Ich lese gerade "Im Wind der Freiheit" von Tanja Kinkel. Ich mag ihre historischen Romane einfach.
ZitatBestsellerautorin Tanja Kinkel schreibt einen Roman über die Revolution von 1848/49 ganz aus der Perspektive der beteiligten Frauen. Es ist zugleich ein Buch über die Gegenwart und darüber, was passieren kann, wenn sich Demokraten gegenseitig blockieren.
In ihrem Revolutionsroman „Im Wind der Freiheit“ sind die Frauen die Protagonistinnen. Deren Rolle in der Revolution von 1848/49, sagt Tanja Kinkel, sei viel zu lange übersehen worden.
Wie rührend und schön ist bitte das Ende der Großmama? Ich habe direkt Tränen verdrückt. Hach.
Wir Frauen brauchen keine Männer, die uns beschützen. Wir brauchen Männer, die andere Männer NICHT beschützen. - Inge Bell -
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Zitat von Suzie im Beitrag #2276Guten Morgen, kann es sein, dass ich die Erste bin, die Offene See von Benjamin Myers gelesen hat? Das kann ich mir nicht vorstellen, aber egal, wie ich suche, ich finde keinen Treffer.
Ich habe das Buch auch bereits gelesen und mir hat es sehr gut gefallen. Nicht nur die faszinierende Beschreibung der Landschaft und der Wanderung allgemein, auch die interessante Entwicklung von Robert. Ein warmherziges Buch, gut zu lesen und meiner Meinung nach absolut empfehlenswert
Mit einer geballten Faust kann man keinen Händedruck wechseln
Zitat von aquadiparma im Beitrag #2303Wie rührend und schön ist bitte das Ende der Großmama? Ich habe direkt Tränen verdrückt. Hach.
Jetzt hätte ich auch gerne ein "Mag-ich-Knöpfchen" hier....
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Zitat von frangipani im Beitrag #2246Ich lese jetzt "Where the birds call her name' von Claire van Ryn. Erzählt auf zwei Zeitebenen.
2023: Saskia, eine Lehrerin aus Broome, erbt unerwartet nach dem Tod ihrer eher 'free spirited' Mutter Kiki deren Caravan. Sie überlegt, ihn zu verkaufen, aber beim Herrichten findet sie in einer Schublade ein noch gültiges Fährenticket nach Tasmanien. Ihre Mutter stammt von dort, hat aber nie viel über ihre Vergangenheit gesprochen. Saskia beschliesst, zusammen mit ihrer eigenen Tochter Anouk, 9, diese Reise zu machen und der Vergangenheit ihrer Familie auf die Spur zu kommen. Anouk hat sehr an ihrer Grossmutter gehangen, beide verband eine grosse Liebe zur Vogelwelt.
1968: Greta lebt in Stanley, im wilden Nordwesten Tasmaniens, ein kleiner Ort, die Menschen dort haben grad genug zum Überleben. Am liebsten verbringt Greta ihre Zeit in den Wetlands, Vögel beobachten. Ihre Mutter ist eine Tierpräparatorin, ihr Vater sitzt im Ortsrat. Nach aussen eine normale Familie, aber es gibt ein dunkles Geheimnis.
Auf ihrer Reise erfährt Saskia mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter und damit auch mehr über sich.
Ich habe erst begonnen, aber mir gefällt schon jetzt der ruhige intensive Erzählstil, die Kulisse und für mich als Birdnerd natürlich all die Beschreibungen und Bedeutungen der heimischen Vogelwelt, die zwischen den Kapiteln auftauchen. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Es gibt von der Autorin noch einen weiteren Roman (The Secrets of the Huon Wren), der auch mit dem Thema Frauen und Identität und Vergangenheit spielt, den merke ich mir auch mal vor.
Ich hab jetzt auch den anderen Roman von Claire van Ryn gelesen, 'The Silence of the Huon Wren*'. Das war ihr Erstlingswerk und gefiel mir direkt noch besser als der Nachfolger. Es gibt Gemeinsamkeiten - Tasmanien, Familiengeheimnisse, Vögel mit Bedeutung, Mutter-Tochter Thema, Frauen mit neuer Power und zwei Zeitebenen (50er Jahre und heute). Bislang nur in englisch zu haben.
