Zitat von Saily im Beitrag #34 Mich wundern manche Preise: Warum steigt Butter im Preis aber Milch nicht?
Könnte z.B. an den Energiekosten für die Herstellung der Butter liegen.
Bei uns ist beides teurer geworden: Bio-Milch von Berchtesgadener Land, 3,8% Fett, 1-L-Flasche bis vor ca. 3 Monaten 1,49 € jetzt auf 1,69 €
Bio-Butter der Edeka-Hausmarke von 2,79 € auf 2,99 €.
Ich finde die Preise aber in Ordnung, sofern die Preiserhöhungen beim Erzeuger ankommen.
Auch wenn ich mich wahrscheinlich unbeliebt mache: Ich fand die Lebensmittelpreise ohnehin für viele Produkte zu billig. Das Preisgefüge ist meines Erachtens in einer massiven Schieflage - Lebensmittel zu billig, Wohnen sehr teuer, Technik und Kosmetika zum Teil wahnsinnig teuer bei Prestige-Produkten. Aber gut, soll jeder seine Prioritäten setzen. Ich verstehe natürlich, dass die Anstiege der Lebensmittelkosten viele in Schwierigkeiten bringen, weil andere Kosten ja auch nicht fallen - mir geht es um die grundsätzliche Verteilung der Ausgaben auf Produktgruppen.
Wir müssen derzeit nichts einsparen, wir kaufen ohnehin nur das was wir brauchen, aber gern "gute" Lebensmittel (überwiegend regional und ein hoher Anteil Bio).
Vielen Schnickschnack brauchen wir nicht, der gibt uns einfach nichts. Ich zähle hier bewusst nichts auf, was ICH als Schnickschnack empfinde, um keinen vor den Kopf zu stoßen. Wie schon geschrieben - jeder hat seine Prioritäten, soll sie auch setzen und sich dann an seinen Dingen erfreuen können.
Ich lebe schon von Haus aus sehr genügsam und habe eine monatliche Sparrate, ohne dass ich das ich das Gefühl habe, auf Dinge verzichten zu müssen.
Veranstaltungen, auf denen viele Menschen zusammen kommen, meide ich. Daher gebe ich kein Geld für Tickets o.ä. aus.
Sport mache ich draußen oder im Wohnzimmer, was mir Beiträge fürs Studio erspart.
Meine Haare kann ich selber schneiden, nachdem es mir jemand vom Fach mal gezeigt hat und da ich zumindest aus Arbeitsschutzgründen die Haare zusammen gebunden haben muss, fallen eventuelle Missgeschicke nicht so auf.
Ein Auto habe ich und fahre damit meist nur zum Einkaufen. Die restlichen Wege erledige ich so gut es geht zu Fuß.
Im Supermarkt schaue ich bei meinem Grundbedarf nicht so oft auf die Preise, aber stelle beim Bezahlen fest, dass ich jetzt doch mehr Geld ausgebe.
Zwei Zeitschriftenabos habe ich auch noch und da ich zusammen gerechnet für beide unter hundert Euro im Jahr bezahle, werde ich die Abos noch weiternutzen. Das Wissen, das ich mir beim Lesen aneigne, ist unbezahlbar.
Bücher kaufe ich mir, wenn ich Lust darauf habe. Nur zur Zeit ist Kaufstopp- der SUB (hab vergessen, wer ihn hier ins Spiel gebracht hat) ist doch recht hoch
Ansonsten bin ich mir nur selbst verpflichtet (keine Kinder, kein Eigentum...). Ich merke zwar wie gesagt, dass die Preise gestiegen sind, aber für mich persönlich hält es sich noch in Grenzen.
Bin nur gespannt auf die jährliche Stromrechnung und nächstes Jahr auf die Nebenkostenabrechnung.
Bei uns kostet der Kopf Eisbergsalat momentan zwischen 10$ und 11$ - das sind umgerechnet 7-7.50 Euro. Andere Gemüsesorten nehmen sich da auch nicht viel. Das liegt in erster Linie am Hochwasser im Sommer, da ist grad 'Australia's Foodbowl ' abgesoffen. Und es liegt an den Logistik- und Arbeitskraftproblemen seit Corona. Und den Transportkosten/Sprit & Lohn.
Milchprodukte und Fleisch waren hier schon immer teurer als in Deutschland, aber das zieht auch grad weiter an. Meine übliche Aldirechnung ist ca 25% höher als sonst bei gleichem Einkauf.
