Zitat von Balena im Beitrag #2060Ich glaube, ich schreib Dir mal eine PN, um hier nicht zu spoilern (Spoilermaske hin oder her...)
Danke, Antwort ist schon unterwegs.
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Nun beginne ich mit "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig. Ich finde die Idee faszinierend, dass für jeden Menschen irgendwo mehrere mögliche Leben geschrieben stehen, je nachdem, wie man sich an Weggabelungen im Leben halt entscheidet.
Das habe ich mir jetzt ganz spontan runtergeladen, weil ich die Idee sehr interessant finde...
"Hey guten Morgen, wie geht es dir?" von Martina Hefter und "Iowa" von Stefanie Sargnagel. Beide waren interessant und gut zu lesen, aber das Buch von Stefanie Sargnagel hat mich begeistert! Sie findet zu vielen Themen (Depression, soziale Phobien, Ängste, Altersdiskriminierung) die treffendsten Worte, die ich jemals gelesen habe. Außerdem ist es humorvoll und unterhaltsam geschrieben, mit sarkastischen Fußnoten von Christiane Rösinger.
Ich liebe dieses Buch und bin begeistert, dass ich in den letzten Tagen drei so großartige Autorinnen entdeckt habe: Sanyal, Hefter und Sargnagel. Interessant ist, dass alle drei als Romanautorinnen gewissermaßen "Seiteneinsteigerinnen" sind.
@Nachtkatze Iowa kommt mir jetzt immer wieder in die Quere - anscheinend will es unbedingt gelesen werden! Deshalb bin ich froh, wenn ich dann so begeisterte Kommentare darüber lese. Das macht mich gleich noch neugieriger!
Ich war gestern bei einer Lesung von Erika Pluhar (Was für eine tolle Frau!) und genieße momentan ihre sehr persönliche Textsammlung "Meine Lieder"... poetisch, kritisch, hinterfragend, liebevoll.... ein Genuss an einem sonnigen Samstagvormittag!
Da ich einem Lesekreus beigetreten bin,lese ich dessen " Buch des Monats": "Umlaufbahnen". Gefällt mir. An " 22 Bahnen" bin ich auch mochte dran. Nach den beiden Büchern brauche ich aber was für gute Stimmung.
Ich lese gerade Dream Count von Chimamanda Ngozi Adichie und bin genauso begeistert wie von Americanah:
Vier Frauen, vier Leben und die Sehnsucht nach Sichtbarkeit, Liebe und Selbstbestimmung. Der lang erwartete neue Roman von Chimamanda Ngozi Adichie. Spiegel-Bestsellerautorin, literarischer Superstar und feministische Ikone.
Chiamaka ist Reiseschriftstellerin, navigiert zwischen ihrer nigerianischen Heimat und ihrem amerikanischen Zuhause und versucht, sich im Rückblick auf die Männer ihres Lebens zu erklären, wann genau ihr ihre Träume abhandengekommen sind.
Zikora ist Anwältin und lebt in Washington D. C. Sie hat Erfolg und sich schon vor langer Zeit von ihrer Mutter distanziert; bis sie - plötzlich selbst Mutter und alleinerziehend - merkt, wie nahe sie ihr in ihrer vermeintlichen Schwäche ist.
Omelogor lebt in Nigeria. Als Bankerin hilft sie, Korruption zu verschleiern, aus Idealismus versucht sie, Frauen und ihre Unternehmen zu fördern. Doch eines Tages kündigt sie ihren Job, um in den USA zu studieren.
Kadiatou ist Chiamakas Haushälterin. Außerdem arbeitet sie in einem Hotel, wo ein mächtiger Gast sie schwer belästigt. Ein entwürdigender Prozess von Beweisaufnahme und Verfahren beginnt, in dem alles im Zentrum steht, nur nicht Kadiatous Schicksal.
Das Glück steigt nach dem Tief der mittleren Jahr stetig. Es ist die Zeit des Seins, des Nicht-mehr-alles-Müssens. Und es ist die Zeit der Ernte. Kinder machen etwa erst richtig glücklich, wenn sie ausgezogen sind. (Arthur C. Brooks)
Dream Count steht auch auf meiner Liste. Ich mochte Americanah sehr.
Ich lese gerade ‘Was ist schon für immer’ von Katja Lewina. Ich hatte sie in einer Talkshow gesehen und hab mir jetzt das Buch mitbringen lassen. Klein, aber fein. Oder ‘Klein, aber direkt’. Es ist nichts Neues, was sie da schreibt, doch sind es hauptsaechlich Gedanken, die man gerne weit wegschiebt. Weil man ja noch Zeit hat. Was aber eine Illusion ist. Mir gefaellt es gut.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Es ist weder noch, finde ich. Es sind ihre Gedanken zum Leben und Sterben, ausgeloest durch den Tod ihres Sohnes und ihrer Herzerkrankung. Teilweise mit Zitaten von Philosophen von Epicur bis Yalom im Text eingebaut. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Es sind kleine Kapitel zu bestimmten Aspekten, ein eher kleines Buch.
