Ich hab kaum was anderes gelesen, außer dass es beinahe ausschließlich um Geld geht und um das, was man sich gedankenlos leisten kann.
Dann hast Du die vielen Stellen überlesen, an denen Lufti schreibt, dass sie Tanja wegen ihrer selbst und wegen ihres Charakters (so, wie sie kennen gelernt hat) schätzt und dass sie sich wünscht, sie könnten Tanja einfach einladen, wozu alle bereit wären, ohne dass es ein Thema ist.
Vielleicht bin ich einfach nicht so empfänglich, dass mich ein Umfeld wie das von Luftis Clique triggert. Nach meiner Erfahrung gibt es unter jedem Dach ein "Ach".
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Ich sehe das gar nicht so. Das ist eine Bekanntengruppe, die alle nicht aufs Geld schauen müssen. Die Gemeinsamkeit war, dass sie ihre Freizeit unbeschwert und kostspielig miteinander verbracht haben. Das hat für mich nichts mit Protzerei zutun.
Tanja sprengt das Gefüge jetzt auf eine -leider- nicht sehr sympathische Art und erwartet eine komplette Umstrukturierung der Gruppe und der (nunmal kostspieligen) Aktivitäten und wird aggressiv, wenn die anderen auch nur im geringsten ihrem Leben weiter nachgehen.
Zitat von Aen im Beitrag #825[q Dass gerade das - also nicht auf den Reichtum hinzuweisen und Geld zwar auszugeben, weil in kommodem Maß vorhanden, es aber nicht zum Thema zu machen - ein bisher wesentliches Gruppenmerkmal war.
Das mag ich mir mit viel Phantasie vorstellen, wenn es eine Neuuserin mit ihren ersten 15 Beiträgen wäre, die demnächst wieder abdampft. Aber Lufti ist hier doch echt "Inventar" und hat ... wie sag ich's blöd? ... einen Ruf zu verlieren.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
@Kuemmel, ich unterstelle gar nix und spekuliere auch nichts im Geheimen.
Ich wundere mich nur darüber, dass jemand, der immer wieder betont, wie unwichtig Geld ist, dies dann doch immer wieder zum Thema macht.
Auf mich wirkt das so, als hätte da jemand ein ganz großes Problem mit ehemaliger Armut und wurde mit unerwartetem Reichtum beglückt. Was ja auch nicht "schlimm" ist, sondern als Glücksfall betrachtet werden kann.
Reichtum - von Geburt an - wird öffentlich beinahe nie zum Thema gemacht.
Hier jedoch ist es extrem penetrant, wie darauf hingewiesen wird, wie "reich" man (an materiellen Dingen) ist.
Ich liebe Tassen von Dunoon, da ist eine Tasse ohne Untertasse teurer als Luftis Einzelgedeck. Sie hat Freude am Geschenk ihres Mannes, auch wenn sie das vermutlich aus der Portokasse zahlen könnte. Was soll der Krampf?
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Zitat von Aen im Beitrag #825[q Dass gerade das - also nicht auf den Reichtum hinzuweisen und Geld zwar auszugeben, weil in kommodem Maß vorhanden, es aber nicht zum Thema zu machen - ein bisher wesentliches Gruppenmerkmal war.
das. Als Bindemittel und Selbstverständnis.
Ja klar. Wie ich irgendwann vor Tagen mal vermutete: Gruppenkonsens und irgendwann auch Verhaltensnorm war, sich ein bisschen snobby zu geben und das schamfrei zu können, weil alle, die "dabei" sind, da ohne Schmerzen mitmachen können. Jetzt ist Tanja nicht mehr dabei, und es macht auf allen Ebenen Autsch, weil Tanjas Schlamassel den Gruppenkonsens annagt, und weil schamfrei Luxusschwelgen wie bisher halt irgendwie keinen Spaß mehr macht.
Aber Lufti betonte auf unser Nachgebohre (klar, auch ich fand und finde manches an vielen Stellen steil schnöselig und schrieb's und fragte dann auch), dass es ihr dabei immer auch um Sympathie, Werte, Verlässlichkeit, Tiefe in den Begegnungen mit ihren - *na sowas* reichen - Freundinnen geht.
Da find ich's dann schon ein arg am Text vorbei fabriziertes Zerrbild, Lufti hier nun zum Luxusmonster zu stilisieren, dem nix was wert ist.
