Zitat von schafwolle im Beitrag #24 Das ist ein einziger Fischhändler hier auf unserem eher übersichtlichen Wochenmarkt, den kenne ich schon seit vielen Jahren. Die Fische sind fangfrisch, aus dem 10 km entfernten See (der Trinkwasserqualität hat).
So oft esse ich aber gar keinen Fisch - und wenn, dann immer etwas angespannt, weil ich eine kleine Gräten-Phobie habe.
Klingt gut, da hatte ich wahrscheinlich auch kaum Bedenken. Eine Semmel mit frisch geräuchertem Saibling lasse ich mir auch schmecken, wenn ich den Starnberger See umradle. Der ist dann auch aus kleinen lokalen Fischbetrieben.
Zitat von passdscho im Beitrag #20 Aber die wirtschaftlichen Betriebe Brauerei und Molkerei Weihenstephaner haben doch mit der TU zu tun oder nicht? Die Forschungsbrauerei in der TU z. B......oder wird doch mit Sicherheit auch gesponsert. Meinst du nicht ?
Dazu lässt sich bestimmt auch online etwas finden.
Forschung/Lehre ist strikt von wirtschaftlichen Betrieben zu trennen. Sie kämen sehr in Verruf, wenn sie Studien "wirtschaftsfreundlich oder -beeinflusst" erstellen würden.
"Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" (inkl. Ahndung von Fehlverhalten) oder sinngemäß hat jede Hochschule, dazu gibt es noch strenge Compliance-Regeln.
Zitat von schafwolle im Beitrag #24Und mir fehlen Fleisch und Wurst auch nicht
Ich mochte irgendwie als Kind schon den Sonntagsbraten nicht, aß als Kind aber durchaus Wurst. Heute mag ich Wurst meistens vom Geschmack her gar nicht, esse aber gelegentlich mal Geflügel und mir schmeckt auch Wild. Das ist aber für mich ein Saisonartikel wie z.B. Erdbeeren - gibt es eben nicht das ganze Jahr. Ich esse dann vielleicht 1-2x im Jahr im Restaurant Wild, gekauft zum Zubereiten habe ich noch nie welches.
Früher kaufte ich Hack für die Pastasoße und in meinem Elternhaus gab es gern rohes Mett mit Zwiebeln aufs Brot. Pastasoße finde ich heute ganz ohne Fleisch viel köstlicher.
Zitat von passdscho im Beitrag #28mir ging es um die Einschätzung die Nocturna vorhin verlinkt hat...ich kann mir nur schwer vorstellen dass das ein neutrales Ergebnis ist
In welchem Beitrag? Ich finde das nicht.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Spatz33, zu den veganen Käsealternativen: Ich finde die von Simply V sehr lecker. Sowohl den Frischkäse als auch den Feta, den geriebenen Käse und den Grillkäse.
Den geriebenen Käse von Violife mochte ich auch.
Momentan versuche ich, meinen Fleischkonsum ein wenig zu reduzieren.
Zitat von passdscho im Beitrag #23Ok..so rum...mir ging es dabei eher um Verflechtung von Wirtschaft und TU von wegen Unabhängigkeit
Puls hat da schon recht. Wenn der Prof. Dr. Dr. erwischt wird, wenn er Gefälligkeitsgutachten schreibt, wars das mit dem Lehrstuhl. Hat der Professor Dr Dr aber nicht nötig. Und natürlich sind Wirtschaft und Forschung auch miteinander verflochten. Wäre ja schlimm, wenn es keine Synergien gäbe.
Ich denke, der Prof hat bei Tierernährung und die Auswirkungen auf die Umwelt mehr Ahnung als unsereins. Ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich in eine Kuh reinbeisse (übertragen gesprochen), sofern die nicht aus Massentierhaltung stammt.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von LilyBlueming im Beitrag #33von Simply V .... den Grillkäse.
Den hatte mir neulich meine Arbeitskollegin mitgebracht zum Testen, weil ich Tofu nicht so gerne esse. Gekostet und für gut befunden! Symply V hat auch eine Quarkalternative, die ich von der Konsistenz her dem Quark sehr ähnlich finde und Geschmack finde ich auch ok...die Tücke: hier jeder Supermarkt vom Hersteller was im Kühlregal, nur doofer Weise alle den Quark nicht. Bei Arbeitskollegin gibt es den Quark auch nicht immer. Quarkalternative vom Bioladen fand ich 2 Sorten ganz gruselig, weil weich waren wie flüssiger Jogurt.
Mangels Einkaufmöglichkeit gibt es aber dann doch keine Quarkalternative, sondern den normalen Bioquark oder eben auch gar keinen Quark.
Zitat von passdscho im Beitrag #23Ok..so rum...mir ging es dabei eher um Verflechtung von Wirtschaft und TU von wegen Unabhängigkeit
Puls hat da schon recht. Wenn der Prof. Dr. Dr. erwischt wird, wenn er Gefälligkeitsgutachten schreibt, wars das mit dem Lehrstuhl. Hat der Professor Dr Dr aber nicht nötig. Und natürlich sind Wirtschaft und Forschung auch miteinander verflochten. Wäre ja schlimm, wenn es keine Synergien gäbe.
