Ich glaube, von der Idee bis zur Umsetzung wäre bzw ist ein ganz langer Weg, denn muss genau definiert sein, was möglich ist und was nicht geht. Es muss definiert werden, wer im Namen der Natur z.b. klagen darf und wer nicht.
Ohne zusätzliche Regeln oder Begrenzungen, da gebe ich dir Recht, hätten wir ein großes großes Chaos.
Und ohne diese Regeln oder Begrenzungen genau definiert zu kennen, bin ich absoluter Gegner dieser Idee.
Ich bin sicher kein Ökologe der das ganze Zusammenspiel der Natur/Umwelt kennt.
Aber selbst die sind sich eben nicht immer einig ( siehe Medizin und Impfen)
Bei einer Chemiefirma die Giftabfälle in Gewässern entsorgt, braucht man kein Diplom um zu wissen daß es ein No-Go ist. Um das zu verhindern braucht man aber sicher auch nicht die Natur in eine juristische Person wandeln (was auch viele negative Optionen ermöglichen würde)
Zitat von sundays im Beitrag #4Ich finde es nur folgerichtig. Im Beitrag wird ja gesagt, dass Umweltverbände Klagen einreichen können, das bringt aber nicht viel. Woher haben wir denn das Recht auf unendliche Umweltzerstörung? Wäre es nicht so einfach, vermeintliches Allgemeingut wie Wasser (vittel, coca cola) auszubeuten, wären einige Ungerechtigkeiten schon mal verhindert. Menschen nehmen sich etwas oder versauen etwas, ohne dafür zu zahlen. Wie das dann praktisch aussehen soll, wird spannend, aber den Ansatz an sich finde ich gut.
Ja, ich auch. Es wird Zeit. Mit dem Verantwortungsgefühl der Menschen für die Natur, die Umwelt und damit auch für andere Bewohner dieses Planeten ist es ja ganz offensichtlich nicht weit her, daher ist das ein folgerichtiger Schritt.
Zitat von Lufti im Beitrag #25Wer klagt denn? Ein selbst ernannter Umweltsheriff?
Das wäre mir egal, wenn jeder klagen könnte. Wichtig wäre doch, dass Missstände dadurch sichtbar gemacht und ausgeräumt würden. Dass heute die Industrie so viele Auflagen zu beachten hat, liegt doch nur daran, dass aufmerksame Menschen die Aufmerksamkeit auf die entsprechenden Umweltverschmutzungen gelenkt haben. Das war/ ist bislang aber sehr schwierig und langwierig, es wird Zeit, dass diese Möglichkeiten erleichtert und verbessert werden. Und es wird dafür sicher Regeln geben, dass nicht jeder einfach mal so losklagen kann. Geht in Sachen Grundrechte doch auch.
Gelöscht. Weil durch Editierung völlig sinnfrei geworden.
[orange]Editiert/Karina[/orange]
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #31Vorweg. Ich bin sehr für Umweltschutz, Artenerhaltung usw. und das nicht erst seit es "schick" ist sich dafür zu engagieren.
Aber haben wir im Moment keine anderen Probleme?
[orange]Editiert/Karina[/orange]
Klar, wir haben AUCH andere Probleme, dadurch wird der Umweltschutz aber nicht weniger wichtig. Es sei denn, Putin legt die Welt in Schutt und Asche, DANN ist Umweltschutz kein Problem mehr
In a world full of Kardashians be a Morticia
Ich benutze oft das generische Femininum, Männer sind selbstverständlich immer mitgemeint
Schad dass der Strang jetzt hier einschläft, ich schubs den mal hoch, das könnte eine gute Diskussion werden. Daher bitte möglichst beim Strangthema bleiben. Wir haben ganz sicher noch andere Probleme, aber dann wäre das Forum winzig, denn die meisten Probleme/Themen wären viel zu banal, um auch nur noch ein Wort darüber zu verlieren...