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Zitat von Magalie_J im Beitrag #817[quote=Marisa07|p300116] .
Ich diesen Kreisen gilt es als unfein, ständig auf den derzeitigen Reichtum hinzuweisen.
Eben, warum du dann nicht verstehst das es mich stört, das es nun ständig um Geld ansprechen geht... Naja, du willst offenbar Unterhaltung.
Z
Zitat von Sariana im Beitrag #836Ich liebe Tassen von Dunoon, da ist eine Tasse ohne Untertasse teurer als Luftis Einzelgedeck. Sie hat Freude am Geschenk ihres Mannes, auch wenn sie das vermutlich aus der Portokasse zahlen könnte. Was soll der Krampf?
Eben. Mich hat das Geschirr total gefreut weil mein Mann sich das gemerkt hat.
Mal abgesehen von der jüngsten Reichtums-Diskussion gibt es hier ja zwei Arten von Tanja-Betrachtungsweisen: die einen, die sagen: "6 Monate sind nichts. Lufti, bring alles Verständnis auf, das du haben kannst, und übe dich in noch viel mehr Empathie" und die anderen, die sagen: "Na ja, Lufti, Du kannst schon nach 6 Monaten auch mal dezent darauf hinweisen, dass die Welt sich nicht nur um Tanja dreht. Außerdem musst Du Dich selbst auch schützen, am besten durch a bisserl Distanz."
Auch um Tanjas Willen scheint mir inzwischen schon ein Stadium eingetreten, wo man sie vorsichtig wieder auf Spur bringen sollte, denn das mit der Reaktion auf die Partyankündigung des Sohnes zeigt doch, dass sie sich schon total in ihrer Gedankenwelt verloren hat. Die Frage ist doch: Wie kann Tanja wieder ein sozial verträgliches Leben führen, wenn sie jetzt in ihrer Ausnahmesituation derart miserable Verhaltensweisen einübt? Bleibt da nicht was von an ihr hängen? Nach Nietzsche: "Und wenn Du lange genug in den Abgrund siehst, sieht der Abgrund in Dich hinein."
Hier wäre mein Ansatzpunkt. Was bleibt an Tanja "hängen", wenn alle jetzt Rücksicht nehmen und Verständnis zeigen und ihr nie mal jemand sagt, dass sie sich gerade katastrophal benimmt? Wie weit will man es noch mittragen? Es wird doch jedes Mal schwerer, das alles wieder geradezurücken. Konkret: Hättest Du, Lufti, ihr gestern erklärt, dass Du den Tisch für sie extra schön gedeckt hast und das Geschirr überhaupt keinen Einfluss auf ihre eigene finanzielle Situation hat, würdest Du ihr heute vielleicht sagen können, wie das mit der Party des Sohnes ist. Und wenn sie beim nächsten Besuch Deine Vase in der Vitrine stehen sieht, dämmert es ihr vielleicht, dass andere Menschen auch leben und ihren Kram haben...
Wenn Ihr alles immer ertragt, weil sie ja sooo schlimm dran ist, dann - so fürchte ich - wirst Du die Vase vor dem nächsten Besuch entweder verstecken, oder Du erlaubst ihr, eine neuerliche Szene darüber zu machen, dass Du ja finanziell so gut gestellt bist und die Vase zurückkaufen konntest, sodass Du sie ihr dann aufgrund Deines schlechten Gewissens nochmals schenken kannst.
So geht das dann immer weiter ... ob ihr das hilft? Meiner Meinung nach keinesfalls!
Es wird doch nicht gebetsmühlenartig erwähnt, das ist einfach der Grundkonflikt hier im Strang. Lufti hat das geschildert und dann kommen ja wie immer viele Nachfragen, was macht Ihr genau, was kostet das usw. ... Schwer das zu schildern ohne über Geld zu sprechen, wenn genau das das Thema ist, an dem sich das Problem aufhängt.
Zitat von Lori-OT im Beitrag #843 - so fürchte ich - wirst Du die Vase vor dem nächsten Besuch entweder verstecken, oder Du erlaubst ihr, eine neuerliche Szene darüber zu machen,
Jep.... Ein weiterer Beleg für mein Problem.
Tanja nimmt viel zu viel Raum ein.
Ob sie da ist oder nicht. Und das muss aufhören bzw auf ein normales Level kommen.