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Ich habe in den letzten Tagen ein extrem wichtiges Buch gelesen: "Das Gefühl von Armut" von Celsey Dehnert. Die Autorin beschloss als Vierzehnjährige, später einmal über ihre Erfahrungen zu schreiben um die Menschen auf die herrschenden Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. In jugendlicher Naivität unterlag sie dem Irrtum, wenn die Menschen über diese Dinge Bescheid wüßten, würden sie sie ändern. Mittlerweile hat sie natürlich gelernt, dass wir alle sehr wohl über die gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten und ihre Folgen Bescheid wissen - deshalb klingt ihr Buch auch streckenweise zornig und vielleicht sogar ein wenig polemisch. Aber das darf es bei diesem Thema auch. Wie "Scheiß auf Self Love, gib mir Klassenkampf" von Jean-Philippe Kindler entlarvt sie die neoliberalen Lügen, die wir offenbar alle verinnerlicht haben: Jede*r kann es schaffen, es herrscht Chancengleichheit, jede*r ist seines Glückes Schmied, wer arm ist, ist selber schuld etc. etc. pp. Sie eröffnet aber ganz eigene Perspektiven auf "Armut" und ihre Folgen, aus denen man vielleicht manche Dinge bisher noch nicht betrachtet hat. Oberflächlich betrachtet ist Dehnert eine Erfolgsgeschichte: das "Unterschichtkind" lebt heute als freischaffende Autorin in einer Doppelhaushälfte. Tatsächlich aber gelang ihr dieser Aufstieg nur, weil sie mit 16 Jahren eine Person traf, die sie wie ein Familienmitglied annahm und förderte, auch finanziell. Und von so einem GLÜCK, so Dehnert, darf der soziale Aufstieg nicht abhängen. Sie liefert leider sehr überzeugende Gründe dafür, warum der soziale Aufstieg von "Unterschichtlern" gar nicht gewünscht ist. Die sollen mal schön weiter unsere Büros putzen und unsere Pizzen ausliefern.
Ansonsten lese ich "Die Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb" vom großartigen Helmut Böttiger.
Ich höre gerade "alias Grace" von Margaret Atwood. Ich frage mich, ob ich die Serie dazu gesehen habe. Irgendwas spukt mir im Kopf rum, aber definitiv nicht das Buch. Hmpf. Ich bin ca bei 1/6 und mag es, finde es allerdings auch bedrückend. Atwood hat so einen eigenen Stil, fesselnd und bedrückend zugleich.
Vergesst den Genetiv - der kommt schon irgendwie durch. Rettet lieber den Konjunktiv - der hat Würde. -webfail.de-
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Ja, ich glaube tatsächlich, dass ich die Serie dazu gesehen habe. Das erklärt die Bilder in meinem Kopf und so viele ähnliche Geschichten gibt es ja nun auch wieder nicht. Schaue ich vielleicht noch einmal, nachdem ich mit dem Buch fertig bin. Mich verwirren jetzt schon die Bilder und Erinnerungen, die ich dazu habe.
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Ich habe gerade 'Memorial Days', ein kleines aber feines Buch von Geraldine Brooks gelesen. Sie ist die Autorin von u.a. Horse (Das Gemälde), People of the Book (Die Hochzeitsgabe), Year of Wonder (Das Pesttuch).
Diesmal ist es kein historischer Roman, sondern sie erzählt ihre eigene Geschichte und die ihres Mannes Tony Horwitz, der mit 60 Jahren in 2019 an einem plötzlichen Herztod stirbt. Tony Horwitz war, wie sie, früher Korrespondent für grosse Zeitungen und Magazine und in den letzten Jahrzehnten als Buchautor und Pulitzerpreisträger bekannt.
In dem Buch beschreibt sie ihre Ehe und die Tage rund um Tony's Tod, die Familie lebte auf Martha's Vineyard. Und parallel dazu ihre Zeit 3 Jahre später, auf Flinders Island zwischen Tasmanien und dem australischen Festland, wo sie allein versucht, mit ihrer Trauer klarzukommen.
Es erinnerte mich ein bisschen an Joan Didions 'The Year of Magical Thinking'. Ich mag Brooks' Art zu schreiben, sie beschreibt sehr detailliert, guckt hin, benennt schmerzliche Dinge, trifft oft ins Schwarze. Ein Buch, in dem ich, würde es mir gehören, viele Sätze unterstreichen würde.
