Hallo allesamt, nachdem ich in den letzten Monaten dauerhaft erkältet war, verkompliziert durch eine atemwegsverengung und vermutlich hausstauballergie, suche ich tipps zur gesundung meiner bronchien und lunge. Nahrungsergänzungsmittel, tee, elixiere, alles ist - soweit erprobt willkommen. Ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass ich nach stressreichen arbeitstagen auf dem nachhauseweg (und nur da!) eine Zigarette rauche. Dafür hätte ich gern ein ersatzritual, mitdem ich anders herunterkomme.
Für die Zigarette- mir hat eine E Zigarette, zuerst mit Nikotin, dann ohne, zum Schluss eine Tasse "bissiger" Tee ( war mit Zimt und Ingwer) geholfen, mir das Rauchen abzugewöhnen. War aber deutlich mehr als eine Zigarette am Tag.
Ansonsten- wohnortbedingt problemlos möglich- abendliche Spaziergänge am Nordseedeich und die einfachen, mit Eukalyptus gefüllten, Erkältungskapseln - ergaben bei mir den Effekt des "frei durchatmens". Ich habe allerdings keine Allergien oder andere chronischen Geschichten.
Google doch mal Atemtrainer. Ich habe auf die schnelle nur kommerzielle Seiten gefunden, daher keine direkte Verlinkung. Ich habe im Krankenhaus den von Triball bekommen. Und die regelmäßige Anwendung hat mir geholfen. Ich hatte mir zu meinem Bronchialkarzinom noch eine Lungenentzündung eingehandelt und wurde eine Zeitlang beatmet.
Ein Tipp, der mir spontan einfällt, sind Inhalationen mit leicht gesalzenem heißen Wasser oder mit Salbeitee. Aber vielleicht kennst du das eh schon? Ich hatte in der Vergangenheit immer wieder mal mit Bronchitis zu kämpfen und habe das Inhalieren da als wohltuend empfunden. Für mich hat es sich gelohnt, dafür einen Inhalator zu kaufen (ist nicht teuer). Manchen tun auch Inhalationen mit ätherischen Ölen gut (Eukalyptus zim Beispiel); bisweilen wird auch Kamillentee empfohlen, aber da sind Inhaltsstoffe drin, die die Schleimhäute austrocknen, das habe ich bei mir auch so bemerkt.
Und das mit der Zigarette nach stressigen Arbeitstagen kommt mir bekannt vor! Mein eigener Weg weg vom Rauchen war ein längerer, da kann ich dir nicht alle Zwischenschritte empfehlen (E-Zigarette z. B. ist für Hals und Bronchien auch nicht besser) - nur eine Erfahrung geb' ich mal weiter: Der letzte Schritt, das letzte Ersatzritual vor der völligen Freiheit bestand immer noch darin, dass ich was "für in den Mund" gebraucht habe. Es musste etwas Besonderes sein, also nichts, was ich sonst so nasche, z. B. eine ausschließlich als Zigarettenersatz verwendete Sorte Pralinen. Und ich musste mir Zeit dafür nehmen, es also nicht "nebenher" genießen, sondern vielleicht an einer bestimmten Stelle des Weges von oder (bei mir) zur Arbeit innehalten, mich hinsetzen und meine sieben Minuten Auszeit inklusive Mundbefriedigung zelebrieren.
Drücke dir die Daumen, dass du deine Atemorgane so gut wie möglich gestärkt bekommst!
Edit: Grade sehe ich, dass Salzinhalationen schon genannt wurden. War mal wieder etwas langsamer als andere ;-).
Wow in euren antworten steckt soviel drin! Danke! Atemtrainer schaue ich mir mal an! Salzgrotten hatten bei mir leider null effekt, lucchiola. Ich kam wieder raus wie vorher. Und ja, es geht um die orale befriedigung bei mir. Lolli wäre eigentlich gut, ist aber so süss. Inhalationen mit salz probier ich gern aus. Dass inhalationen mit kamillentee austrocken, ist ein super tipp. Ich hab nämlich allgemein recht trockene schleimhäute. Vielleicht sollte ich mir einfach eine nuckelflasche zulegen - wobei, es geht auch um das tiefe durchatmen, halt nur mit krücken. Von lungenreinigung hält hier vernünftigerweise wohl keiner etwas?
Meinst du diesen Drink aus Kurkuma, Ingwer, Zwiebeln und Honig? Kann man machen, wenn man es mag. Ich fand es nicht so lecker und habe es als Ausgleich und aus Rücksicht auf meine Mitmenschen mit Kümmeltee kombiniert. Mein Mann drohte mir nach der ersten Nacht mit vorübergehendem Auszug. :)
Ich habe nach meiner Covid Infektion (yeah, negativ nach 13 Tagen!) zwar mehr mit Sinusproblemen zu tun und weniger mit der Lunge, aber ich komme aus einer Familie mit chronischen Lungenproblemen und hab selbst oft schnell Husten. Deshalb haenge ich mich mal dran.
Ernaehrst du dich entzuendungsvermeidend?
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #1 vermutlich hausstauballergie
Das würde ich mal testen lassen. Vielleicht kommt auch eine Hyposensibilisierung in Frage. Da kenne ich Leute, denen das letztlich deutliche Erleichterung gebracht hat.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Gegen Husten mache ich immer wieder im Frühjahr Gelee aus den jungen Trieben der Fichten. Hilft gut und wegen der Süße mögen es auch Kinder gerne. Allerdings die Gläser groß und deutlich beschriften, Torte mit Fichtennadelgelee als Füllung schmeckt etwas gewöhnungsbedürftig.*räusper*
Auch gut ist Zwiebelsirup oder Sirup aus schwarzem Rettich, jeweils mit Kandiszucker darin aufgelöst.
