Ich höre da von eurer Seite einen enormen Druck heraus, dass sie zu funktionieren hat. Verständlich, aber ja, das würde mich auch in die Ecke drängen.
Es kommt in deinen Texten nicht so raus, du beschreibst mehr das Oberflächliche, Geld usw., aber ist die klar, dass sie schwer traumatisiert sein könnte? So eine Trennung kann einen in den Grundfesten zerstören und es kann Jahre dauern, sich davon zu erholen.
Anwalt ist sicherlich sinnvoll. Aber auch medizinische und psychologische Hilfe. Ihr das so feinfühlig wie möglich klar zu machen kann dein Job als Freundin sein. Muss es aber nicht. Du hast alles Recht der Welt dich zu distanzieren und dein Leben zu leben.
Aber wenn du ihr helfen willst, eine Veränderung willst, dann musst du ihr auf der emotionalen Ebene klar machen, dass du ihren Schmerz siehst. Worte können noch so schön sein, aber sie muss es spüren. Und dafür müsstest du zurück in deine Empathie und raus aus deinem (verständlichen) Groll. Schon gar nicht gehört so etwas in der Gruppe angesprochen.
Zitat von Lufti im Beitrag #19[quote="R_Rokeby"|p295574] Das sie sich in Ruhe einen geeigneten Job (über Praktikum) suchen kann und vielleicht auch die ein oder andere Fortbildung besucht.
Du denkst daran, dass auch im Praktikum Mindestlohn bezahlt werden muss? Das müsste ihre Arbeitskraft also mindestens jetzt schon wert sein.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Moah, wer so durchgebeutelt wurde ... ich finde schon, dass eure Freundin für die nächste Zeit auf Samthandschuhen von euch vertrauen dürfen sollte, wenn ihr zusammen seid. Von jeder einzelnen von euch.
Und wie soll das aussehen?
Darf ich also kein Catering mehr arrangieren? Durfen wir keine Geschenke untereinander mehr machen die 10 euro übersteigen?
Zitat von Jubidu im Beitrag #26 Es kommt in deinen Texten nicht so raus, du beschreibst mehr das Oberflächliche, Geld usw., aber ist die klar, dass sie schwer traumatisiert sein könnte? So eine Trennung kann einen in den Grundfesten zerstören und es kann Jahre dauern, sich davon zu erholen.
Wow, Tanja musste ja einiges mitmachen. Ich kann mir vorstellen, dass da viel Wut und Trauer da ist, aber auch Scham. Dieses Bewusstsein, dass man nicht mehr mithalten kann, dass man sich Vieles nicht mehr leisten kann, das macht schon was mit einem. Dieses Bewerten und Abgrenzen zu dem was sie früher auch mal hatte, erscheint mir als Schutzmauer. Schade, dass es ihr nicht möglich ist, Klartext mit euch zu sprechen - da fehlt es wohl trotz Freundschaft an Vertrauen.
Vielleicht hilft es, auch mal zu äußern was man an ihr schätzt in der Freundschaft. Was sie noch liebenswert macht, ausser ihrem Status, den sie ja verloren hat - vielleicht ist ihr das gerade nicht klar. Wie jemand schrieb, find ich Unterstützung seitens Anwalt & vielleicht auch Therapie/Coaching/Begleitung gut. Mitfühlend sein für ihre Situation, auch wenn es nervt, Scheidungskriege dauern manchmal leider und auch die Neuausrichtung. Es als Chance sehen, sich neu kennenzulernen und auch neue Möglichkeiten des Treffens herauszufinden. Kostengünstig. Gratis.
Schlußendlich noch einmal das Gespräch suchen und auch von ihr Lösungen für einen entspannten Umgang einfordern. Sie fragen, was sie braucht, um sich weiterhin im Freundeskreis wohlzufühlen. Ihr Zeit geben dafür. Und klarstellen, nur motzen und passiv aggressiv sein, reicht nicht mehr. Habt ihr euch ja ein zeiterl angeschaut. Oder du. Ihr mitteilen, was ihre Motzerei mit dir/euch macht. Was die Situation mit euch macht.
