amazon: "Maximilian Dorner ist jung und begabt – und seit drei Jahren ist er behindert. Das hat sein Leben von Grund auf verändert. In seinem Tagebuch schreibt er in bisher unbekanntem Tonfall über seinen neuen Alltag – mal mild und leise, mal traurig, oft sehr komisch und immer messerscharf beobachtend. «Ein furioses Buch.» (Die Welt) «Dorner ist als Behinderter Anfänger, im Umgang mit der Sprache ein Könner.» (Der Spiegel) «Ein kluges, tiefgehendes, aber vor allem humorvolles Buch darüber, wie es ist, sich mit Anfang 30 gebrechlich wie ein Rentner zu fühlen.» (Maxi)" 71hXqyqg1eL._SY425_.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
habe versucht, geduldiger zu werden, hab aber damit aufgehört. ging mir einfach nicht schnell genug.
you get older and you learn there is one sentence, just four words long, and if you can say it to yourself it offers more comfort than almost any other. It goes like this: At least I tried. -Ann Brashares -
"Tell me, what it is you plan to do with your one wild and precious life?" - Mary Oliver
Moderatorin im Reiseforum, Frauengesundheit, Kinder, Familie und Erziehung, Kindergesundheit, Kinderwunsch, Psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen, Schwangerschaft, Baby und Kleinkind, Umbrüche im Leben, Verlust und Trennung, Was bringt Dich aus der Fassung? sowie Mode und Kosmetik
Pinao, danke für den Tipp! Von Maximilan Dorner habe ich vor Jahren gelesen: "Mein Schutzengel ist ein Anfänger. Eine wahre Geschichte vom Trösten und Getröstetwerden"
Das mochte ich sehr gerne und habe damals dazu geschrieben:
"Max hat eine schwere Nervenkrankheit, die ihn immer mehr einschränkt und unbeweglicher macht. Auch psychisch ist er hilflos: wie soll er sich in seiner neuen Lebenssituation zurechtfinden, wie soll er ein neues Verhältnis zu seinem Körper finden? Soll er sich arrangieren oder dagegen ankämpfen und wie bloß? Von allen Seiten gibt's natürlich Ratschläge, selbstverständlich gut gemeint, aber auch immer mit dem üblichen zwingenden Unterton: "Ja, wenn du das nicht wenigstens ausprobierst, dann willst du ja wohl nicht richtig." Dass Max will, zeigt seine gründliche Herangehensweise. Er folgt nämlich den zahlreichen Ratschlägen, ist für alles offen, reist u.a.auch zu (spirituellen) Heilern, philosophiert und recherchiert in alle Richtungen. Er sucht und untersucht alle möglichen Trostbrunnen. Und zwischendurch lässt er immer wieder den ihm zugeteilten Schutzengel zu Wort kommen, der ihm weisheitsmäßig etwas voraus ist und oft nicht seiner Meinung.
Dieses Buch ist kein Lebensratgeber/Selbsthilfebuch, es ist kein Sachbuch, aber auch kein Roman. Autobiografisch ist es schon. Und es ist sehr anrührend, manchmal witzig geschrieben und regt ganz sicher zum Nachdenken und Reflektieren an. Es kann Menschen helfen, die Trost brauchen und auch denen, die Trost spenden wollen/müssen.
Hineingezogen in das Buch haben mich die 'Einsichten eines Schutzengels', die gleichzeitig die Kapitelüberschriften sind, z.B.:
"Manche Menschen brauchen unendlich viel Zeit um Geduld zu lernen, gerade wenn es um ihren Körper geht." "Bei vielen Menschen verhindert Scham den einfachsten Trost." "Die meisten Menschen brechen nur deshalb nicht zusammen, weil sie den Schmerz sonst nicht ertragen würden." "Zwei Menschen können sich gegenseitig sogar mit der Aussage trösten, dass es keinen Trost gibt."
