Zitat von -franzi- im Beitrag #64Bazeba, Was die Kultur angeht, hast du recht: Extrem froh bin ich daher über meinen Kumpel, mit dem ich glücklicherweise meine Liebe zum Jazz teile. Es gibt leider keinen, der meine Liebe zu Oper und Ballett teilt, und das mache ich dann eben allein. Leider fehlt mir, dass ich darüber nicht erzählen kann.ich würde so gerne meine Erlebnisse mitteilen, mich autauschrn! aber letztlich interessiert sich keiner dafür bzw ich sehe glasige Augen, weil man nicht versteht, wovon ich rede. Aber je nach Opernhaus kann ich mit anderen Besuchern glücklicherweise über die Erlebnisse reden. In meiner alten Heimat jedenfalls ist man sehr offen gegenüber Fremden und auch interessiert, sich miteinander zu unterhalten.
Und dass du als Alleinerziehende sowieso immer eine Tagesstruktur haben musstest, ist klar, und dass du jetzt genießt, herumzusandeln, ist ebenfalls klar!
Ohja, das ist was schönes, sich anschliessend austauschen bei einem Glas Wein in einer Bar... herrlich. Das kann man auch mit zufälligen Bekannten aus dem Foyer machen. Dabei stellt man fest ob weitere Treffen zu Vorstellungen passen oder nicht. So habe ich vor 20 Jahren jemand in der Oper kennengelernt.
Das was ich brauche, habe ich. Das was ich nicht habe, brauche ich nicht.
Zitat von Neustart im Beitrag #75Franzi, vielleicht verstehen wir "vollkommen hinter einem stehen " gerade unterschiedlich - ich meine ein kritikloses Stützen der anderen Person
@Neustart Zumindest ich meine, dass jemand die/der hinter mir steht, meine Entscheidungen nicht als sowieso blöd abtut, mich ernst nimmt und meine Vorhaben und Pläne unterstützt. Nicht jemanden die/der nur alles toll findet, was ich mache.
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus: In der Beziehung mit meinem Lebensmenschen war ich mutig und groß. Auch wenn er gar nicht in der Nähe war, habe ich meine Hemmungen anderen Menschen gegenüber abgelegt und habe mir etwas zugetraut.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Neustart im Beitrag #75Franzi, vielleicht verstehen wir "vollkommen hinter einem stehen " gerade unterschiedlich - ich meine ein kritikloses Stützen der anderen Person
Das fände ich nicht erstrebenswert, kritiklos gestützt zu werden.
Ok, das hatte ich nie , denn aneinander gerieben haben wir uns immer mal wieder in der Ehe und das war z.T. auch der unterschiedlichen Entwicklung geschuldet
Zitat von Neustart im Beitrag #75Franzi, vielleicht verstehen wir "vollkommen hinter einem stehen " gerade unterschiedlich - ich meine ein kritikloses Stützen der anderen Person
Das fände ich nicht erstrebenswert, kritiklos gestützt zu werden.
Ich finde das wichtig. Jedennach Außen. Da würde es mir sehr stinken, wenn mir jemand in den Rücken fiele.
Aber ansonsten merke ich eben, dass es mir fehlt, dass mich jemand stützt Punkt wenn ich weiß, dass ich irgendwie taff wirke, aber die Kraft auf weiß gar nicht habe. Bzw ich alle Kraft aufwenden muss, um "gerade aus" zu gehen. Da wäre es mir eine große Hilfe, wenn mir jemand sagte hey du schaffst das. hey ich bin noch da, falls du umfällst: da bin ich für dich da.
Franzi, selbst wenn es Kraft kostet, etwas in Angriff zu nehmen: du bist es doch, die das schafft, ganz von alleine .... Darauf darfst du stolz sein! (Und du darfst dir auch erlauben, mal umzufallen)
Zitat von -franzi- im Beitrag #82 Ich finde das wichtig. Jedennach Außen. Da würde es mir sehr stinken, wenn mir jemand in den Rücken fiele.
Ja, Loyalität und Integrität in einer Beziehung finde ich auch unabdingbar, aber das ist für mich etwas anderes als "kritiklos stützen". Beides erwarte ich auch von anderen Beziehungen - nicht nur in einer Paarbeziehung.
Zitat von Morcheeba im Beitrag #67 Eine Beziehung ist keine Garantie dafür, nicht verschroben zu werden. Vielleicht sogar im Gegenteil.
Das würde ich mal blind unterschreiben, rein auf Beobachtungen gestützt ;).
Ich frage mich nach all den Jahren als Single ganz ernsthaft ja schon hin und wieder, ob ich verschroben bin oder nach außen hin so wirke. Mit dem Ergebnis, dass ich es tatsächlich nicht einschätzen kann.
Zitat von -franzi- im Beitrag #83Aber es geht hier um die Freuden. Jammern muss ich woanders. 😀
Ich hab's gar nicht so mit jammern. Aber ein paar Punkte fielen mir hier durchaus ein.
