Zitat von Haze im Beitrag #33Abschaffung des Paragraphen 218 würde bedeuten, dass „Abtreibung“ bis zur Geburt erlaubt ist, oder?
Nein, da es nicht bedeuten würde, keinen neuen Paragraphen formulieren und erlassen zu können, der Schwangerschaftsabbrüche erst nach einer festgelegten Frist unter Strafe stellt und neben einigen wenigen, notwendigen Ausnahmen eine neutrale (!!!), ergebnisoffene (!!!) Hilfe und Unterstützung der Frauen bei ihrer Entscheidungsfindung festlegt.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Das Thema hier ist doch "Polit-Theater', oder? Diesbezüglich bin ja ( nicht nur) ich der Meinung,dass eine Diskussion über Abtreibung nicht dazu gehört.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
ja und ich habe lediglich gesagt, dass ich das arg finde und anzweifle ob man ausreichend viele Ärzte fände (insbesondere in D), um Abtreibungen bis zur 24. Woche vorzunehmen.
Zitat von mono im Beitrag #42Das Thema hier ist doch "Polit-Theater', oder? Diesbezüglich bin ja ( nicht nur) ich der Meinung,dass eine Diskussion über Abtreibung nicht dazu gehört.
nein, bist du nicht.
Aber @noBarbie hat doch plausibel erläutert wie sie auf den Trichter kam, das Thema hier zu schreiben. Ist ja nicht unveränderlich.
Zitat von noBarbie im Beitrag #15Es ist kein kleines Theater, das Recht auf Abtreibung, das in den USA auf der Kippe steht, finde ich. Allerdings bin mir nicht sicher, dass das Thema zum jetzigen Zeitpunkt in einem eigenen Strang mehr Interesse findet als hier.
(...).
Ich las das als Notbehelf, es hier einzubringen. Nicht als "das ist ..... Theater"
Mit gemischten Gefühlen, hatte ich hier die Pläne des obersten US-Gerichtshofes zur Abschaffung des Rechts auf Abtreibung zur Diskussion gestellt.
Nachdem das Interesse größer war, als ich erwartet hatte, und mehrfach der Wunsch nach einem Strang geäußert wurde, ist jetzt hier Gelegenheit das Thema zu vertiefen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
mag sein. Da aber Männer nicht schwanger werden ist diese Fragestellung akademisch nett, aber sonst vollkommen irrelevant.
Genauso könnte man sich fragen, was wäre, wenn es biologisch möglich wäre, sich ein Kind kraft Gedanken wegzumachen oder was wäre, wenn man Kinder nicht im Bauch sondern am Apfelbaum bekäme und den Apfelbaum müssten die Männer versorgen...
Ich nehme jetzt mal diesen Beitrag ((#35) aus dem anderen Strang mit hierhin:
Zitat von mono im Beitrag Kleines Politik-TheaterWas sind denn sie ' bestimmten Diskussionen' über Abtreibung , die 'Theater' sind, @ Nobarbie?
Nach meiner Meinung die Mehrheit der Diskussionen in die Frauen vor Betreten von Abtreibungs-Praxen verwickelt werden sollen, in denen Unbeteiligte ihnen anbieten (androhen?) für sie zu beten und in denen, entgegen zahlreicher Studien den Frauen prophezeit wird, sie würden ihre Entscheidung für den Rest ihres Lebens bereuen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #50ja. Und ich finde es am besten diese These, die ich übrigens teile! anhand der Realität zu diskutieren. Drüben
Tja, wie bereits erwähnt,..., ich las hier, machte mir so meine Gedanken, formulierte und schrieb sie, und dann sah ich, dass ich um etwa 10 Minuten zu spät dran war. Wir lesen uns drüben? OK.
Zitat von mono im Beitrag #21Was sind denn sie ' bestimmten Diskussionen' über Abtreibung , die 'Theater' sind, @ Nobarbie?
Nach meiner Meinung die Mehrheit der Diskussionen in die Frauen vor Betreten von Abtreibungs-Praxen verwickelt werden sollen, in denen Unbeteiligte ihnen anbieten (androhen?) für sie zu beten und in denen, entgegen zahlreicher Studien den Frauen prophezeit wird, sie würden ihre Entscheidung für den Rest ihres Lebens bereuen.