Zitat von badenserin im Beitrag #11Das gute Anliegen würde ich begrüßen, mir ist aber nicht klar, wie ein anderer rechtlicher Status zu mehr Umweltschutz führen soll. Weiß hier jemand, wie man sich das konkret vorstellt?
Das fände ich auch sehr interessant. Hat niemand eine Idee dazu?
Für die Tiere treten z.B. Tierschutzorganisationen ein, aber auch Privatpersonen können z.B. Tierquäler anzeigen. Da hat sich enorm viel getan. Somit denke ich, Umweltorganisationen können sicherlich klagen, evtl. aber auch hier Privatleute. Das könnte auch viel bewegen.
Lufti Ich sehe schon eher das Positive und denke, das Negative wird da hoffentlich wenig sein. An was Negatives denkst du denn?
Ja klar gibt es schon Auflagen (Giftabfälle, Wasserraubbau, Müllabladen, Naturschutzgebiete etc.), aber die werden zu oft mißachtet und zu selten geahndet. Vielleicht würde sich das ändern, wenn klagen leichter würde?
franzi es wäre sicher ein langer Weg und es muss gut durchdacht werden, bevor sowas gesetzlich verankert wird. Aber ich halte es für möglich und für sehr gut. Nur der Anfang muss mal gemacht werden.
FakeFur geht mir ähnlich, trotz Erklärung verstehe ich die Aufregung nicht ganz.
Zitat von Sondermodell im Beitrag #30Das wäre mir egal, wenn jeder klagen könnte. Wichtig wäre doch, dass Missstände dadurch sichtbar gemacht und ausgeräumt würden.
Da schließe ich mich dir an.
Eine Nachbearbeitung erfolgt fast immer wegen Tiplfehlan. Gravierende Änderungen kennzeichne ich.
Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst, wenn es gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: uns. Michael Aufhäuser, Gründer von Gut Aiderbichl
Vor allen Dingen: Wenn die Natur den Bach runtergeht, werden alle anderen Probleme ganz schnell ganz egal. Ohne Lebensgrundlage ist Schicht im Schacht.
Ich wäre sehr dafür, die Natur als Rechtssubjekt einzustufen, so dass jeder in ihrem Namen Klage erheben kann. Für mich IST Natur ein Subjekt, denn sie ist lebendig, voller Lebewesen. Bäume und Pflanzen sind lebendig, sie atmen, sie "essen", sie kommunizieren und sie fühlen. Jede Handvoll Erde wimmelt nur so von Leben. Jedes Tier, jedes Insekt denkt und fühlt - alle haben ein Recht auf Leben, das nicht hinter dem des Menschen zurück stehen darf. Ja, ich weiss, das scheint einigen radikal, aber ich denke, dass mit einem Grundkonzept, das das würdigt, viele grundsätzliche Veränderungen einher gehen, die das Überleben unserer Spezies auf diesem Planeten mittelfristig überhaupt erst ermöglichen.
Daher mache ich mir über die Natur weniger Sorgen. Denn selbst wenn wir Klima Erwärmung, Ozon, Raubbau bis zum bitteren Ende durchziehen und die ganze Menschheit verendet. ... Die Natur wird sich wieder sammeln und erblühen (ohne die Menschen)
Ist nun der Naturschutz wirklich für die Natur oder dem Egoismus der Menschen geschuldet?
Wie du siehst, habe ich da auch eine radikale Sichtweise drauf.
Ich finde, es ist dringend nötig. Jetzt gerade wird versucht, das bisschen, was nach langem bemühen erreicht wurde, doch noch zurückzudrehen, mit der aktuellen situation als vorwand.
Fracking wird uns angepriesen, bienengifte sollen doch wieder eingesetzt werden, minimale brachflächen dem artenschutz wieder entrissen. Alles dinge, die keine verbesserung unserer lage in wirtschaftlicher hinsicht bringen, aber ökologisch enormen schaden anrichten.