So würde ich das angehen. Gleichzeitig würde ich mir anschauen, wie weit ich noch bereit bin, sie auf ihrem Weg zu begleiten, wenn sich ihr Verhalten so gar nicht ändert. Sonst würd ich eine Pause einlegen oder gegebenenfalls auch den Schlußstrich ziehen. Auch aus Respekt ihr gegenüber. Weil sie ja auch spüren wird, wie genervt ihr/du seid.
Wir Frauen brauchen keine Männer, die uns beschützen. Wir brauchen Männer, die andere Männer NICHT beschützen. - Inge Bell -
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Moah, wer so durchgebeutelt wurde ... ich finde schon, dass eure Freundin für die nächste Zeit auf Samthandschuhen von euch vertrauen dürfen sollte, wenn ihr zusammen seid. Von jeder einzelnen von euch.
Und wie soll das aussehen?
Darf ich also kein Catering mehr arrangieren?
Wenn Du mich fragst: ja, ich würde erstmal alle Treff-Aktionen sein lassen, die finanziell (und überhaupt) so dimensioniert sind, dass sie an ihr "früheres" Leben - also genauer an das, was sie noch vor wenigen Monaten geführt hat, wenn ich alles richtig verstanden habe - erinnert werden muss.
Stell's Dir wie einen Verkehrsunfall an einer ganz bestimmten Kreuzung vor, ja, tatsächlich würde ich die mit meiner Freundin im Auto erstmal großräumig umfahren. Bis irgendwann wieder mehr für sie geht.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Aen im Beitrag #32 Wenn Du mich fragst: ja, ich würde erstmal alle Treff-Aktionen sein lassen, die finanziell (und überhaupt) so dimensioniert sind, dass sie an ihr "früheres" Leben - also genauer an das, was sie noch vor wenigen Monaten geführt hat, wenn ich alles richtig verstanden habe - erinnern werden muss.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #14Was wäre denn deine @Lufti Vorstellung davon, wie die Tanja sich jetzt und künftig im Leben aufstellen könnte?
Ich hatte ihr Summe x angeboten, das sie erstmal Luft hat und zur Ruhe kommen kann.
Das sie sich in Ruhe einen geeigneten Job (über Praktikum) suchen kann und vielleicht auch die ein oder andere Fortbildung besucht.
Auf alle Fälle sollte sie erstmal die Trennung verarbeiten, denn das steckt ihr noch ziemlich in den Knochen und es ist ein ganz übler Rosenkrieg.
Die neue ist bereits auch schwanger und sie warten nur das die Scheidung durch ist damit sie heiraten können.
mhm.
Ich meinte, so deine "Vision" von einem künftigen Leben für sie...
Also so
"Tanja ist jetzt 5 Jahre nach dem Desaster von München nach A oder LL gezogen und hat dort nach einer Weile als Aushilfssekretärin bei einem Radiologen am Empfang, eine solide Stelle bei einem Kieferchirurgen gefunden. Sie hat eine kleine Wohnung und überlegt .... In ihrer Freizeit spielt sie wieder gern Golf wo sie vor kurzem einen netten Mann kennen gelernt hat, der öfters namentlich Erwähnung findet...."
Oder so. Also, wohin siehst du ihre Reise gehen?
Worauf ich hinaus will - ich glaube, es wäre immens wichtig, wenn ihr eine sehr gute und ihr eng verbundene Freundin! öfters mal Licht am Horizont aufzeigt.
Das, was du aus ihrer Akutsituation schilderst ist wirklich sehr arg. Dass sie wie ein schwerstverwundetes Tier wild um sich beißt ist imho der bösen Lage geschuldet.
Ich denke, es steht und fällt damit, wie eng du mit ihr bist. Bissl finde ich, klingt in deinem "Tanja-gramm" an, dass sie irgendwie selber schuld ist. Täusche ich mich?
Auf alle Fälle sollte sie erstmal die Trennung verarbeiten, denn das steckt ihr noch ziemlich in den Knochen und es ist ein ganz übler Rosenkrieg.
Die neue ist bereits auch schwanger und sie warten nur das die Scheidung durch ist damit sie heiraten können.
Moah, wer so durchgebeutelt wurde ... ich finde schon, dass eure Freundin für die nächste Zeit auf Samthandschuhen von euch vertrauen dürfen sollte, wenn ihr zusammen seid. Von jeder einzelnen von euch.
so denke ich auch über meine engsten Freunde.