Ich denke, der Prof hat bei Tierernährung und die Auswirkungen auf die Umwelt mehr Ahnung als unsereins. Ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich in eine Kuh reinbeisse (übertragen gesprochen), sofern die nicht aus Massentierhaltung stammt.
Ja, er erhält auch Auszeichnungen für seine wissenschaftlichen Publikationen ( Es geht nicht um Gutachten ). Ich unterscheide aber schon für wen er denn publiziert... gefettet von mir
Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) verleiht den DVT-Award 2021 an Professor Dr. Wilhelm Windisch. Er hat wichtige Impulse für die Tierernährung in seiner rund 30-jährigen Tätigkeit gegeben, so die Begründung.
Prof. Wilhelm Windisch erhielt den DVT-Award im Rahmen der Verbandsjahrestagung. DVT-Vizepräsidentin Carolin Braun-Majer betont bei der Verleihung sein außerordentliches Engagement für die Futtermittelbranche: „Professor Windisch ist ein Meister der Wissenschaftskommunikation.“ Sie würdigt seine Fähigkeit, schwierige Tierernährungsthemen in einfache, populärwissenschaftliche Worte zu verpacken und zu verteidigen, auch in sehr branchenkritischen Diskussionsrunden“, sagt die Vizepräsidentin.
Prof. Windisch lasse keinen Zweifel daran, dass die Tierproduktion ein wichtiger und unverzichtbarer Eckstein im Nährstoffkreislauf sei, begründet Braun-Majer die Entscheidung der Jury. Mit seinen fundierten Erläuterungen über Agrarrohstoffe, die nicht als Lebensmittel verwertbar sind, setzt er die Grundsätze zur Kreislaufwirtschaft in das richtige Licht. Hinzu komme die Tätigkeit als Herausgeber verschiedener wissenschaftlicher Publikationen.
Agrarrohstoffe, die nicht als Lebensmittel verwertbar sind....so kann man die Biomasse aus Monokulturen natürlich nett umschreiben. Die bräuchten wir ohne Massentierhaltung nicht Und Kühe verwandeln Stickstoff und Phospor in wunderbare Milch ( aus seiner Publikation )das ist der Kunstdünger.
Nene.....für mich ist das eher ein gut bezahlter Professor.
Aber die wirtschaftlichen Betriebe Brauerei und Molkerei Weihenstephaner haben doch mit der TU zu tun oder nicht? Die Forschungsbrauerei in der TU z. B......oder wird doch mit Sicherheit auch gesponsert. Meinst du nicht ?
Müller Milch habe ich erwähnt weil sie zu Weihenstephaner gehören
Weihenstephan wurde als Benediktinerkloister gegründet und ist heute ein Stadtteil von Freising. Die Brauerei (Wirtschaftsbetrieb) des ehemaligen Klodters Weihenstephan ist die älteste der Welt; aus der Brauerschule hat sich der lebensmitteltechnologische Zweig der TU München entwickelt. Die Brauerei ist seit 1803 (Säkularisation) staatlich; die ehemals ebenfalls staatliche Molkerei (Wirtschaftsbetrieb) wurde 2000 privatisiert und zu 75% von Müller Milch aufgekauft. Die weiß genau, weshalb sie die Marke weiter bestehen lässt und nicht darauf hinweist, dass die Molklerei Teil eines Konzerns ist, dessen Geschäftsgebaren zumindest eigenwillig ist.
„Ich bin zu alt für den Scheiß.“ (Staatsanwältin Wilhelmine Klemm zu ihrem Rückzug, im Münsteraner Tatort)
Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen. (Blaise Pascal)
Zitat von Nocturna im Beitrag #7Laut Prof. Dr. Wilhelm Windisch TU München-Weihenstephan sind nämlich „80 % der pflanzlich angebauten bzw. erzeugten Lebensmittel sind für Menschen nicht essbar. Diese Menge enthält jedoch sehr viele Nährstoffe, unter anderem Stickstoff und Phosphor. Um diese sinnvoll für den Pflanzenbau wiederverwerten zu können, ist die Verfütterung an Tiere und damit die Tierhaltung sinnvoll. Von den Tieren erhalten wir dann noch wertvolle tierische Lebensmittel.“...
Naja ...Prof. Windisch hat den Lehrstuhl für Tierernährung inne, der Artikel steht auf topagrar ... so ganz objektiv ist das natürlich auch nicht. Aber: Selbstverständlich haben die Produzenten von tierischen Lebensmitteln keinerlei Interesse daran, dass sich in diesem Bereich etwas ändert und veröffentlichen in ihren Medien das, was dazu passt.
Edit: Sehe gerade, dass passdscho in #36 ausführlich darauf eingegangen ist.