Ich spare beim Ausgehen, bei Klamotten und für die Wohnung brauch ich derzeit auch nichts und wenn, hab ich auch kein Problem mit guten Second Hand Sachen. Bei Gemüse und Obst gucke ich nach Angeboten, bei Fisch und Fleisch auch, das wird dann eingefroren. Aber das hab ich eigentlich schon immer gemacht. Ich koche auch selbst ''from scratch', kaufe keine teuren Fertigprodukte. Bücher und Zeitschriften - dafür gibts die Bücherei, die ist hier auch kostenlos. Museen auch, ausser es ist eine grosse Sonderausstellung. Ich hab noch eine Ballettaufführung vor mir, aber das Ticket hab ich schon im Januar gekauft. Uns wurde hier eine extreme Strompreiserhöhung vorhergesagt - 200 - 300%. Ob's soweit kommt, wird man sehen, aber das muss ich einkalkulieren (zahle per Quartal). Ich versuche auch, Strom zu sparen, so gut es geht. Auto hab ich nicht. Haustier auch leider nicht. Und ich reduziere meine Kaffees im Cafe oder Takeaways (auf deutsch: to go). Die haben bald Züricher Preise mit $5-6/cup. Wein im Restaurant oder in der Bar lag schon vor Corona bei 10-15$ pro Glas, da ist es fast gut, dass ich den momentan nicht mehr vertrage, die aktuellen Preise kenne ich gar nicht mehr.
Mir wird wohl auch nichts anderes übrig bleiben, als meine eigenen Preise leicht zu erhöhen, um Strom, Internet und KK aufzufangen.
Abwarten, wie schlimm es wirklich noch kommt.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von Puls im Beitrag #51 Auch wenn ich mich wahrscheinlich unbeliebt mache: Ich fand die Lebensmittelpreise ohnehin für viele Produkte zu billig.
Das ist mir bei meinen Besuchen in den letzten 20 Jahren immer wieder aufgefallen - wie billig oder günstig die Lebensmittel in Deutschland waren.
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Zu Zeitschriftenabos : regelmäßig kündigen kann ich nur empfehlen, da bekommt man immer ganz schnell neue günstige Angebote. Ich hatte jetzt ein sechs Monats Abonnement von mein schöner Garten. Ich hab was im Internet bestellt und konnte das dann für 30 Euro dazu bestellen, inklusive eines 20 Euro Gutscheins für Amazon. Also sechs monate für 10 Euro. Ist jetzt ausgelaufen, und ich wurde angerufen: zwei monate frei, danach jedes heft 2.80 statt 4.50 ein Jahr lang. Hab ich nicht gemacht, wär aber günstig gewesen.
Und wer payback hat: da gibt's ganz viele Zeitschriften im abo sehr günstig. Und da muss man auch nicht kündigen, die laufen automatisch nach sechs oder 12 Monaten aus
ich gehöre auch zu den genügsamen, d.h. soviel mehr sparen kann ich nicht. ich kaufe wenig Markenartikel (und wenn, dann nur im Angebot und häufig in Verbindung mit Coupons), keine teuren Markenklamotten oder Kosmetika. Gehe eher selten essen, die wenigen Male will ich mir nicht verkneifen, nie To Go.
Fleisch kaufe ich wenig, wenn, dann Bio beim Discounter, und das habe ich tatsächlich ein wenig eingeschränkt, weil ich doch schlucke, wenn ich den Preis für eine Hähnchenbrust oder ein Steak sehe…
Woran ich leider nicht sparen kann und was richtig reinhaut, ist Benzin. Ich bin Fernpendler, ÖPNV ist keine Option, und die 300 Euro im September (?) gleichen nach Abzug von Steuern vermutlich gerade mal einen Monat und ebbes Spritmehrkosten aus. Obwohl ich seit Corona 2 Tage Home Office machen kann, anstatt nur einem ☹️ Ein bisschen braver fahre ich seitdem, damit ich nur einmal pro Woche tanken muss…
Aber ich jammere auf hohem Niveau, das alles bringt mich zum Glück noch nicht in Bedrängnis.
Zitat von Mendo im Beitrag #50ich seh schon, ich muß mit dem 9 Euro Ticket in den Spessart und zu BlueVelvet fahren, und Butter und Quark kaufen, lol .
Quasi ne Butterfahrt
ZitatDas mit Deiner Erkrankung und Deiner dementen Mutter tut mir leid.
