Zitat von -franzi- im Beitrag #2421Ich habe etwas entdeckt, das ich sehr spannend finde: "Das Geheimnis von Zimmer 622 " von Joel Dicker.
Ich habe eigentlich alle Bücher von Joel Dicker gemocht, aber das "Zimmer 622" fand ich furchtbar. An sich eine schöne Idee, aber einfach zuviel Kokolores und Unglaubwürdigkeiten ... i
So ging es mir auch.
Das Glück steigt nach dem Tief der mittleren Jahr stetig. Es ist die Zeit des Seins, des Nicht-mehr-alles-Müssens. Und es ist die Zeit der Ernte. Kinder machen etwa erst richtig glücklich, wenn sie ausgezogen sind. (Arthur C. Brooks)
Mein Mann mochte das Buch auch so wenig, dass ich mich gar nicht erst drangetraut habe. Aber "Harry Quebert" und ganz besonders "Die Geschichte der Baltimores" von Dicker fand ich großartig.
Ich lese aktuell "The Paper Palace" (Der Papierpalast) von Miranda Cowley Heller. Nach 40 Seiten ist mir die Erzählerin (noch?) eher unsympathisch, aber trotzdem bin ich gespannt, wie es weitergeht und ob/wie sich die Hintergründe ihres Seitensprungs, der aktuell noch ziemlich "unmotiviert" auf mich wirkt, aufblättern werden.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
Moderatorin in Kultur und Unterhaltung | Mode und Kosmetik | Andere Sprachen - anderes Leben | Photographie | Hobbies aller Art
Ich fand das Zimmer 622 auch richtig öde. Ich hab mir auch geschworen, nienienie wieder ein Buch von ihm zu lesen. Ich habs nicht eingehalten und sei es nachfolgenden Büchern haben mich eh wieder mit ihm versöhnt☺️
Momentan lese ich nach fast 20 Jahren wieder die Wellenläufer-Trilogie von Kai Meyer. Boah, ist das lange her, dass meine beste Freundin und ich die Bücher von diesem Mann gefeiert haben.
Eine Fantasy-Geschichte rund um Piraten, Seeschlachten, magische Muscheln und mysteriöse Gefahren, die sich sehr flüssig liest und Spaß macht.
Ich lese aktuell "The Paper Palace" (Der Papierpalast) von Miranda Cowley Heller. Nach 40 Seiten ist mir die Erzählerin (noch?) eher unsympathisch, aber trotzdem bin ich gespannt, wie es weitergeht und ob/wie sich die Hintergründe ihres Seitensprungs, der aktuell noch ziemlich "unmotiviert" auf mich wirkt, aufblättern werden.
Ohhh du liest das Buch erst jetzt?
Das wirst du einige Seiten weiter nicht mehr weglegen 👋
Ich bin ja meistens eher langsam mit den gehypten Büchern, die lese ich oft erst Jahre später.
Inzwischen hat's mich auch gekriegt (bin ungefähr auf Seite 120). Ein paar Dinge finde ich zwar leicht überzeichnet, aber es liest sich süffig weg und ich bin gespannt, was sich da noch an Abgründen auftun wird.
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Eine einsame Shetlandinsel. Zwei Männer aus unterschiedlichen Welten. Eine zerbrechliche Freundschaft. Dies ist eines der Bücher, die man unmöglich vergisst.