Viel erhellender finde ich diese Graphik. Wenn man sich mal klarmacht, dass die Biomasse der gezüchteten Tiere (livestock) das Zigfache der wildlebenden Vögel und Säuger ausmacht, kann man vielleicht ermessen, wie schädlich Viehwirtschaft für das Gleichgewicht der Natur ist. Quelle: https://ourworldindata.org/life-on-earth
Zitat von Sondermodell im Beitrag #40Wenn man sich mal klarmacht, dass die Biomasse der gezüchteten Tiere (livestock) das Zigfache der wildlebenden Vögel und Säuger ausmacht, kann man vielleicht ermessen, wie schädlich Viehwirtschaft für das Gleichgewicht der Natur ist.
Findest du das jetzt viel? Ich bin erstaunt, wie wenig es ist. Stell dir vor, die Menschheit würde für ihren Fleischbedarf wieder jagen gehen. Da wärs dann bald vorbei mit den wild mammals. Wir können doch nicht so leben wie in der Steinzeit. Viehhaltung war der Anfang der Zivilisation.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Ich achte mehr denn je darauf. Als Vegeterier mag ich aber die veganen Käsesorten so gar nicht. Ich vermeide auch Sojaprodukte wenn irgendwie möglich, genau wie Palmöl.
Klappt nicht immer, das ist auch klar.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Nocturna im Beitrag #41Findest du das jetzt viel? Ich bin erstaunt, wie wenig es ist. Stell dir vor, die Menschheit würde für ihren Fleischbedarf wieder jagen gehen. Da wärs dann bald vorbei mit den wild mammals. Wir können doch nicht so leben wie in der Steinzeit. Viehhaltung war der Anfang der Zivilisation.
Ja, dass erst da "Zivilisation" begann. Ich kenne mich da echt nicht aus, das erscheint mir nur sehr spät.
Aber davon mal ab, ist diese Zivilisation ja nun schon seit einigen Jahrzehnten vollständig entgleist, wenn man sich ansieht, wie das "Nutzvieh" behandelt wird. Von daher ist das für mich nur eine schwache Argumentation pro Nutztierhaltung.
Mit "Zivilisation" begannen auch die sogenannten Zivilisationserkrankungen. Das eine - Nahrungsmittelindustrie, Denaturierung, intensive konventionelle Landwirtschaft, Massentierhaltung, viele Kunstprodukte - hängt mit dem anderen - Erkrankungen - zusammen. Unsere Organismen kommen mit dem, was unser Hirnwachstum begünstigt - beispielsweise dem Irrglauben, wir wüssten es besser als die Natur, nicht so gut klar.
Es mag bequem sein, alles im Supermarkt möglichst billig einkaufen zu können - gesund ist es allerdings nicht. Wer auf die Jagd geht, arbeitet für das, was er erbeutet. Er läuft zu Fuß, er muss geduldig warten / ansitzen, das Tier, das er (vielleicht) erbeutet, kommt nicht in handlichen Filetstücken daher, sondern muss aufgebrochen, versorgt und zerlegt werden. Das alles muss schnell geschehen. Erst danach kann man zubereiten und essen.
Unsere Organismen sind nicht gemacht für große Mengen Zucker (KH) und Salz, sie kennen keine Emulgatoren und Konservierungsstoffe, Weichmacher, Süssungsmittel, Farbstoffe, Trägerstoffe, Antioxidantien, Trennmittel, Füllstoffe, modifizierte Stärken, Verdickungsmittel, Stabilisatoren etc pp. und darüber hinaus steht vieles, was da eingesetzt (und kaum kontrolliert) wird, durchaus im Verdacht, in der Summe schädlich bis toxisch zu sein und beispielsweise die Darmschleimhaut löchrig wie einen Schweizer Käse zu machen.
In der TCM wird sogar Nahrung aus dem Froster abgelehnt mit der Begründung, unsere Organismen könnten damit nichts anfangen.
Die schöne, zivilisierte Welt hat eine Menge Schattenseiten. Und es kann so verkehrt nicht sein zu versuchen, hier zumindest in Ansätzen ein Umdenken zu initiieren, von dem letztlich alle profitieren: Umwelt, Tiere, Menschen.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #48Mit "Zivilisation" begannen auch die sogenannten Zivilisationserkrankungen.
Nein, das kam erst viel später. Noch 1845 sind Europäer verhungert (Irland) und haben den Kontinent verlassen. Noch zu Zeiten meiner verstorbenen Eltern waren Menschen in Konkurrenz zu den Schädlingen auf den Feldern (schulfrei wegen Kartoffelkäferplage) und längst nicht jedes Kind ist pappsatt geworden.
Wenn es keinen Ackerbau und Viehzucht in großem Umfäng gäbe, würde die Weltbevölkerung verhungern. Dazu gehören auch der allseits verpönte Dünger inklusive Pestizide, die den Ertrag erst so steigerungsfähig machen, dass die Welt satt wird. Wenn die Düngung ausfällt (Ukrainekrieg) hat das unmittelbare Folgen für unsere Nahrungsmittel, wobei wir nur mehr zahlen, woanders wird gehungert. Der Hinweis auf die Jagd mag für die Steinzeit gelten, aber sicher nicht für unsere Zivilisation. Der deutsche Wald wäre bald ausgestorben, wenn sich 40.000.000 Deutsche mit einem Schießprügel bewaffnet ihr Fleisch selbst erjagen würden.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)