Als ein potentieller Tröster kommt auch die Musik vorbei, und ich habe mich gefreut, einem Lied wiederzubegegnen, das ich vor kurzem entdeckt habe: "Morgen!" von Richard Strauss, sehr schön in der Interpretation von Aafje Heynis.
Ich finde es so schön im Forum einen Platz zu wissen, wo ich jederzeit reinschauen kann und weiß, hier geht's immer freundlich zu und noch dazu gibt es tolle Anregungen und zugewandten Austausch Vielen Dank an euch alle 📚
Danke für eure beiträge🙏 Das schutzengel-buch hab ich mir bestellt. Bin gespannt.
habe versucht, geduldiger zu werden, hab aber damit aufgehört. ging mir einfach nicht schnell genug.
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Heute begonnen von Alex Schulman "Endstation Malma".
Klappentext: Ein Zug fährt durch eine Sommerlandschaft. An Bord sind ein Ehepaar in der Krise, ein Vater mit seiner kleinen Tochter sowie eine Frau, die das Rätsel ihres Lebens lösen will. Sie alle fahren nach Malma, einen kleinen Ort, wenige Stunden von Stockholm entfernt, umgeben von Wäldern. Und keiner von ihnen weiß, wie ihre Schicksale verwoben sind und ob das, was sie in Malma erwartet, ihrem Leben nicht eine neue Wendung geben wird.
Gefällt mir außerordentlich gut. Es vermischen sich verschiedene Personen auf unterschiedlichen Zeitebenen und hängen doch alle miteinander zusammen. Besser kann ich es leider nicht ausdrücken.
Naoko, Alex Schulman "Endstation Malma" habe ich auf meine Merkliste gesetzt. Ich habe gerad mal auf Amazon geschaut und das Feuilleton war ja ebenfalls sehr angetan. Klingt echt interessant.
Zitat von pinao im Beitrag #1957Danke für eure beiträge🙏 Das schutzengel-buch hab ich mir bestellt. Bin gespannt.
Alles Lüge, was pinao schreibt. 🙊 *schäm* ich hab mir nämlich das Dorner-Buch "Ich schäme mich" bestellt. nun kann ich das Schämen schon mal richtig üben 😝
Ungelogen: von Schulmann liegt hier immer noch "Verbrenn all meine Briefe"😏
habe versucht, geduldiger zu werden, hab aber damit aufgehört. ging mir einfach nicht schnell genug.
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Zitat von pinao im Beitrag #1960... Ungelogen: von Schulmann liegt hier immer noch "Verbrenn all meine Briefe"😏
Ich bin gespannt, wie es dir gefällt und würde mich freuen, wenn du dann darüber berichtest! Ist recht nett zu lesen, so ganz begeistert hat mich das Buch jedoch nicht! Man ahnt relativ bald- trotz des Versuches, dem ganzen durch mehrere Erzählstränge Spannung zu geben, die wahren Hintergründe.
@ralice Das kann dauern, bis ich einen Roman durchgelesen habe....
habe versucht, geduldiger zu werden, hab aber damit aufgehört. ging mir einfach nicht schnell genug.
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Zitat von pinao im Beitrag #1964@ralice Das kann dauern, bis ich einen Roman durchgelesen habe....
@pinao Das ist doch kein Problem, ich bin auch 2025 noch interessiert, wie dir das Buch gefallen hat! 😄 Ich finde, den Austausch über Gelesenes immer sehr interessant! Es ist meiner Erinnerung nach kein wirklich dickes Buch, mag aber täuschen, denn ich habe es auf dem Kindle gelesen.
Zitat von Twix im Beitrag #1965Naoko, nein ich nicht
Aber Freundinnen finden genau die besser als Malma🤷♀️
Danke für deine Rückmeldung. Nun habe ich aus Neugier mir noch einen Roman von ihm bestellt, bin gespannt.
Aktuell beschäftigt mich "Butter" von Asako Yuzuki.
