dachte zunächst auch an den Knopflochhebel gedacht, dann funktioniert es bei mir (natürlich) auch nicht. Aber so, nach 3/4 Knopflöchern einfach aufhören? Das klingt schon seltsam. Idee habe ich da leider auch keine. Manchmal ist es einfach zum Mäusemelken.
Als nächstes nehme ich eine Patchworkdecke in Angriff, ich habe viele schöne Stoffe. Kleidung habe ich in ausreichender Menge . . Ich muss mich nur erst einmal in das Thema Patchwork einlesen. Dann gibts ja noch quilten . . Hat hier etwa jemand Erfahrung damit?
Eine Patchworkbabydecke habe ich schon genäht aus gleich großen Quadraten. Ich habe aber auch schon Täschchen und Platzsets genäht aus verschieden großen Stoffresten. Das waren verschiedene Techniken, weil bei den Quadraten ja die Nähte gerade verlaufen sollen, bei den Platzsets/Täschchen war das egal. Die Frage ist, was du wissen willst. Im Grunde ist das klassische Patchwork ja einfach nur ein genaues Nähen. Da ist tatsächlich Bügeln bzw. Nähte auseinanderrollen der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe die Oberdecke genäht, dann die Unterdecke zugeschnitten und mit einem Volumenvlies zusammengenäht. Wenden und die Nähte der Quadrate durch die drei Lagen noch einmal absteppen.
Wenn du kannst, verringere den Nähfußdruck und stecke das wirklich gut zusammen, damit sich nichts verschiebt.
Deine Bluse ist wirklich schön geworden! Gefällt mir sehr gut.
skribifax
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@Spatz, ich drücke die Daumen, dass dein Knopflochproblem schnell behoben werden kann!
@Luciernago, die Bluse gefällt mir sehr. So was in der Art könnte mein nächstes Projekt sein.
Patchwork habe ich auch schon genäht, kleine Teile wie Taschen, Tischsets, Kissenbezüge. Gequiltet bisher nur mit Geradstich, obwohl meine Nähmaschine Quiltstiche hat. Und nur gerade Linien, an Muster habe ich mich noch nicht rangetraut. Das macht Spaß!
Gestern habe ich ein Blusenshirt aus Musselin zugeschnitten. Ich liebe den Stoff, gerade im Sommer.
Sind das diese Rollenschneider? Damit habe ich beste Erfahrungen. In Normalgröße, um am Lineal langzuschneiden, den kleinen für kleine Stoffteile aus dem Dessousbereich.
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Wenn du akkurate Ergebnisse bekommen möchtest , würde ich zum Start mit Patchwork zu reinen Baumwollstoffen raten, denn unterschiedliche Qualitäten verziehen sich ja auch unterschiedlich .
Beispiel 20260507_130517.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Verschiedene Stoffarten, Beispiel 20260507_130749.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Beim letzten ist deutlich, dass auch gleichgroße Quadrate im Gesamtbild (selbst mit ausgebügelten Nähten ) schiefe Ergebnisse bringen können. (Da ich an dem Stück noch weiter herumbasteln will mit verschiedenen Versuchen, spielt das keine Rolle)
Für den genauen Zuschnitt (Beispiel : Stern) gibt es Metall/Acrylschablonen, an denen man hervorragend entlang schneiden kann, weil die Nahtzugabe schon berücksichtigt ist und dafür unbedingt einen Rollschneider benutzen
Rollschneider und eine gute selbstheilende Schneidematte sowie gute Schneidelineale sind die besten Voraussetzungen für Patchwork. Ich persönlich bin dafür zu ungeduldig bzw. nähe ich nicht akkurat genug bei so kleinen Fitzeln, dass es nachher gut aussieht. Bei der Stoffwahl empfehle ich Dir spezielle Patchworkstoffe, das lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt so tolle Designer (v. a. amerikanische) mit tollen Kollektionen, da lohnt sich ein Blick auf jeden Fall (Tula Pink, Riley Blake, Robert Kaufmann, Kaffe Fassett und viele mehr). Tolle Videos gibts bei Youtube von "Missouri Star Quilt Company", ich liebe die ...
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Für den Anfang würde ich schauen, ob in den Beständen noch Baumwollstoffe in gleicher Qualität vorhanden sind. Spezielle Patchworkstoffe wären mir persönlich, als damals Anfängerin, zu teuer gewesen.
PS: luci, in deinem Upcyclingstrang ist ein Foto von meinem ersten Versuch eines Untersetzers aus Resten. Trotz exaktem Zuschneiden mit dem Rollschneider sehr freestyle geworden.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Ich werde mit Baumwollstoffen anfangen. Stoffe will ich nicht kaufen, ich habe ja genügend . .
So einen Rollschneider und die Unterlage werde ich mir besorgen, das ist sicher eine gute Investition. Vielleicht hat meine Patentochter auch Spass daran, sie näht ja gerne. Morgen muss sie erst einmal das Abitur im LK französisch schreiben . .
Sariana,
ich vermute auch, so ganz akkurat wird das am Anfang nicht . . aber der Spass am nähen sollte im Vordergrund stehen und ich habe im Umfeld einige Babies, die sich sicher über ein Patchworkkissen freuen . . und nicht ganz so kritisch gucken . .
Zitat von luciernago im Beitrag #2745Ich habe gerade mal nach Utensilien geschaut. Hat jemand Erfahrung mit einem Cutter oder eine Empfehlung? Da gibt es ja gehörige Preisunterschiede.
Meiner ist von Olfa-Prym und kostet um die 15 Euro. Ich schneide sicher schon 8 oder 9 Jahre mit ihm und bin sehr zufrieden. Die Klingen mußt Du halt regelmäßig wechseln, je nachdem, wieviel Du schneidest. Daran solltest Du nicht sparen, die billigen taugen meist nicht lang und mir ist auch schon mal eine beim Schneiden durchgebrochen. Im Moment habe ich welche aus japanischem Stahl, die halten ewig. 15 Stück kosten 15 Euro.
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Schneidematten nicht zu klein kaufen und gute gibts bei Snaply. Ich hab zwei in 60 x 90 und zwei billige von Lidl, die leider qualitätsmäßig lange nicht an die von Snaply herankommen.
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Ich bin da immer etwas verhalten mit der Anschaffung neuer Hilfsmittel. Brauche ich sie und wie häufig? Habe ich genügend Platz (Arbeits- und Lagerfläche) um die Dinge nutzen und verstauen zu können? Ich habe beispielsweise keine selbstheilenden Schneidematten, da ich bereits eine normale Matte von Butinette in Gebrauch habe. Dünnen Stoff schneide ich ohnehin nach Anzeichnen (dazu nehme ich Seifenreste) mit einer der guten, scharfen Schneiderscheren. Wobei ich meine Scheren unterschiedlich einsetze, Fleece und Jeans werden mit einer anderen Schere geschnitten als Baumwolle, Batist und Jersey. Und ... ich habe keinen Maschinenpark, auch keine Overlock oder Stickmaschine.
Da die Hilfmittel auch nicht preiswert sind, ebensowenig wie Stoffe, ist es auch eine Kosten-/Nutzenrechnung.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)