Ach, ich bin nicht schlimm krank, nur mit blöden Begleiterscheinungen.
ZitatJa, viele Preise sind absolut künstlich in die Höhe getrieben, es gibt zum Beispiel überhaupt keine plausible Erklärung, warum so Sachen wie Mundwasser, Haarspray oder Essigreininger gleich 30 bis 50 Cent mehr kosten.
Das ist wahr. Wobei ich immer wieder erstaunt bin, was alles knapp und teuer geworden ist. Zigarettenschachteln sind knapp wegen Papier- und Pappmangel was es nicht alles gibt. Und der teure Sprit und Strom macht sich natürlich bei allem bemerkbar, was hergestellt werden muss. Am Ort ist eine kleine Bäckereikette, der hat neulich mal erzählt, was bei ihm alles teurer geworden ist an Rohstoffen etc., der wär schneller fertig gewesen, wenn er aufgezählt hätte, was nicht teurer geworden ist.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
@Lucciola, das ist natürlich im Moment der Situation geschuldet (Wetter, Corona und Politik), aber es stimmt, dass vorher viele Dinge schon immer teurer waren als in D. Milchprodukte, zB. Ein Liter Milch für $2/$2.50 war normal. Ein halbes Pfund Butter für $3-$4. Von gutem Käse ganz zu schweigen, 100g Brie konnten da schon mal $6-$7 kosten. Und der war noch nichtmal importiert. Das lag zum Teil daran, dass nicht subventioniert wurde und natürlich auch an den längeren inländischen Transportwegen.
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Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #58i… sind knapp wegen Papier- und Pappmangel was es nicht alles gibt….
ivh habe mit der Branche zu tun - wir haben gerade unsere Jahresverträge abgeschlossen mit +30-40% zu Vorjahr. und das ist bei uns noch nicht an den Verbraucher weitergegeben, das kommt erst noch…
Zitat von Puls im Beitrag #51 Bei uns ist beides teurer geworden: Bio-Milch von Berchtesgadener Land, 3,8% Fett, 1-L-Flasche bis vor ca. 3 Monaten 1,49 jetzt auf 1,69
Bio-Butter der Edeka-Hausmarke von 2,79 auf 2,99 .
Ich finde die Preise aber in Ordnung, sofern die Preiserhöhungen beim Erzeuger ankommen.
Auch wenn ich mich wahrscheinlich unbeliebt mache: Ich fand die Lebensmittelpreise ohnehin für viele Produkte zu billig.
Bei uns schwankt Milch in den bis dato üblichen Preisspannen. Aber bei Butter ist ein extremer Preissprung zu vermerken.
Zumindest hier, vielleicht eine konventionelle Butter unter 3 Euro, der Rest deutlich drüber.
Ob die Preise zu niedrig oder zu hoch sind vermag ich nicht zu beurteilen, denn letztlich kann man gerade bei Produkten im Supermarkt schlecht beurteilen wieviel eben beim Erzeuger hängen bleibt. Auch bei Bio nicht.
Da müsste man am besten schon direkt beim Erzeuger kaufen oder ganz strenge Label wie Demeter. Machen hier aber eh vermutlich alle immer...;-)
Ich hab auf jeden Fall gerade ein Eis gegessen (nicht Bio) und glatte 1,80 gezahlt. Es war lecker.
Man braucht für 1kg Butter um die 20 L Milch … das erklärt durchaus den starken Anstieg. Wenn man sich das bewusst macht, ist klar, warum man auf Butter verzichten sollte.
… soll jetzt keine Glaubensdiskussion werden, ich esse auch Butter 😏
Zitat von Mendo im Beitrag #48@Nocturna - hast Du ausgerechnet, in wieviel Jahren sich die Photovoltaik armortisiert? Das würde mich wirklich interessieren. Danke!
Wir haben nur eine grobe Überschlagsrechnung gemacht. Bei uns ist irgendwas zwischen 12 und 15 Jahren herausgekommen. Die Dachflächen auf unserer DHH sind nicht optimal (Verschattung durch Dachgauben), das mindert den Ertrag. Trotzdem macht es wohl Sinn, denn die Stromkosten werden noch längere Zeit steigen/teuer sein und ich schätze, beim nächsten Autotausch in 6-7 Jahren wird zumindest ein Auto mit Strom fahren.