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"Muna oder die Hälfte des Lebens" von Terézia Mora
Klappentext: Muna liebt Magnus. Ob und wen Magnus liebt, ist schwer zu sagen. Was geschieht mit einem Leben, das man in Abhängigkeit von einem anderen führt?
Gefällt mir sehr. Beim Lesen habe ich den Eindruck, der Protagonistin bei ihrem Leben zuzuschauen und gleichzeitig mitzufühlen, das finde ich schon sehr besonders. Muna ist haltlos, ohne Heimat, ohne echte Bindungen. Das passt zu der Außenwelt: Muna ist in einer Kleinstadt in der DDR aufgewachsen. In den 1990er/2000er-Jahren (in etwa) pendelt sie zwischen Wien und Berlin, ohne jemals anzukommen. Dabei ist sie nicht sozial isoliert: Sie lernt im Studium und in ihren Jobs, später auch durch ihre Forschungsarbeit, immer wieder Leute kennen. Aber alle Beziehungen bleiben unverbindlich, scheinen auf Vergänglichkeit ausgelegt. Die emotionale Abhängigkeit von Magnus wird dadurch erklärbar. Ich finde es grandios, wie Mora nicht die Schmerzen von Muna beschreibt, sondern durch die Beschreibung von Munas Handlungen und Motiven mich als Leserin den Schmerz fühlen lässt.
Das Buch ist mir zufällig in der Buchhandlung in die Tasche gesprungen und ich dachte: Kann ja nicht schaden, mal ein Buch von einer Bücher-Preisträgerin zu lesen. Toller Fang!
**************************** Die schönsten Wege sind aus Holz. (Annett Louisan) ****************************
Eine fiktive Liebesgeschichterund um Robespierre und die franz. Revolution ... selbstverständlich aus weiblicher Sicht.
Buchbeschreibung: Hoffnung und Schrecken der Französischen Revolution und ein unsterbliches Liebespaar
Der mitreißende historische Liebesroman »Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre« lässt uns die Französischen Revolution aus der Sicht von Robespierres großer Liebe, seiner Verlobten Éléonore, erleben.
Paris, 1791. Die junge Malerin Éléonore Duplay ist auf dem Marsfeld, um eine Petition für ein allgemeines Wahlrecht zu unterzeichnen – und entgeht nur knapp einem Blutbad an den versammelten Bürgern. Éléonore flüchtet zu ihrem Vater und anderen Gegnern der absolutistischen Monarchie in den Jakobinerklub. Dort begegnet sie dem attraktiven, charismatischen Revolutionsführer Maximilien Robespierre.
Obwohl Éléonore bereits einem anderen Mann versprochen ist, verändert diese Begegnung ihrer beider Leben für immer. Während Robespierre, der überzeugte Humanist und vom Volk "der Unbestechliche" genannt, an seinem Traum der freien Republik als führender Politiker der Jakobiner arbeitet, setzt Éléonore sich furchtlos für die Frauenbewegung und ihre eigenen Überzeugungen und Rechte als Frau und Künstlerin ein.
Für kurze Zeit scheint ihr gemeinsames Liebesglück perfekt. Doch bald beginnen die grausamen Wirren der Revolution imme rgrößere Opfer zu fordern ...
Die perfekte Mischung aus Anspruch und emotionaler Unterhaltung!
Jeanette Limbeck gelingt es meisterhaft, dieses wichtige Stück Geschichte greifbar, lebendig und mitreißend zu erzählen. Bewegend und einfühlsam erzählt sie in ihrem historischen Liebesroman von einer mutigen jungen Frau, die in einer Zeit lebt, die die Welt verändert hat. Von einem Kampf für Freiheit und Gleichheit und von einer bedingungslosen Liebe zwischen Idealismus und dem Preis der Macht. Ein mitreißender historischer Roman über persönliche Opfer, Hingabe, Kunst und Verrat vor dem Hintergrund des dramatischsten Kapitel der französischen Geschichte.
Ich lese gerade " Zur See " von Dörte Hansen. Ich weiß nicht, was ich von dem Buch halten soll, ich bin noch am Anfang. Aber bis jetzt beschreibt es nur das Leben auf einer nordfriesischen Insel. Wenn da nicht noch was kommt, werde ich es wohl nicht zu Ende lesen. Das letzte Buch von ihr, "Mittagsstunde", hat mir gefallen.
Das Buch gefällt mir doch, ich habe mich eingelesen. Ich habe mir das Buch " Der Gesang der Flusskrebse" bestellt, das stand schon lange auf meiner Liste. Irgendwie kommt mir die Geschichte bekannt vor, da gab es wohl schon einen Film ? Den Film fand ich toll.