Deshalb müssten stellverteter für 'die Natur' dem einhalt gebieten können. Als hüter unserer lebensgrundlage sozusagen. Nur, da fängst mein problem an. Wie wird 'die Natur' definiert? Eigentlich wäre es alles, was es in der natur gibt. Also sämtliche Fauna und Flora, alle erden, steine und mineralien, luft/gase ... wo hört natur auf und wo fängt -was eigentlich- an?
Das grundproblem ist doch eigentlich, dass der Mensch sich nicht als teil der natur sieht. Dabei ist es genau diese trennung, die falsch ist und alles aus dem ruder laufen lässt.
Es wäre schon viel, wenn nicht gar ALLES gewonnen, wenn die, die Menschen und Natur als zwei unterschiedliche Dinge sehen, begreifen würden, dass wir Menschen Teil der Natur sind. Dass dies vielen fern ist, ist das eigentlich Erschreckende.
Es gibt nicht "Da: Die Natur" und "Hier: Die Menschen".
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Zitat von Lizzie64 im Beitrag #39Lufti, Denkfehler. Du hast es ja gern direkt.
Es wäre schon viel, wenn nicht gar ALLES gewonnen, wenn die, die Menschen und Natur als zwei unterschiedliche Dinge sehen, begreifen würden, dass wir Menschen Teil der Natur sind. Dass dies vielen fern ist, ist das eigentlich Erschreckende.
Es gibt nicht "Da: Die Natur" und "Hier: Die Menschen".
Ich kann keinen denkfehler erkennen.
Denn ich habe den Standpunkt
Die Natur braucht die Menschen nicht zum Überleben. Wir sind dagegen völlig abhängig von der Natur.
Ergo: alles was der Mensch im Namen der Natur macht, tut er nur für sich selbst.
Zitat von Lufti im Beitrag #36Die Natur wird uns sowieso überleben.
Woher willst Du das wissen? Niemand kann das derzeit prognostizieren.
Wir sind Teil dieser Natur. Und auch wir sind zunehmend krank, bemerkst Du das denn nicht? Das liegt daran, dass wir den Planeten seit Jahrzehnten vergiften, überfordern, zerstören. Wir sind angewiesen auf saubere Luft und Wasser - es gibt bereits heute fast nirgends mehr Trinkwasser, das frei wäre von Mikroplastik. Was das mit uns und unseren Nachkommen anstellt, ist noch gar nicht erforscht. In großen Räumen ist die Luft über lange Zeiträume oder sogar ständig kaum noch Atemluft zu nennen. Die Menschen, die dort leben, leiden massiv, werden krank, sterben.
Wenn wir die Natur vergiften, vergiften wir uns selbst, denn wir sind auf sie angewiesen.
Es mag sein, dass sie sich irgendwie erholt, wenn wir als Spezies ausgerottet sind - ob das aber möglich sein wird oder nicht, das lässt sich doch heute gar nicht absehen. Darüber hinaus: wie dumm ist diese Denkweise, das mutwillig und sehenden Auges zu zerstören, von dem ich selbst abhänge? Es geht darum, MIT der Natur zu leben und zu arbeiten, nicht gegen sie. Davon können wir alle nur profitieren.
Zitat von Lufti im Beitrag #43Wir diskutieren hier und das du mich indirekt als dumm betitelst....
Geht's dir damit besser?
Ich nenne nicht DICH dumm, sondern eine Denkweise, die sehenden Auges ihre eigene Lebensgrundlage in Form des Planeten, auf dem sie lebt, zerstört. Und ja, dazu stehe ich. Ich finde das dumm.
Zitat von Lufti im Beitrag #45Solange es Geld und Macht auf der Welt gibt, wird es immer Leute geben die Profit auf Kosten der Natur machen.
Daran wird auch keine Gesetzesänderung zur juristischen Person was ändern.