Allira ist Journalistin in Launceston, einer Kleinstadt in Tasmanien. Für einen Artikel besucht sie ein Altersheim und trifft dort auf Nora. Nora ist über 80, ohne Familie und dement. Ihre einzige 'Bezugsperson' ist eine Babypuppe. Allira ist die Einzige, die ab und an zu ihr durchdringt und die 'alte Nora' hervorholen kann. Im Laufe der Monate erfährt sie Bruchstücke aus Nora's Geschichte und beginnt ihre Recherche. Was hat Nora (die früher anders genannt wurde) in ihrer Jugend erlebt, was ist mit ihrer Familie passiert, warum lässt sie die Puppe nicht aus den Augen und wer ist dieser deutsch-polnische junge Mann namens Michal? Zum Schluss endet alles in einer überraschenden Lösung und der kleine holzgeschnitze Vogel hat keine kleine Rolle bei der Auflösung gespielt.
Mir gefällt der Erzählstil, die Stimmung damals und heute ist gut eingefangen (ich kenn die Gegend da ein kleines bisschen von einem Urlaub), ich fand die Personen und ihr Verhalten interessant. Es steckt viel Gefühl drin, nicht nur in einer Liebesgeschichte in 1953, sondern auch im Umgang mit dementen Menschen. Den einzigen Abzug geb ich dem Ende, es kam dann doch zu schnell und etwas konstruiert, meiner Meinung nach, aber irgendwie musste sie es ja zuende bringen. Eigentlich sollte die Zeit zwischen 1954 und 2019 ein eigenes Buch haben.
* ein Wren ist Zaunkönig, das Huon Valley ist eine Region im Süden Tasmaniens mit sehr grossen Bäumen, den Huon Pines .
Ein Vorschlag für die, die gerne englisch lesen (ist gut gängig geschrieben) und Fans von Kate Morton sind.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Jetzt habe mir die " Offene See" jetzt bestellt. Ich bin schon lange am überlegen, ob es sich lohnt. Da es hier gut ankommt, kann es ja nicht so schlecht sein.
Eine Frau auf der Suche nach Wahrheit, Liebe und ihren Wurzeln
1866 erblickt Emilia del Valle in San Francisco das Licht der Welt – sie ist die Tochter einer irischen Nonne und eines chilenischen Aristokraten, großgezogen wird sie von ihrem liebevollen Stiefvater, in einem ärmlichen Viertel in San Francisco. Von klein auf eigensinnig, beeindruckt sie wenig, was andere für richtig halten, ihre große Leidenschaft ist das Schreiben. Siebzehnjährig veröffentlicht sie, unter männlichem Pseudonym, erfolgreich Groschenromane, doch das echte Leben findet sie abenteuerlicher und wird Reporterin bei einer Zeitung. Ihr Kollege ist Eric, ein junger Mann mit großer Strahlkraft, und gemeinsam gehen sie nach Chile, in das Land ihrer Vorfahren, über den sich anbahnenden Bürgerkrieg zu berichten. Emilia und Eric kommen sich näher – ist das Liebe? –, und während Emilia immer tiefer in die Geschichte ihres Vaters eintaucht, gerät sie selbst zwischen die Fronten: Sie muss sich nicht nur der Gefahr, sondern auch den drängenden Fragen nach ihrer eigenen Herkunft stellen.
Mein Name ist Emilia del Valle ist die Geschichte einer Frau, die über alle Konventionen hinweg ihren eigenen Weg zu gehen versucht, ein fesselnder historischer Roman über schmerzhafte Liebe und unverbrüchlichen Mut – erzählt von einer der »Meistererzählerinnen unserer Zeit« (Vogue).
Natürlich... es ist nicht das Geisterhaus und die Kritiken fallen sehr unterschiedlich aus. Ich bin gerade im ersten Viertel des Buches und fühle mich eigentlich richtig gut unterhalten. Eine Familiengeschichte, die Geschichte einer Frau - mir passt das momentan wirklich gut! Außerdem scheint es sich für die SommerChallenge zu eignen! Noch ein Vorteil!