Klappentext: Rika, eine junge Journalistin in Tokio, recherchiert über die Serienmöderin Manako Kajii, die Männer mit ihren Kochkünsten verführt und anschließend umgebracht haben soll. Manako behauptet, sie verabscheut nichts mehr als „Margarine und Feministinnen“ und hat eine ausgeprägte Leidenschaft für hemmungslosen Genuss und insbesondere Butter. Jetzt, wo sie im Gefängnis sitzt, empfängt sie Rika, unter der Bedingung, nur über ihre Kochkünste zu reden. Für Rika werden die Begegnungen mit Manako zu einer Meisterklasse der Lebenskunst. Ein Roman, der Genuss, Essen und Trinken feiert, vor allem aber die unmöglichen Erwartungen thematisiert, die an Frauen in patriarchalen Gesellschaften heute gestellt werden.
Klingt interessant. Möchte ich wohl auch lesen ... "Butter" von Asako Yuzuki. Bestimmt mal eine japanisches Buch mit Bezug zum Kochen, das nicht "achtsam" mit seinem Publikum umgeht und sie aus der "Komfortzone" holt.
Wohl das Buch des heutigen Tages ... und z.B. als befristetes Angebot z.B. über Audible sogar für 99 Cent auch als Hörbuch aus dem Argonverlag heute schon zu hören.
16 Jahre trug Angela Merkel die Regierungsverantwortung für Deutschland, führte das Land durch zahlreiche Krisen und prägte mit ihrem Handeln und ihrer Haltung die deutsche und internationale Politik und Gesellschaft. Ihr Buch bietet einen einzigartigen Einblick in das Innere der Macht und ist ein entschiedenes Plädoyer für die Freiheit.
Ich fand den Livestream aus dem dt. Theater zur Buchpremiere moderiert von Anne Will gestern interessant und möchte mir "Freiheit" selbst zu Weihnachten schenken. Ihr findet dieses Event u.a. auch auf Youtube, so ihr da noch reinsehen möchtet.
Ich habe jetzt zwei Bücher von Ilona Jerger gelesen und war von beiden begeistert. Lorenz“ ausgezeichnet als „Wissensbuch des Jahres“ 2024, Kategorie Unterhaltung – das spannendste Buch. „Und Marx stand still in Darwins Garten“ nominiert als bestes ausländisches Buch in Frankreich 2019 Sehr geschickt verbindet sie Biografisches mit Fantasie, wie so manches doch tatsächlich hätte sein können. Sie schreibt sehr klar, überaus anschaulich und durchaus auch witzig! Ich musste des Öfteren schmunzeln. Einmal im Sog ihrer Erzählung ist man gefangen und kann das Buch kaum weglegen. Den Tipp für ihre Werke bekam ich in einem der Lesestränge !
Ich lese gerade "die Rückkehr der Kraniche" von Romy Fölck. Es spielt in der Elbmarsch vor Hamburg. Die 50jährige Grete Hansen arbeitet als Vogelwärterin und wohnt auf dem Hof mit der alten Mutter. Als die in der Küche umkippt und ins Krankenhaus kommt, reist die jüngere Schwester aus Berlin an. Weiter bin ich noch nicht gekommen und eine Meinung habe ich mir auch noch nicht gebildet. Wenn man Ewald Arenz und Helga Bürster gelesen hat, vergleicht man eben.
nach "Mein Dämon ist ein Stubenhocker" v. M. Dorner 71hXqyqg1eL._SY425_.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
ZitatMaximilian Dorner ist jung und begabt - und seit zwei Jahren ist er behindert. Das hat sein Leben von Grund auf verändert. In seinem Tagebuch schreibt er über die Fragen, die sein neuer Alltag ihm stellt: Schaffe ich den Weg bis zur nächsten Ampel? Wieso schäme ich mich vor mir selbst? Bin ich der Typ mit dem Stock oder der mit den sanften Augen? Warum ist mein Dämon ein Stubenhocker, der am liebsten im Tarnanzug schläft? Dorners Antworten sind mal mild und leise, mal traurig, oft sehr komisch und immer messerscharf beobachtet. Er hat ein besonderes Buch über einen zutiefst menschlichen Zustand geschrieben - in einem bisher unbekannten Tonfall.