Für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung braucht man die Investitionskosten, laufende Kosten (Versicherung, Stromzählermiete), Finanzierungskosten. Dann zieht man die Einnahmen ab, Einspeisevergütung, Stromkostenersparnis, ev Förderung (sehr mau). Wir haben tatsächlich wenig Vorstellung, ob und wie viel wir einspeisen werden und ob unser Stromspeicher überhaupt voll wird (hoher Eigenstromverbrauch wegen der IT-Firma vom Mann). Fakt ist, rechnen wird es sich, wenn wir nur lange genug im Haus wohnen bleiben.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von Nocturna im Beitrag #63. [...] ob unser Stromspeicher überhaupt voll wird [...]
... den man erst einmal bekommen muss. Unserer ist seit letztem Sommer bestellt und bis jetzt ist er noch nicht in Sicht. Aber die Anlage läuft und ich stelle große Energiefresser dann nur tagsüber bei Sonne an, soweit man sie flexibel nutzen kann.
Zitat von Vanessab im Beitrag #55Zu Zeitschriftenabos : regelmäßig kündigen kann ich nur empfehlen, da bekommt man immer ganz schnell neue günstige Angebote. Ich hatte jetzt ein sechs Monats Abonnement von mein schöner Garten. Ich hab was im Internet bestellt und konnte das dann für 30 Euro dazu bestellen, inklusive eines 20 Euro Gutscheins für Amazon. Also sechs monate für 10 Euro. Ist jetzt ausgelaufen, und ich wurde angerufen: zwei monate frei, danach jedes heft 2.80 statt 4.50 ein Jahr lang. Hab ich nicht gemacht, wär aber günstig gewesen.
Und wer payback hat: da gibt's ganz viele Zeitschriften im abo sehr günstig. Und da muss man auch nicht kündigen, die laufen automatisch nach sechs oder 12 Monaten aus
Danke für diese Info. So langsam denke ich drüber nach, die Tageszeitung zu kündigen. Lese zwar Online, kostet aber pber 100€ für drei Monate. 😔
Ich kapiere ja nie das Problem mit der Butter, aber ich verbrauche da auch nicht so viel von. Da ist eigentlich jede Woche irgendeine Sorte im Angebot, ab und zu kaufe ich mal zwei Päckchen und friere die ein.
Ich kaufe auch sehr nach Angeboten ein. Natürlich hat man dadurch nicht immer das, was man jetzt unbedingt haben möchte, aber wenn man vorausschauend einkauft, kann man doch manche Phasen überbrücken.
Butter, Nudeln, Kaffee im Angebot. Milch frisch, wenn im Angebot auch gerne das Angebot. Das mache ich aber schon immer. Mein Gemüse-Abo habe ich gekündigt, nicht aus finanziellen Gründen sondern weil ich mit der Auswahl nicht mehr zufrieden bin. Ich verzichte auf Kuchen aus der Bäckerei, 3,60 € für ein schmales Stück, das passt für mich nicht mehr.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
@Mendo und Nocturna Ich überlege gerade, ob für mich die Miete einer PV-Anlage in Frage kommen könnte, bisher dachte ich nur ans Kaufen. Ich hab keine Erben, nach mir die Sintflut. Ich könnte mehr Geld in besser geförderte Maßnahmen stecken, die sich zwar für mich auch nicht mehr wirklich amortisieren, aber das Leben angenehmer machen. Was mich an der Miete reizt, ist, dass die sich um alles kümmern und alles in der Miete drin ist: Wartung, Versicherung, Speicherwechsel etc.
Ich würde eine ganze Menge Strom erzeugen, denke ich, mein Dach ist strikt nach Süden ausgerichtet jund die Neigung ist auch gut.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #12Bei mir fiel Covid irgendwie zusammen mit einer desatrösen Diagnose. Seither : nach mir die Sintflut….
Gekürzt von mir
Das schockiert mich jetzt doch, ich lese Dich immer sehr gut gelaunt und anderen zugewandt. Ich hoffe, nichts was zu sehr im Alltag behindert oder lebensverkürzend wirkt.
Ich lebe - schon länger - recht effizient, sparsam will ich's nicht unbedingt nennen, weil ich nicht ständig drauf achte und auch nicht weiß Gott wie Buch führe. Aber ich hab schon eine Art logistischer Struktur oder einige Hauptpunkte, wo ich günstigere Optionen kenne und nutze.