Eigentlich war ich die letzten Jahre immer enttäuscht von den jeweiligen Büchern des Jahres, die man unbedingt zu lesen hatte und die in jeder Buchhandlung in der Auslage zu finden war
So wollte ich o.g nicht lesen
Aber dann .....hab ich erwartungslos doch angefangen und nun häng ich am Haken.....mega gut geschrieben Familie über Jahrzehnte und Spannung gut aufgebaut und gehalten
Den Gott des Waldes habe ich kürzlich auch gekauft. Mal schauen, wann ich dann auch wirklich zum Lesen komme. Aber nachdem mir schon "Long Bright River" sehr gefallen hatte und die meisten den "Gott" noch besser fanden, gehe ich sehr davon aus, dass es mir gefallen wird.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
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Ich weiß nicht, ob das hier schon einmal Thema war? "22 Bahnen" von Caroline Wahl. Ich bin jetzt auf der Hälfte und sehr begeistert von Stil und Handlung. Die Charaktere berühren mich sehr.
Dagegen habe ich "Zwischen Welten" von Juli Zeh/Simon Urban gerade entnervt zur Seite gelegt. Ich bin normalerweise großer Fan von Juli Zeh, aber hier wird das Thema Stadt gegen Land, politische Korrektheit gegen Bäuerinnenalltag so nervtötend und langweilig ausgebreitet, das es mich überhaupt nicht anspricht.
Ich gehe da sehr mit mit dieser Rezension (gefunden im Münchner Feuilleton von Anne Fritsch):
"Irgendwie hat man zwischen all den offensiv und ungelenk gedroppten Informationen weder Zeit noch Lust, sich wirklich auf die Figuren einzulassen. Sie bleiben am Reißbrett – oder Bildschirm – entworfene Stellvertreter verschiedener Positionen."
Zitat von Marie-Madeleine im Beitrag #2233Selbst gelesen habe ich den Glattauer noch nicht, höre aber von so ziemlich allen, die es gelesen haben, dass die Frau aus dem Zug wahnsinnig nervig sei
So, ich habe es jetzt einfach selbst ausprobiert und das Buch tatsächlich selbst in einem Zug (haha, im übertragenen Sinn) gelesen. Glattauer ist mir dadurch nicht unbedingt sympathisch geworden (selbstverliebter, alter, weisser Mann, ums mal böse zu sagen), aber das Buch war spannend bis unterhaltsam. Das Ende fand ich allerdings übertrieben. Fazit: kann man lesen, gibt auch einige richtig gute Passagen und Abschnitte, muss man aber nicht unbedingt.
Davor habe ich Jon Fosse, "Morgen und Abend" gelesen, wurde mir quasi durch in die Hand drücken empfohlen. Was für ein einfaches, aber elementares und berührendes Buch! Kenne zwar sonst nichts von dem Autor, aber dass er den Nobelpreis bekommen hat, konnte ich schon anhand dieses kleinen Buchs nachvollziehen.
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Spannend, wie du Glattauer empfindest, @fritzi! Das entspricht so gar nicht dem Bild, das ich von ihm habe. Mich spricht jetzt gerade kein Buch an, sonst würde ich glatt eines von ihm hören um zu schauen, wie ich ihn dann so finde.
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Umlaufbahnen von Samantha Harvey. Zog mich schon nach den ersten Seiten völlig in den Bann. 6 Astronauten aus verschiedenen Ländern, ua Russland, USA, Italien, Japan kreisen in ihrer Station um die Erde. 16 Umlaufbahnen an einem Tag, in 24 Stunden. das Buch enthält also 16Kapitel in denen von dem Leben dort oben erzählt wird. In einer poetischen Sprache beschreibt sie die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Erde. Viel Handlung darf aber nicht erwartete werden. Für mich ein wunderbares nature writing Buch. Interessant diesmal, dass es einen Blick von oben aus dem Weltall auf die Erde gibt.