Das würde ich tatsächlich auch als "Theater" bezeichnen, da es in solchen Fällen offensichtlich um "Virtue Signalling" geht. Lägen den Betreffenden die Frauen und ungeborenen Kinder wirklich am Herzen, so würden sie sich auf einfühlsame Art engagieren. Sie könnten ehrenamtlich ein offenes Ohr anbieten oder sachlich Aufklärung betreiben. Die Schwangeren in einer vulnerablen Lage nachgerade zu überfallen und in Unkenntnis der jeweiligen Situation eine Meinung aufdrücken ist, das sollte mit minimalstem Denkaufwand klar sein, nicht hilfreich. Es ist auch nicht christlich im Sinne von Nächstenliebe, jedenfalls vermag ich an solchem Vorgehen nichts liebevolles zu entdecken.
Edit: Ups, sorry Ana!
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Der Strang ist eine Ausgründung aus dem Strang "Politik-Theater", in dem die Diskussion zu dem im Titel genannten Thema aufkam.
Bevor ich hier wieder öffne, noch eine Klarstellung:
Zitat von mono im Beitrag #10Und es ist jetzt schon klar, was in dem Faden stehen darf ...
Zitat von mono im Beitrag #16Jeder darf seine Meinung schreiben? Ohne Beleidigungen zu lesen zu bekommen? Wäre bei dem Thema neu.
Wir haben hier ein sensibles Thema, das in der Regel sehr emotional diskutiert wird. Ich bitte euch deshalb vorab darum, in diesem Strang ganz besonders auf eure Wortwahl zu achten.
Wie überall im Forum, dürfen auch hier alle Meinungen geäußert werden, dabei sind die Netiquette und die AGB natürlich einzuhalten. Ich halte es einem sachlichen Diskussionsklima nicht für zuträglich, wenn schon im Vorhinein und komplett anlasslos gemutmaßt wird, dass es zu Beleidigungen kommen könnte. Nein, dazu wird es nicht kommen, wenn ihr alle die Forenregeln einhaltet.
Ich wünsche allen Teilnehmenden eine interessante Diskussion.
Analuisa, Moderation
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Damit die Diskussion nicht zu sehr ausufert, möchte ich euch bitten, euch in euren Beiträgen auf das im Titel genannte Thema (Recht auf Abtreibung in den USA) zu beschränken. Ich hoffe, das ist in deinem Sinne, noBarbie.
Analuisa, Moderation
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Sachliche Nachfrage,gerne Antwort der im Forum anwesenden Juristen: Ist das denn so, dass Abtreibung in den USA generell zur Disposition steht? Es scheint eher darum zu gehen,ob der Supreme Court diesbezüglich den Einzelstaaten etwas vorgeben darf- egal, in welche Richtung- oder eben nicht.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von mono im Beitrag #44Sachliche Nachfrage,gerne Antwort der im Forum anwesenden Juristen: Ist das denn so, dass Abtreibung in den USA generell zur Disposition steht? Es scheint eher darum zu gehen,ob der Supreme Court diesbezüglich den Einzelstaaten etwas vorgeben darf- egal, in welche Richtung- oder eben nicht.
Ich habe es so verstanden, dass die Möglichkeit einer Abtreibung in irgendeiner Form, also unter unterschiedlichen Auflagen, quasi durch den Supreme Court garantiert war, im Sinne der Selbstbestimmung. Und diese Garantie würde dann wegfallen, wenn es ausschließlich Staatensache würde.
Das ist aber nur mein Verständnis, und der Frage nach fachkundiger Einschätzung schließe ich mich an.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Roe v. Wade ist eine Grundsatzentscheidung zum Abtreibungsrecht, die der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten am 22. Januar 1973 fällte. Der Entscheidung zufolge verletzte ein Strafgesetz des US-Bundesstaats Texas zum Schwangerschaftsabbruch das verfassungsmäßige Recht einer Frau, über Abbruch oder Fortführung ihrer Schwangerschaft selbst zu entscheiden. Anfang der 1970er Jahre galten ähnliche Gesetze wie in Texas in der Mehrheit der Bundesstaaten. Wikipedia
Damals wurde entschieden, dass das staatliche recht der frau auf selbstbestimmung über einem bundesstaatlichen steht.
Das Thema in den USA ist extrem komplex und vielschichtig und wird noch verkompliziert durch die Tatsache, dass Bundesgesetz bei weitem nicht mit Landesgesetz übereinstimmt. Abtreibungsgegner "pro life" haben oft zudem keine Skrupel, zum Mord von Ärzten aufzurufen, die Abtreibungen vornehmen.