Es ist ein kalter Sommertag 1843, als John Ferguson nach einer stürmischen Überfahrt die kleine, karge Insel im Nordmeer erreicht. Für einen Monat ist der verarmte Pfarrer von der schottischen Freikirche hierhergeschickt worden, um Ivar, den letzten verbliebenen Bewohner, von der Insel wegzuschaffen. Im Auftrag des Gutsbesitzers soll er den großen, stillen Mann samt seinen wenigen Habseligkeiten mit dem nächsten Schiff nach Aberdeen bringen, von seinem Zuhause verjagen. So wie all die Schafbauern in den Highlands, die im Zuge der »Clearances« bereits alles verloren haben. Trotz moralischer Bedenken hat der idealistische Ferguson diesen Auftrag angenommen. Seine Frau Mary indes befürchtet, dass ihr Mann nicht von dieser Reise zurückkehren könnte. Zu naiv, zu weltfremd, zu gutgläubig ist er. Und tatsächlich stürzt Ferguson schon kurz nach seiner Ankunft von einer Klippe und verletzt sich schwer. Er ist dem Mann ausgeliefert, den er von dem Eiland vertreiben soll. Und dessen Güte Fergusons Gewissen vor eine schwierige Entscheidung stellt.
Gestern spätabends ausgelesen: Elizabeth Graver "Der Sommer der Porters", die Lektüre für den heutigen Lit.Kurs. Ich hatte mal wieder etwas arg knapp mit dem Lesen begonnen, das Buch hat doch knapp 500 Seiten und fordert viel Aufmerksamkeit. Es ist eine groß angelegte Generationen-/Familiengeschichte, beginnend im Jahr 1942. Die (sehr reiche) Familie verbringt den Sommer im großen Haus auf "ihrer" Insel. Ein Naturidyll schlechthin, die Fam.Mitglieder sind sehr bewandert in der Botanik und Vogelkunde, da gibt es immer wieder Schilderungen. Die Liebe zu diesem besonderen Stück Land/Rückzugsort zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman, der Großteil der Geschichte spielt hier. Sprachlich sehr ausgefeilt geht es über einen Zeitraum von 60 Jahren, als Leser bekommt man manche Infos vorab, Zeitsprünge inkl. Der Roman gliedert sich in drei Teile, jeweils mit dem Augenmerk auf unterschiedliche Hauptpersonen (teils sehr problembehaftet), von denen man aus den verschiedenen Blickwinkeln erzählt bekommt. Mir hat es schon gut gefallen, aber manches war mir zu sprunghaft und auch teils etwas überfrachtet.
Wer die Gegenwart genießt, hat in der Zukunft eine wundervolle Vergangenheit.
Zitat von frangipani im Beitrag #2417Deutsche Besucher haben ihre Urlaubslektüre hiergelassen - den ersten Teil der Lindt und Sprüngli Saga von Lisa Graf. Ich muss gestehen, ich komm mit ihrem Schreibstil nicht klar, es ist schwer zu beschreiben, spannungslos, so als hätte es eine Hobbyautorin geschrieben. Die Erzählung plätschert so vor sich hin, die Beschreibung des Lebensumfelds ist zwar ganz interessant, aber es zieht sich. Kennt jemand das Buch? Soll ich durchhalten? Ich hab auch schon gesehen, dass es in diesem Band erstmal nur um die Sprüngli Seite geht, das ist ja auch ein bisschen unbefriedigend.
Ich zitiere mich mal selbst - ich hab das Buch weiterverschenkt. Ich konnte mich einfach nicht mit dem seichten Ton anfreunden.
Dafür lese ich jetzt das Buch, das mir der Besuch als Geschenk mitgebracht hat. Ich komme hier zwar etwas spät zu der Party, weil es in D schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, aber für mich war es neu. Effingers von Gebriele Tergit. Ich hab gesehen, dass es hier vor 2 Jahren schonmal kurz in der Challenge erwähnt wurde.
Ein 900 Seiten Schmöker, die Geschichte zweier deutsch-jüdischer Grossfamilien von den Gründerzeiten bis 1948. Berlin und Süddeutschland. Die Autorin, geb 1904, starb vor gut 40 Jahren, sie schrieb das Buch in den 30ern und in den Jahres des Exils während des Krieges. Als sie nach D zurückkam, dauerte es einige Jahre, bis das Buch verlegt wurde. Das auch nur in Auszügen, die heutige ist wohl die erste komplette Auflage.