Doch ich gehe davon aus, dass jedes oder fast jedes Single-Dasein seine Schattenseiten hat.
Schafwolle, Ich jammere auch nicht so sehr. Denn Jammern würde mich schwächen.
Aber noch mal zu den Freuden:
Ich kann anziehen, was ich möchte! Nun bin ich zwar nicht wirklich schlecht gekleidet, aber es sagt mir keiner, dass mir dies und das nicht steht. Ein Glück!
Zitat von -franzi- im Beitrag #83Aber es geht hier um die Freuden. Jammern muss ich woanders. 😀
Ich hab's gar nicht so mit jammern. Aber ein paar Punkte fielen mir hier durchaus ein.
Doch ich gehe davon aus, dass jedes oder fast jedes Single-Dasein seine Schattenseiten hat.
Wenn Singles alle so glücklich, selbstbestimmt und freiheitsliebend wären, gäbe es keine, die auf den Partnerseiten unterwegs wären. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass eine schlechte Beziehung überhaupt keine Vorzüge hat, aber mich irritiert, dass im ET das Single Leben derart bejubelt wird, als sei es die Antwort auf alle Probleme, ja, als sei es das einzig lebenswerte Modell. Auch, dass Paarbeziehungen ausschließlich als einengend gesehen werden. Das ist sicher die Erfahrung einiger, aber doch nicht automatisch in jedem Fall!
Jemand stellte hier die Frage nach dem Wunsch nach Gemeinsamkeit, Angenommenwerden, Berührungen, gemeinsamem Sex, Erlebnissen, Erinnerungen. Das sind Grundbedürfnisse des Menschen, die nicht einfach so abgetan werden können, als gäbe es sie nicht. Z.B. verkümmern Säuglinge, wenn sie zuwenig körperliche Berührungen bekommen, und irgendwie bleibt das Bedürfnis. Everybody's got a hungry heart - so empfinde ich das.
Sicher kann frau sich mit dem Alleinsein arrangieren, wenn es nicht anders geht, und auch Vorzüge daraus ziehen, aber es zu verherrlichen, kommt mir wie eine Flucht nach vorn vor.
Zitat von -franzi- im Beitrag #88 Ich kann anziehen, was ich möchte! Nun bin ich zwar nicht wirklich schlecht gekleidet, aber es sagt mir keiner, dass mir dies und das nicht steht. Ein Glück!
Das ist irgendwie typisch . Wer einen Partner hat, kann sich also nicht mehr so anziehen, wie er will? Das ist DEINE Erfahrung, sie hat keine Allgemeingültigkeit.
Interessant, dass mein Beitrag als Verherrlichung gesehen wird.
Ich denke, es gibt einfach auch unterschiedliche Typen. Und zwar auch bezogen auf die Fähigkeit und den Willen Kompromisse zu machen. Und nicht jeder Mensch sucht Partnerschaft!
Mir persönlich wurde einfach viel zu lange suggeriert, dass Beziehung ganz wichtig ist. Nicht nur von konkreten Menschen, sehen wir uns doch die Hollywood Schmonzetten an. Partnerschaftliche Liebe finden ist deren Hauptthema. Nach dem Finden hört der Film meist auf ;-).
Und ich habe bemerkt: Nö, für mich ist das gar nicht so von Bedeutung. Ich lebe Beziehungen - näher und ferner mit Menschen.
Und Wendy: Es freut mich, wenn du geglückte Partnerschaft lebst. Lass aber doch unsere Erfahrungen und Bedürfnisse auch sein.
Weder hat es mich in Bezug auf mein Gewicht zufriedener gemacht einem Ideal hinterherzurennen, noch in Bezug auf Partnerschaften. Die, die Langzeit-Single sind und sich eine Partnerschaft wünschen, können sich trotzdem keinen passenden Partner backen. Also dann besser jeden Tag drüber nachdenken, wie sehr man das vermisst?
Obendrauf vermisse offenbar sehr viele Menschen in Beziehungen etwas - ich denke an die Heerscharen von gebundenen Männern, die mir online und in Partnerschaftsanzeigen untergekommen sind.
Alles ist menschlich: Das Vermissen, die Kompromisse, das Betrügen, das Alleine-fühlen ob mit oder ohne Partner.
Nur eines lasse ich mir nicht mehr verkaufen: Dass irgendwann schon noch der Richtige kommt. Als ob mein Leben erst dann in Butter wäre. Nö.
Zitat von bazeba im Beitrag #92Interessant, dass mein Beitrag als Verherrlichung gesehen wird.
So kommt es mir vor. Ich meine, warum thematisierst du es denn überhaupt, wenn alles so ideal ist?
Zitat Ich denke, es gibt einfach auch unterschiedliche Typen. Und zwar auch bezogen auf die Fähigkeit und den Willen Kompromisse zu machen. Und nicht jeder Mensch sucht Partnerschaft!