- Ich kaufe sehr vieles gebraucht, von Büchern, Haushaltsgegenständen/Möbeln über Kleidung bis zu Schuhen (letztere zwar fast immer neu, aber wenn jemand die Dinger einen Tag anhatte, soll's mir auch recht sein). Gerade bei Kleidung kümmere ich mich null um Trends und Quantität, sondern habe mir einen Grundstock an brauchbaren Stücken aufgebaut, wo ich drauf schaue, dass sie lange halten. Das alles auch, um nicht zu sagen vor allem der Nachhaltigkeit wegen. Wir haben nur diesen einen Planeten. (Und ich trag Gewand tatsächlich, bis es auseinanderfällt; und dann kommt's ins Textilrecycling. Schuhe dito)
- Ich brauch keinen Firlefanz, keine großen Veränderungen bzw. Upgrades in der Einrichtung und Ausstattung etc - wenn meine Küche aus den Neunzigern stammt (das tut sie mit Sicherheit, vom Bad will ich gar nicht erst reden), ist mir das wurscht. Ich will, dass alles solide, gut nutzbar, gut reinigbar, gut reparierbar ist. Ich brauch nicht die neuesten Handys, Riesen-TVs, Konsolen, Autos, whatever. Gemütlich und brauchbar geht mir vor durchdesigned/stylish/neuestes Modell.
- Ich schmeiße kein Essen weg, außer im Notfall: abgelaufen, schimmelig etc - was ja auch oft vermeidbar ist. Wir haben einen Tiefkühler, da kommt alles rein, was aufgebraucht werden muss, aber nicht kann. Ansonsten bin ich ziemlich dahinter, dass auch mal Restln aufgegessen werden (erspart mir ja dann auch das Kochen ;-))
- Thermostat ist auf maximal 18 Grad. Dafür dürfen wir hier 8-9 Monate lang heizen . Wollpullover, dicke Socken, Wärmeflaschen und Decken sind mir lieber als überwarme Zimmer (und ich hab's sehr gerne warm, sonst könnt ich mir ja auch selbige schenken)
- Was wir selber machen können, machen wir selber. Herr Snicket ist da sehr kompetent (und etliche Leut im Freundeskreis auch). Autoreparaturen: Kosten lediglich für Teile. (Benzin sparen wir mittlerweile natürlich aufgrund von Home Office, und wie auch vorher schon, weil wir viel zu Fuß gehen können, Geschäfte, Ärzte, Schule, Kindergarten etc. sind alle gut erreichbar, und weil wir vor Kurzem in die Nähe von Herrn Snickets Familie gezogen sind = Anreisezeit von 2.5 Stunden auf 15 Minuten gesunken, usw.). Ich putze selber, neuerdings unter Mithilfe von Tochting.
- Freizeitaktivitäten beschränken sich bei uns auf familienfreundliche Unternehmungen und/oder das, was man in einer Kleinstadt halt machen kann; aber mir fehlt nix. Es gibt einmal pro Monat eine Folk Night in der Kirche, die ist SUPER. Eintritt war ein Zehner für zwei Erwachsene. Letztes Mal haben sie uns dafür drei Stunden vorgesungen - vom Feinsten. So ein Kosten-Nutzen-Verhältnis hatte ich noch bei keiner Großveranstaltung
- Ich bin generell schon lowkey und brauch eher _weniger_ als _mehr_ - 'Unnötiges'/Luxus muss ich von daher nicht groß abbestellen. Ich gehe nicht zur Kosmetikerin, mache keine Shoppingtherapie, keine Kurzurlaube usw. (bei uns ist der jährliche Kurz- der eigentliche Urlaub; da wiederum hätt ich nix dagegen, wenn ich öfter verreisen könnte - aber mit solchen Wünschen bin ich vorsichtig).
Umgekehrt gibt's aber auch Themen, wo ich nicht spare:
Ich will gute Qualität bei Lebensmitteln - und wenn ich einen fairen Preis zahle (der dann vielleicht nicht der allerniedrigste ist), heißt das auch, dass die Erzeuger davon leben können.
Wir gönnen uns ab und zu Takeaways, früher war's so zweimal im Monat - das ist ab und zu ganz nett und fällt für mich auch unter Lebensqualität. Manchmal ist es nett, wenn jemand anders die Arbeit macht ;-))
Ich spende an diverse Organisationen, auch an die Tafel, und wie es sonstwie anfallen mag. Solange ich es kann, helfe ich anderen.