Der Schreibstil ist interessant, es sind eher kurze Einblicke in Tagesgeschehen, sie springt schnell von Monat zu Monat, von Haus zu Haus. Und die wörtliche Rede ist der jeweiligen Zeit und Klasse angepasst. Ungewohnt, aber interessant.
Es ist ein Kaleidoskop der Zeiten (ich bin erst in 1889, beim Tod von Kaiser Wilhelm III) - viele Personen, viele Charaktere, eine sehr gute Beschreibung der Zeit, des Lebensstils. Die Parvenues, das alte Geld, die wachsende Menge der armen Leute, die Menschen, die an Traditionen hängen und die, die Veränderungen wollen. Der Unterschied zwischen dem betulichen, eher ängstlichem und frommen süddeutschen Örtchen und dem dekadenten Berlin. Mich hat's zwischendurch gegraust, bei der Beschreibung der Kleider und vor allem Möbel aus der Zeit und den opulenten Mahlzeiten in der Berliner Szene. Aber es zeigt halt auch den Wechsel zwischen der biederen und bescheiderenen Zeit bis 1850 und der Opulenz danach. Bevor es dann knallt. Irgendwie jede Menge Parallelen zu heute.
Eins wurde mir schon auf den ersten 100 Seiten mal wieder klar - die Menschheit wird sich nicht gross ändern, jede Generation macht die gleichen Fehler, nur auf einem anderen Level. Und was mir noch auffiel war das Provinzielle, das trotz allem Geld bei den Berliner Neureichen immer wieder durchkommt.
Es wird wohl noch etwas dauern, bis ich durch bin, das wird ein Buch für die Weihnachtspause.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von Marie-Madeleine im Beitrag #2432Ich bin ja meistens eher langsam mit den gehypten Büchern, die lese ich oft erst Jahre später.
Inzwischen hat's mich auch gekriegt (bin ungefähr auf Seite 120). Ein paar Dinge finde ich zwar leicht überzeichnet, aber es liest sich süffig weg und ich bin gespannt, was sich da noch an Abgründen auftun wird.
Ich habe von Andreas Eschbach gelesen "1 Billion Dollar". Der mittellose Pizzabote John Salvatore Fontanelli aus New York wird von einem italienischen Anwalt zu einer Besprechung ins Hotel Waldorf Astoria gebeten. Er kann sich überhaupt nicht erklären, wie er zu der Ehre kommt. Ihm wird von den vier anwesenden Vertretern der altehrwürdigen Florentiner Anwaltskanzlei „Vacchi“ offenbart, dass er über eine Billion US-Dollar geerbt hat, weil er der jüngste männliche Nachfahre eines italienischen Kaufmannes ist, der vor einem halben Jahrtausend ein bescheidenes Vermögen auf einem Konto anlegte und dieses im Laufe der Zeit durch Zins und Zinseszins zu jener gewaltigen Summe angewachsen ist (vgl. Josephspfennig).
Hat mir sehr gut gefallen. Obwohl das Buch schon älter ist, it die Idee natürlich zeitlos
Das Buch klingt wirklich gut - das merke ich mir mal für die Weihnachts- und Nachweihnachtszeit vor, da habe ich hoffentlich wieder viel Zeit zum lesen oder hören.
- - - Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann. Menschen werden nicht klüger dadurch, dass man sie auf ihre Dummheit hinweist.
"Effingers" habe ich vor ein paar Jahren mal für eine Leserunde gekauft, an der ich dann doch nicht teilgenommen habe, seitdem dümpelt es auf meinem SUB herum. Aber in einem der nächsten Urlaube ist es fällig. So dicke Bücher lese ich ja mittlerweile fast nur noch im Urlaub, damit ich vorankomme.