Menschliche Bedürfnisse sind allgemein in uns angelegt, warum sie leugnen? Man kann natürlich resignieren.
Zitat Mir persönlich wurde einfach viel zu lange suggeriert, dass Beziehung ganz wichtig ist. Nicht nur von konkreten Menschen, sehen wir uns doch die Hollywood Schmonzetten an. Partnerschaftliche Liebe finden ist deren Hauptthema. Nach dem Finden hört der Film meist auf ;-).
Das war früher so. Jetzt setzt man sich eher mit den Problemen des menschlichen Zusammenlebens auseinander, was aber nie bedeutet, dass das Alleinleben die Antwort ist.
Zitat Und ich habe bemerkt: Nö, für mich ist das gar nicht so von Bedeutung. Ich lebe Beziehungen - näher und ferner mit Menschen.
Du möchtest wirklich nicht die Nummer eins im Leben eines anderen Menschen sein? Hast du kein bisschen Romantik in der Seele und dem Leib? Echt nicht?
Eben, wendy: du scheinst etwas mißzuverstehen - gerne allein zu leben, bedeutet nicht, dass man beziehungslos ist. Ich für meinen Teil mag es, viele Beziehungen zu Freunden/ Familienmitgliedern zu pflegen, aber nicht mehr in einer Zweierkonstellation verhaftet zu sein
Zitat von bazeba im Beitrag #92Interessant, dass mein Beitrag als Verherrlichung gesehen wird.
So kommt es mir vor. Ich meine, warum thematisierst du es denn überhaupt, wenn alles so ideal ist?
Zitat Ich denke, es gibt einfach auch unterschiedliche Typen. Und zwar auch bezogen auf die Fähigkeit und den Willen Kompromisse zu machen. Und nicht jeder Mensch sucht Partnerschaft!
Menschliche Bedürfnisse sind allgemein in uns angelegt, warum sie leugnen? Man kann natürlich resignieren.
Zitat Mir persönlich wurde einfach viel zu lange suggeriert, dass Beziehung ganz wichtig ist. Nicht nur von konkreten Menschen, sehen wir uns doch die Hollywood Schmonzetten an. Partnerschaftliche Liebe finden ist deren Hauptthema. Nach dem Finden hört der Film meist auf ;-).
Das war früher so. Jetzt setzt man sich eher mit den Problemen des menschlichen Zusammenlebens auseinander, was aber nie bedeutet, dass das Alleinleben die Antwort ist.
Zitat Und ich habe bemerkt: Nö, für mich ist das gar nicht so von Bedeutung. Ich lebe Beziehungen - näher und ferner mit Menschen.
Du möchtest wirklich nicht die Nummer eins im Leben eines anderen Menschen sein? Hast du kein bisschen Romantik in der Seele und dem Leib? Echt nicht?
Ich schreibe über die Schönen-Seiten des Alleine-Lebens - und du meinst, da sollte ich wie ein Häufchen Elend nun genau das betrauern? Seltsame Logik. Nein, Wendy, da kommen wir nicht zusammen. Liest du z.B. Beiträge über das Falschirmspringen um den begeisterten Fallschirmspringern dann zu erklären, dass das total scheiße ist?
Ich bin natürlich ein eiskalter Mensch ohne romantische Gefühle, was sonst!
Zitat von Neustart im Beitrag #95Eben, wendy: du scheinst etwas mißzuverstehen - gerne allein zu leben, bedeutet nicht, dass man beziehungslos ist. Ich für meinen Teil mag es, viele Beziehungen zu Freunden/ Familienmitgliedern zu pflegen, aber nicht mehr in einer Zweierkonstellation verhaftet zu sein
Siehst du, wieder das Abwerten der Partnerschaft an sich. Warum? Freunde kann frau viele haben, aber ein Lebensmensch an der Seite ist doch etwas ganz anderes!
Zitat von Neustart im Beitrag #95Eben, wendy: du scheinst etwas mißzuverstehen - gerne allein zu leben, bedeutet nicht, dass man beziehungslos ist. Ich für meinen Teil mag es, viele Beziehungen zu Freunden/ Familienmitgliedern zu pflegen, aber nicht mehr in einer Zweierkonstellation verhaftet zu sein
Siehst du, wieder das Abwerten der Partnerschaft an sich. Warum? Freunde kann frau viele haben, aber ein Lebensmensch an der Seite ist doch etwas ganz anderes!
Zitat von Neustart im Beitrag #81Ok, das hatte ich nie , denn aneinander gerieben haben wir uns immer mal wieder in der Ehe und das war z.T. auch der unterschiedlichen Entwicklung geschuldet
Kritik, Konflikte austragen etc. ist extrem wichtig, finde ich. Trotzdem kann die/der Partner:in hinter einem stehen.
Ständige Heiteitei-Harmonie halte ich dagegen für ein Zeichen, dass es am Ernstnehmen hapert.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.