Und ich reduziere meine Arbeitszeit, das ist nicht direkt Sparen, sondern eher 'Einbußen in Kauf nehmen', aber Zeit ist viel, viel wichtiger. (Und Gesundheit!)
Herr Snicket und ich verdienen übrigens jeweils einen feuchten Dreck - ich Mindestlohn (als Kellnerin tät ich mehr kriegen, weil das Trinkgeld dazukommt); er, weil im öffentlichen Dienst, dort schon unterbezahlt (wenn man sich seine Qualifikation anschaut) und die kriegen KEINE Gehaltserhöhungen. Die Inflation kümmert das leider nicht. Tja. Mit ein Grund, warum ich relativ bald Eigentum kaufen will: erstens ist das noch die sinnvollste Option (ein Haus braucht der Mensch immer), zweitens haben wir Kinder und denen möcht ich gerne eine Bleibe hinterlassen, das ist für mich was Archaisches (und teils biographisch Bedingtes), und hat nix mit Status oder Dünkeln zu tun.
Ich versuche auf nichts zu verzichten, denn wenn alle verzichten würden, ist die Rezession vorprogrammiert und die fällt dann letztlich auch den Sparfüchsen auf die Füße. Deswegen gebe ich seit einigen Monaten sogar mehr Geld aus. Das ist mein Beitrag.
Ich muß zum Glück im Moment auf nichts verzichten, frage mich aber ob es angesichts der Situation Sinn macht Geld aufs Konto zu legen, ob die Idee von der Reserve fürs Alter aufgeht.
Am liebsten würde ich überschüssiges Geld für freie Zeit tauschen, das geht aber so auch nicht, im Gegenteil, bei uns ist zur Zeit solcher Personalmangel daß Überstunden und Wochenenddienste anstehen.
Und manchmal würde ich gerne wissen wieviel Zeit ich noch habe, wenn ich in zwei Jahren tot bin hätte ich schon vor drei Jahren aufhören können zu arbeiten, wenn ich hingegen so alt wie meine Großmutter werde bin ich gerade erst etwas über die Hälfte...würde sich auch auf die Finanzplanung auswirken.
Zitat von Mendo im Beitrag #24Ansonsten - das wird echt heftig. Magerquark hat lange Zeit 69 gekotet, dann ging er vor dem Krieg auf 89 hoch. Inzwischen kostet er hier 1,49. Butter jetzt über 3 Euro. Aber die Lebensmittel sind nicht das Problem.
Nein, sind sie nicht, trotzdem finde ich die genannten Preise heftig. Einen Becher Bio Magerquark gibt’s auch unter 1 Euro und der Bioquark von Berchtesgadener kostet 1,09 im Rewe oder Edeka. Bergbauernbutter von Rewe 2,49. ich weiß jetzt nicht, in welchem Land du bist, dachte aber, nicht weit weg von mir. ....
Über den Preis für Quark bin ich auch gestolpert. Wir kaufen immer die Edeka Eigenmarke Bio-Quark, allerdings den 40%igen, anderen isst mein Mann nicht. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist der vielleicht um 10 oder 20 ct. teurer geworden.
Insgesamt stelle ich beim Einkaufen fest - und das erstaunt mich selber -, dass ich eigentlich kaum mehr Geld als noch Anfang des Jahres ausgebe. Ich habe einzelne Preise selten im Kopf, aber was ich insgesamt an der Kasse zahle, hat sich eigentlich nicht viel verändert. Ich kaufe auch nicht anders/billiger als früher, alles beim alten.
Bisher verkneifen wir uns (keine Kinder, sind nur zu zweit) noch nichts. Es bleibt jeden Monat noch was über. Anscheinend sind wir aber auch von der Grundtendenz eher genügsam und bescheiden. Auto haben wir, aber das teilen wir uns. Kosmetik, Nagel- und Fitnessstudio gibts nicht. Reisen machen wir ein- bis zweimal im Jahr, da geht es in eher hochpreisige Länder wie Österreich und Dänemark. Städtereisen gar nicht. Wir wohnen recht günstig zur Miete und könnten uns bestimmt Eigentum leisten, aber die Preise hier sind einfach too much und später gehts sowieso wieder in meine norddt. Heimat.
Auf die nächste NK-Abrechnung (hat die Vermieterin in den Startlöchern, aber irgendwas scheint noch zu fehlen) sind wir gespannt und die übernächste erst recht. Dann könnten wir nochmal über Sparmaßnahmen nachdenken oder nehmens einfach aus den Rücklagen und feddisch.