Andere sehen es knallhärter. Mit solchen bin ich aber nicht befreundet.
Ich würde ihr weiterhin Verständnis signalisieren, für ihre Situation wie auch für ihre emotionale Lage. Trauer, Wut, Scham sind verständlich, doch sie sollte diese Gefühle nicht auf euch/dich richten, sondern auf ihren Mann, ihr könnt ja nichts für ihr Elend. Ich würde ihr auch sagen, dass mich ihr Verhalten mir gegenüber verletzt, und sie fragen, ob sie Interesse (und zwar in ihrem Tempo) hat, nach Perspektiven zu suchen, um somit einen Weg aus dem tiefen Loch zu finden. Ich würde mir Perspektiven überlegen und bei einem ruhigen Gespräch ansprechen. Es gibt z.B. von Jobcentern sog 50+Programme, um in diesem Alter Anschluss/Anfänge zu finden, dorthin könnte sie auch jemand begleiten. Und ich würde ihr den Zahn ziehen, dass ihr als Freunde gönnerhaft seid, aber ihr könnt euer Leben jetzt nicht total runterfahren, und sie bitten, euch zu sagen, wie sie es sich im Freundeskreis vorstellt, damit sich alle, sie eingeschlossen, wohl fühlen können.
Zitat von Lufti im Beitrag #33Aber es ist Fakt das sie nun finanziell nicht mehr mithalten kann. Die Lösung kann aber nicht sein, das wir alle auf ihr jetziges Level runter gehen.
Warum nicht?
Okay, die Frage ist etwas provokativ.
Eine ganze Freundesclique kann und wird das sicher nicht tun. Aber bei einer wirklich guten Freundin würde ich das tun, zumindest wenn ich mich mit ihr zu zweit oder mit wenigen anderen treffe. Ich kann meinen Lebensstandard auch dann pflegen, wenn ich gerade nicht mit ihr unterwegs bin. Sie immer einzuladen verstärkt das Ungleichgewicht noch.
Und ansonsten schließe ich mich den anderen an: Der Anwalt ist grottenschlecht, wenn sie sich so abspeisen lässt. Gerade beim Trennungsunterhalt. Und ja, irgendwann muss sie arbeiten. Aber erst nach einer Scheidung. Und wenn sie gesund ist und es ihr zumutbar ist. Sie sollte also jetzt eine Weile Zeit haben, in der sie noch weich fällt.
Zitat von schafwolle im Beitrag #20 ... für mich klingt das sehr eigenartig. Nach über 30 (!) Jahren Ehe und einem (Ex)Mann, der offenbar wohlhabend ist.
Ich fürchte, da läuft einiges richtig schief. Auch wenn er sich viel mit dem Gegenanwalt *streitet* - man kann tatsächlich an einen schlechten Anwalt geraten. Scheint mir hier fast der Fall zu sein.
Von daher kann ich mich @Borghild nur anschließen - unterstützt die Frau, damit sie rechtlich gut vertreten ist.
Ihre Verzweiflung kann ich gut nachvollziehen, es hat den Anschein, dass hier einiges an Ungerechtigkeit im Spiel ist.
@Luft, da Du weder auf meinen Beitrag #20 noch #25 eingegangen bist, zitiere ich mich hier selbst.
Euer gesamter Freundeskreis sieht das nicht so?? Das würde mich sehr wundern.
Es sei denn, es gibt einen erklärenden Teil der Geschichte, den Du hier vorenthältst.
Die Frau hat Angst, dass Ihr *die Neue* in Euren Freundeskreis aufnehmt? Heißt das, Ihr seid auch alle mit ihrem Mann befreundet? Und mischt Euch vielleicht deswegen nicht ein, was die Rechtsvertretung betrifft?
Sind nur lauter Gedanken. Es wäre aber nett, wenn Du dazu etwas sagen könntest.
Wäre eigentlich wichtiger als die Frage nach Caterings und teuren Geschenken.
Mei, wenn der Ex Unternehmer ist, gibt es schon Tricks, sich arm zu rechnen. Wir wissen ja auch nicht, ob es einen Ehevertrag gab. Selbst das mit dem Haus kann man drehen.
