Ich nehme derzeit wieder die Pille und möchte über kurz oder lang jedoch wieder hormonfrei verhüten. Ich habe mich letztendlich für eine Verhütung mit Kupfer entschieden. Letzte Woche war ich beim Frauenarzt, um das alles zu besprechen. Grundsätzlich halte ich viel von ihm, er ist der beste Frauenarzt hier in der Umgebung. Seine Beratung gefiel mir jedoch nicht wirklich. Es ging alles sehr schnell. Er hat mir 2 Modelle von Kupferspiralen gezeigt und wie sie eingelegt werden, Kosten 160 €, Termin in 3 Monaten zum Legen. Sonst muss vorher nichts gemacht werden. Das wars. Beratung war nach 5 Minuten beendet. Er möchte mir eine sog. T-Spirale legen.
Mir kam das alles ein wenig schnell vor, sodass ich mich zuhause selbst in das Thema intensiver eingelesen habe. Jetzt habe ich gelesen, dass es ohne Ausmessen der Gebärmutter eigentlich gar nicht funktionieren kann. Die Gefahr von Verrutschen ist wohl zu groß. Ich bin jetzt total unsicher, was ich machen soll. Andere Frauenärzte hier bei uns sind alle so rappelvoll, dass sie kaum mehr neue Patientinnen aufnehmen.
Normalerweise haben die Frauenärzte mehrere Größen in der Praxis vorrätig. Ich gehe davon aus, dass er direkt vor dem Einlegen mittels Ultraschall vermisst und dann die richtige Größe auswählt (so war es jedenfalls bei mir).
Ich musste bisher nur einmal eine Spirale selbst vorher in der Apotheke besorgen, weil ich bei meiner ersten meinte, lieber die goldummantelte nehmen zu wollen (da wurde vorher schon vermessen, anderer Arzt als später bei der Kupferspirale).
Kette hatte ich auch mal in Betracht gezogen, wollte mir aber nix in meinen Uterus "tackern" lassen.
Ich nutze seit über 12 Jahren Kupferspiralen. Anfangs mussten sie alle 3 Jahre gewechselt werden, die neue kann wohl 5 Jahre drin bleiben. Ich hatte vorher 2 Kinder geboren und war mir sicher, kein weiteres zu wollen und hoffte, mit 40 auch in einem Alter zu sein, in dem die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ohnehin sinkt, so dass mir die Methode "sicher genug" ist.
Ich bin äußerst zufrieden. Kostet in Summe weniger als die Pille (gerade, wenn das Ding 5 Jahre liegen kann), ich habe einen nicht fremdgesteuerten Zyklus und steuere entspannt ohne Hormonkapriolen in die Wechseljahre. Beschwerden habe ich keine. Die Periode war etwas heftiger als ohne die Kupferspirale, aber nur 1-2 Tage starke Blutung, das war's auch schon. Halt bisschen Stress um einen Termin (und Zeit) zu haben, wenn sie dann gewechselt werden soll, da das möglichst während der Periode passieren sollte, aber dafür dann jahrelang meine Ruhe und Kontrolle bei den üblichen Vorsorgeterminen.
Ich gehe auch davon aus, dass das Ausmessen direkt bei dem Termin für's Legen erfolgt. So riesig sind die Unterschiede ja nicht. Als "Stammkundin" bei meiner Frauenärztin wurde mir ein passendes Modell gelegt, das vorrätig war und dann bekam ich ein Rezept für genau die gleiche, die habe ich dann in der Apotheke geholt und als Ersatz für die gelegte bei der Ärztin abgegeben.
Ich kann da auch nur zuraten, ähnlich wie Tigerente. Hatte 20 Jahre lang Kupferspirale, auch so ein T-förmiges Ding. Die ersten paar Perioden nach dem allerersten Einsetzen waren heftiger als sonst - das war's dann aber auch.
Zitat von Magnoona im Beitrag #1Wäre die Kupferkette eine Alternative?
Unter Umständen. Ist aber halt immer fraglich, was man individuell besser verträgt. Ich hatte schon beides, wobei die Kette, wie sich beim Ziehen gezeigt hat, schon wer weiß wie lange lose in der Gebärmutter gelegen ist ohne ganz herauszufallen. Danach habe ich mich für eine normale T-Spirale entschieden. War auch okay und das Legen für mich weniger schmerzhaft.