Konservative Politiker nutzen zudem das Thema, um emotionale Hetze zu betreiben, um ihren Wahlkampf zu befeuern und ultrakonservative christliche Wählergruppen auf ihre Seite zu ziehen.
Zu dem Thema gibt es unglücklicherweise keine sachliche öffentliche Diskussion.
Mein Problem mit dem Abtreibungsrecht in den USA, dass ich die Fristen tatsächlich für zu lang halte. In mindestens 3 Bundesstaaten sind Abtreibungen bis zur Geburt erlaubt. Demgegenüber steht der Herzschlag Termin, der unrealistisch früh ist und den Frauen jegliche Entscheidungsfreiheit nimmt und zudem Denunzianten fördert und ein Rückschritt in die Hexenverfolgung ist.
Wäre eine sachliche Diskussion möglich, wäre es sinnvoll, hier eine allgemein gültige Fristenlösung zu erarbeiten.
Ich persönlich halte eine Fristenlösung mit 16-18 Wochen (denn ich halte die deutsche Variante für etwas knapp) mit klar definierten Ausnahmen (medizinisch, kriminologisch...) für richtig, wobei die letzte Entscheidung ausschließlich bei der Frau liegen muss, um nicht die Möglichkeit zu bieten, die Frau mit Prozessen zu überziehen, die den Zeitpunkt der möglichen Abtreibung so lange verhindern, bis es legal nicht mehr möglich ist und die Frau finanziell ruinieren.
Das müsste einhergehen mit verpflichtender Sexualkunde in neutraler sachlicher Form und Zugang zu kostenlosen Verhütungsmitteln für Jugendliche, idealerweise für jeden. Denn bei Armut ist Verhütung ein Kostenfaktor. Der beste Schutz gegen unerwünschte Teenagerschwangerschaften ist erwiesenermaßen Aufklärung . Die USA haben eine erschreckend hohe quote davon für eine Industrienation, und viele davon enden dann in einer Abtreibung.
Aber so ein Konsens wird kaum möglich sein, weil jeder seine Wählerschaft bedienen will.
Vielen Dank Analuisa, dass du dir die Mühe gemacht hast, die Beiträge hierhin zu verschieben.
Zitat von Analuisa im Beitrag #43Damit die Diskussion nicht zu sehr ausufert, möchte ich euch bitten, euch in euren Beiträgen auf das im Titel genannte Thema (Recht auf Abtreibung in den USA) zu beschränken. Ich hoffe, das ist in deinem Sinne, noBarbie.
[orange] Analuisa, Moderation [/orange]
Dass ist leider nicht so wirklich in meinem Sinne, wie aus dem ersten Beitrag hervorgeht:
Zitat von noBarbie im Beitrag #1Ich halte das Thema jedenfalls für diskussionswürdig, weil ich befürchte, dass Abtreibungs-Gegner/innen und ihnen nahestehende politische und kirchliche Kreise auch in Deutschland Morgenluft wittern und ihre Aktivitäten wieder steigern, ...
Generell habe ich Zweifel, dass Missachtung von Frauenrechten und/oder Bemühungen diese einzuschränken als nationale Angelegenheit und nicht als internationales Problem gesehen werden können/sollen. Eine Aufhebung des Rechts auf Abtreibung in den USA kann man meiner Meinung nach z. B. nicht losgelöst von Todesfällen in anderen Ländern sehen, nachdem Frauen dort eine Abtreibung aus gesundheitlichen Gründen verweigert wurde.
Ich fände es daher schön, wenn die Diskussion auch in diese Richtung laufen könnte, ohne dass nationale Gegebenheiten bis ins kleinste Detail auseinandergepflückt werden.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von noBarbie im Beitrag #49 Generell habe ich Zweifel, dass Missachtung von Frauenrechten und/oder Bemühungen diese einzuschränken als nationale Angelegenheit und nicht als internationales Problem gesehen werden können/sollen. Eine Aufhebung des Rechts auf Abtreibung in den USA kann man meiner Meinung nach z. B. nicht losgelöst von Todesfällen in anderen Ländern sehen, nachdem Frauen dort eine Abtreibung aus gesundheitlichen Gründen verweigert wurde.
Ich fände es daher schön, wenn die Diskussion auch in diese Richtung laufen könnte, ohne dass nationale Gegebenheiten bis ins kleinste Detail auseinandergepflückt werden.
(Hervorh. v. mir)
Dein Ernst? Du gibst hier die / eine / Deine Diskussionsrichtung vor?
-
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)