Emotional sind wir voll für sie da und da beschwert sie sich nicht.
Sie beschwert/kritisiert nur alles was mit Geld zu tun hat.
Da liegt unser Problem .... Nicht beim emotionalen Support
Das glaube ich dir. Dennoch ist dir die Tragweite ihrer Wut vielleicht nicht so bewusst. Wahrscheinlich ist sie ihr selber gar nicht klar. Jammern ist ja das sekundäre Gefühl. Darunter liegt wahrscheinlich unfassbarer Zorn, Hass auf alle und jeden, auch auf euch, tiefe Trauer, Verletzung, eine offene Wunde. Was offenbar nicht richtig rauskommt.
Ich würde ihr Gejammer als Symptom sehen und zwar nicht als Symptom für ihre neue Armut. Das ist nur stellvertretend. Sondern die emotionale Seite.
Ich glaube, das wird auf Dauer einfach nicht funktionieren, wenn ihr alle so "Mein Haus, mein Auto, mein Boot"-Typen seid. Weder werdet Ihr auf Dauer ein Downgrade wollen, noch wird sie sich dabei wohlfühlen, ständig eingeladen zu werden. Ist schade, aber Tipps habe ich da sonst auch nicht.
Zitat von schafwolle im Beitrag #40 ... für mich klingt das sehr eigenartig. Nach über 30 (!) Jahren Ehe und einem (Ex)Mann, der offenbar wohlhabend ist.
Ich fürchte, da läuft einiges richtig schief. Auch wenn er sich viel mit dem Gegenanwalt *streitet* - man kann tatsächlich an einen schlechten Anwalt geraten. Scheint mir hier fast der Fall zu sein.
Nein, hatte ich vorher auch schon geschrieben
Zitat von schafwolle im Beitrag #20 @Luft, da Du weder auf meinen Beitrag #20 noch #25 eingegangen bist, zitiere ich mich hier selbst.
Tut mir leid aber ich sah da nichts was zu beantworten wäre.
Zitat von schafwolle im Beitrag #20 Euer gesamter Freundeskreis sieht das nicht so?? Das würde mich sehr wundern.
Es sei denn, es gibt einen erklärenden Teil der Geschichte, den Du hier vorenthältst.
?
Zitat von schafwolle im Beitrag #20 Die Frau hat Angst, dass Ihr *die Neue* in Euren Freundeskreis aufnehmt? Heißt das, Ihr seid auch alle mit ihrem Mann befreundet? Und mischt Euch vielleicht deswegen nicht ein, was die Rechtsvertretung betrifft?
Wir waren mit ihnen als Paar befreundet. Als er das mit ihr abgezogen hat, haben wir ihre seite gewählt und er war draußen.
Wie ich schon erwähnt habe. Wir haben ihr alle gesagt, das sie nicht ausziehen muss und sicher nicht in diesem Zeitrahmen (wenn überhaupt)
Aber sie emotional völlig durch den Wind war und es nicht ertragen hat, das er die neue schon mit im Haus gehabt hat. Sie hat in einem völligen emotionalen Ausnahmezustand den Fehler gemacht und ist ins Hotel.
Zitat von Mendo im Beitrag #41Mei, wenn der Ex Unternehmer ist, gibt es schon Tricks, sich arm zu rechnen. Wir wissen ja auch nicht, ob es einen Ehevertrag gab. Selbst das mit dem Haus kann man drehen.
vor allem hat die neue Familienversorgung Vorrang, wenn die Frau schwanger ist. Da braucht er gar nichts schön rechnen.
Zitat von schafwolle im Beitrag #40 ... für mich klingt das sehr eigenartig. Nach über 30 (!) Jahren Ehe und einem (Ex)Mann, der offenbar wohlhabend ist.
Ich fürchte, da läuft einiges richtig schief. Auch wenn er sich viel mit dem Gegenanwalt *streitet* - man kann tatsächlich an einen schlechten Anwalt geraten. Scheint mir hier fast der Fall zu sein.
Nein, hatte ich vorher auch schon geschrieben
Verstehe ich das richtig: der Anwalt macht, Deiner/Eurer Meinung nach, einen guten Job?