jetzt nochmals M. Dorner (und es geht wieder um MultipleSklerose) "Mein Schutzengel ist ein Anfänger" mein schutzengel ist ein anfänger.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Zitatmedimops: Max hat eine Krankheit, mit der er lernen muss zu leben. Unter den wachsamen Augen seines Schutzengels begibt er sich auf eine abenteuerliche Suche nach Heilung und Trost. Voller Hoffnung und Skepsis zugleich geht er allen möglichen Rätschlägen und Heilsversprechen nach, konsultiert diverse Wunderheiler, lässt sich hypnotisieren und trinkt sogar Blumendünger mit einer Yogalehrerin - bis er begreift, was ihm wirklich helfen kann.
habe versucht, geduldiger zu werden, hab aber damit aufgehört. ging mir einfach nicht schnell genug.
you get older and you learn there is one sentence, just four words long, and if you can say it to yourself it offers more comfort than almost any other. It goes like this: At least I tried. -Ann Brashares -
Weil ich gerne hier mitlese und mir viele Tipps hole... auch mal etwas von mir:
"Dorf ohne Franz" von Verena Dolovai
Maria erinnert sich, wie sie in den 1960er-Jahren auf einem Bauernhof mit ihren Brüdern Josef und Franz im Dorf aufgewachsen ist. Während Josef, der Älteste, in die Fußstapfen des Vaters tritt, entzieht sich Franz, Nesthäkchen und Liebling der Mutter, den traditionellen Erwartungen des rauen Alltags. Maria ist zerrissen zwischen Anpassung und Sehnsucht. Sie träumt von einem selbstbestimmten Leben außerhalb der engen Grenzen des Dorfes, bleibt aber, heiratet Toni und bekommt ein Kind. Mittellos und in Abhängigkeit gefangen, arbeitet Maria pflichtbewusst mit, wo sie gebraucht wird, und pflegt nahe Angehörige. Als Maria Toni eines Tages reglos am Boden vorfindet, sieht sie erstmals eine Chance, dem vorgezeichneten Leben zu entgehen.
Verena Dolovai erzählt in ihrem Roman von patriarchal geprägten dörflichen Strukturen und der Schwierigkeit, auszubrechen. Gelingt es Maria, das Dorf hinter sich zu lassen? Und wo ist eigentlich Franz?
Meine Rezension dazu: Die Ich-Erzählerin Maria wächst in den patriarchalen Strukturen eines kleinen Dorfes im Salzkammergut auf. In den 1960iger Jahren. Es wird einem sofort klar, dass dies kein gejodelter Heimatroman ist, der die gute alte Zeit beschwört. Ganz im Gegenteil! Marias Leben ist gekennzeichnet von Chancenlosigkeit, Perspektivlosigkeit und vor allem Lieblosigkeit. Sie mag sich zwar manchmal ein klein wenig nach Flucht sehnen, aber diese Flucht erlaubt sie sich nicht. Sie findet sich mit ihrem Schicksal ab – fast.
Es ist eine trostlose Welt, die hier beschrieben wird. Verena Dolovai hat auch die genau richtige Sprache dafür gefunden: nüchtern, klar, fast karg, schnörkellos und absolut geradlinig. Wundervoll! Sie beschönigt nichts und sie lässt Maria genau beobachten und gnadenlos ehrlich erzählen. Alles zusammen sehr beklemmend und vermutlich ebenso authentisch.
Dass das Ende dieser großartigen Geschichte dann in ein märchenhaft-esoterisches Wasauchimmer abdriftet, entspricht überhaupt nicht meinem Geschmack (daher nur 4 Sterne). Vielleicht habe ich es aber auch einfach nur nicht verstanden!
Denn abgesehen von den letzten paar Seiten ist es eine wirklich lesenswerte Geschichte und als Debütroman völlig zurecht für den Österreichischen Buchpreis 2024 nominiert!