Mit dem "Paper Palace" bin ich durch. Mit der Hauptfigur bin ich zwar bis zum Schluss nicht so richtig warm geworden, fand manches ein bisschen überzeichnet und die Sex- und Klo-Szenen waren nicht meine Kragenweite, aber als Familien(geheimnis)roman war es definitiv spannend und das Ende war schlüssig.
Jetzt gibt's was ganz anderes: "Madly, Deeply", die Tagebücher von Alan Rickman. Die hat er nicht unter dem Aspekt der späteren Veröffentlichung geschrieben und somit sind manche Einträge banal oder kryptisch, aber trotzdem ist es interessant, sich mit ihm durch die britische Film-, Theater- und Medienwelt ab 1993 zu bewegen. Schön sind auch ein paar Originalseiten, die mit abgedruckt sind, er scheint auch ein toller Zeichner gewesen zu sein und hat die Tagebücher toll ausgestaltet.
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@-franzi-, wie fandest du denn das Ende? Es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich weiß noch, dass es eigentlich ganz spannend war, das Ende aber sehr abrupt kam und irgendwie für meinen Geschmack zu viel offen ließ.
Der Lesekreis hat gewählt. Den Stromkreis von Herrn Stanisic. Der eigentliche Titel ist zu lag und die Sonderzeichen des Namens bekomme ich mobil nicht hin. Ich habe angefangen. Er kommt vom Hundertsten ins Tausendste,aber ich mag es.
Mich würde das Buch " die Holländerinnen" interessieren. Denis Scheck meinte gestern in " Druckfrisch", das Buch hätte ihn geängstigt. Ist das wirklich so schlimm ? So einige Horrorbücher habe ich schon gelesen, mit Monstern im Wald, allerdings in Norwegen .
Ich habe im Netz nach Bewertungen gesucht und auf Youtube einen jungen Mann gefunden, der das Buch ausführlich beschreibt und mir erscheint es zu verkopft zu sein, eher eine Reise in das Innenleben der Schriftstellerin als eine Handlung. Für mich ist das nichts.
Den Rickman habe ich kürzlich auch gelesen. Ich fand's auch interessant, wobei ich mit Tagebüchern oft das Problem habe, dass ich sie schwierig zu lesen finde, weil viel weggelassen oder kryptisch ausgedrückt wird - sie waren ja schließlich ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht. Aber es ist schon spannend, was man über ihn als Mensch so rauslesen kann. Ich mochte den Kontrast zwischen der Filmwelt und dem richtigen Leben. Da war er gerade noch auf dem roten Teppich und dann ärgert er sich über Renovierungsgedöns oder geht Klopapier einkaufen. Sehr bodenständig.
Meine Weihnachtsschnulze "Der Duft von Tee und Winter" von Hannah Luis war so ziemlich genau das, eine typische Romanze mit einer Prise Familiengeheimnis-Recherche (und deutlich weniger Weihnachten als angenommen). Unterhaltsam, aber auch nichts fürchterlich Besonderes.
Aktuell lese ich "Die Schweigende" von Ellen Sandberg (aka Inge Löhnig). Ebenfalls Familiengeheimnis, aber auf einen Art, die mich stärker fesselt. Als der Familienvater nach 54 Ehejahren plötzlich stirbt, ist seine Frau am Boden zerstört. Die Töchter sind sehr unterschiedlich gestrickt, können aber alle nicht sonderlich gut mit der kühlen Mutter. Der mittleren Tochter Imke hatte der Vater noch kurz vor dem Tod den Auftrag gegeben, sie solle nach Peter suchen. Auf Nachfrage behauptet die Mutter, sie kenne keinen Peter, doch dann findet Imke heraus, dass ihre Mutter einen Bruder hatte, dessen Spur sich in den 50er Jahren verliert, als er aus einem Heim davongelaufen ist. Die Familiendynamik zwischen den Schwestern, der kalten Mutter und dem fürsorglichen Vater ist gut eingefangen, und ich bin gespannt, wie sich das Familiengeheimnis auflöst.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
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