Es liegt bei jedem selbst, das nicht als gegeben hinzunehmen, Motto "ich kann ja doch nichts ändern (also mache ich mit und so weiter wie bisher), sondern Dinge zu ändern.
Zitat von Lufti im Beitrag #47Ja, da stimme ich dir sogar zu.
Aber eine Klageflut von jedem selbsternannten Umweltsheriff finde ich trotzdem kontraproduktiv.
Ich denke, dass das eine recht unrealistische Prognose sein könnte. Die meisten Menschen sind lethargisch und bereits mit ihren ureigenen Problemen mehr als ausgelastet. Aber es wäre schon wünschenswert, wenn die Möglichkeiten, gegen Umwelt-Schweine vorzugehen, keine zahnlosen Tiger mehr wären, die noch dazu mit einfachen Mitteln immer wieder ausgebremst oder umgangen werden können, oder es endlich auch einmal unterbunden würde, dass beispielsweise unser Trinkwasser von Konzernen, die damit Milliardengewinne machen, teuer in Flaschen abgefüllt und an Endverbraucher verkauft wird, während auf der anderen Seite Dürreperioden für Nahrungsknappheit sorgen oder Menschen eben gar kein Trinkwasser aus dem Hahn haben.
Bislang ist es in vielen Fällen sehr schwierig, gegen solchen Irrsinn vorzugehen. Die Generationen vor uns haben diesbezüglich gar nicht nach-, oder eben nur an das eigene Portemonnaie gedacht und Wirtschaftswachstum als den einzigen Faktor, den es zu hofieren galt, betrachtet. Hier ist ein Umdenken dringend notwendig. Natur und Menschsein ist letztlich eins.
Ohne Lebensgrundlage ist Schicht im Schacht.Für mich ist das auch DIE Diskussionsgrundlage überhaupt: Ohne Natur ist es auch für den Menschen vorbei. Wir sind Teil der Natur. Manche Teile können evtl. ganz gut ohne andere Teile leben, manche – wie der Mensch – nicht. Lufti ich denke, in der Natur hängt vieles zusammen und vieles voneinander ab. Für mich ist der Naturschutz einmal Schutz für die Natur UND Lebensgrundlage für uns Menschen. Lizzie hat m.E. recht, da ist ein Denkfehler drinnen. Und auch KlaraKante hat das gut erklärt mit dem „wir sind zunehmend krank“.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #35Für mich IST Natur ein Subjekt, denn sie ist lebendig,
KlaraKante du hast das wunderbar beschrieben.
Zitat von daggy5gram im Beitrag #38Fracking wird uns angepriesen, bienengifte sollen doch wieder eingesetzt werden, minimale brachflächen dem artenschutz wieder entrissen.
daggy5gram das denke ich bei den derzeitigen Infos (Fracking zwecks Unabhängigkeit z.B.) auch.
Lufti nein, KlaraKante hat dich nicht indirekt als dumm betitelt. Als ich ihren Beitrag (wie dumm ist diese Denkweise) gelesen hab, schoß mir durch den Kopf: Das ist wie den Ast absägen, auf dem ich sitze. Eine Klageflut ist sicher nicht toll, aber wenn dadurch Menschen aufwachen, nachdenken, was verändern … dann ist das ok für mich. Manchmal hilft nur die Holzhammermethode.
Eine Nachbearbeitung erfolgt fast immer wegen Tiplfehlan. Gravierende Änderungen kennzeichne ich.
Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst, wenn es gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: uns. Michael Aufhäuser, Gründer von Gut Aiderbichl
Am beispiel Bienengifte (Neonicotinoide) haben wir es doch in den letzten jahren gesehen, wie ungleich die kräfte verteilt sind. Auf der einen seite internationale konzerne mit geld, rechtsabteilungen und lobbyisten. Geballte power zur durchsetzung der eigenen interessen. Auf der andere seite ein paar politiker, ein paar umweltverbände. Deren gewicht ist ungleich kleiner. Die Bienen selber haben überhaupt keine stimme.