Ich kenne das mit dem Sirup auch. Das hilft doch aber nur gegen den Hustenreiz und nicht langfristig gegen die Erkrankung?
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Warum? Der Lunge tut es überhaupt nicht gut, wenn, wie bei den meisten Menschen, überwiegend durch den Mund geatmet wird. Die Nase ist wie eine Klimaanlage - sie befeuchtet die Luft, erwärmt und reinigt sie.
Nachts daher für mindestens einige Wochen einen Leukosilk Streifen auf den Mund kleben, bis man sich daran gewöhnt hat, immer durch die Nase zu atmen.
Die Methode ist übrigens gut untersucht und kommt mit vielen Übungen daher. Nennt sich BUTEYKO.
Nasenatmung auch beim Sport, also auch Joggen, Laufen, Treppen/Steigungen hinauf laufen. Ja, am Anfang muss man das echt üben, aber es hat eine tolle Wirkung auf die Atmung ingesamt.
2. Nasendusche (NICHT die Emser verwenden, die taugt nix.) Gut sind Kannen mit einer sehr langen "Nase", nur diese bauen ausreichend Druck auf. Isotone oder hypertone Lösung und jeden Abend spülen. Damit spült man auch Allergene aus und die Klima-Anlage wird gewartet ;-).
3. Zielgerichtet essen.
Mandeln sind hilfreich, Gewürze und Kräuter wie Thymian, ausserdem frischer Ingwer und Kurkuma. Alles Schleimbildende (Milchprodukte!! Zucker,, Getreide) reduzieren.
4. Atemübungen in den Alltag einbauen. Das geht auch, während man im Bus sitzt, im Wartezimmer, beim Arzt, sogar beim Laufen. Z.B. im Rhythmus 4/4/4/4 atmen (4 Sek. ein/halten/aus/halten). Oder 4/6 - vier Sekunden einatmen, 6 ausatmen.
Es gibt ausserdem sensationelle Feldenkrais-Übungen rund um die Atmung. Falls das von Interesse ist: PN
Viele gute Atemübungen findet man bei Buteyko.
5. Lernen, was die Lunge braucht: Lesen, z.b. "breath" von James Nestor (nein, ist nicht auf Englisch) - da werden auch die Zusammenhänge zwischen Nasenatmung, Lunge und - yep, das sollten beispielsweise vor allem Eltern wissen - KIEFER / Zahnfehlstellungen beschrieben.
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Zitat von Borghild im Beitrag #12Ich kenne das mit dem Sirup auch. Das hilft doch aber nur gegen den Hustenreiz und nicht langfristig gegen die Erkrankung?
Sagte ich ja, er hilft bei Husten, er lockert und erleichtert somit das Abhusten.
Oh ja, Nasenatmung! Man kann das gar nicht genug betonen.
Das allerbeste Lungen- und Atemtraining ist Singen. Das muss allerdings erst mal mit Anleitung geschehen, eben damit die Nasenatmung richtig gelernt wird. Ich könnte mir vorstellen, dass es auf YouTube massenhaft Anleitungen dafür gibt.
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Unbedingt auf den Darm schauen und etwaiges leaky gut / leaky barriers syndrome behandeln. Die Auswirkung auf die Lungenfunktion und Allergien ist immens.
Auch diesbezüglich ein Buchtipp: Dr. Leo Pruimboom / Daniel Reheis: Werde wieder Mensch. Tonnenweise Informationen zu Zusammenhängen zwischen Nahrung und Gesundheit.
Von James Nestor gibt es auch viele Interviews und Podcasts online. Sehr unterhaltsam und informativ.
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Zitat von SASAPI im Beitrag #2... und die einfachen, mit Eukalyptus gefüllten, Erkältungskapseln ...
Da gibt es sehr unterschiedliche Kapseln! Einige sind mit dem ätherischen Öl des Eukalyptus gefüllt und andere enthalten auch noch andere ätherische Öle. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit den Gelomyrtol Kapseln gemacht (da ist neben Eukalyptus auf jeden Fall noch Myrte und Orange und evt anderes mit drin - habe es nicht im Kopf, google hilft) Die fand ich gut verträglich und hilfreich. Irgendwann keine daheim (brauche so etwas selten), Apotheken schon geschlossen und abends flugs in die Drogerie: nur auf das fett gedruckte geachtet "Eukalyptus Kapseln...Erkältung" geschnappt und daheim die böse Überraschung: trotz korrekter Einnahme nach Packungsbeilage bekam ich gar garstige Magenprobleme. Das war dann irgendwie so gar nichts für mich. Andere schwören auf diese Kapseln (sind auch weitaus kostengünstiger als die aus der Apo) und die Leute sagen: die sind genauso gut verträglich und in der Wirkung genau gleich. Ich hatte die reinen Eukalyptus Kapseln dann noch mal getestet, als ich nicht krank war. Hätte ja sein können, dass der Magen mit dem Infekt eh schon hypersensibel war....aber es blieb dabei, ich vertrage sie gar nicht. Das ist aber vermutlich eine Tücke, die dann jeder selbst testen muss. Ansonsten finde ich den Efekt gut, dass man nach Einnahme dann später spürt, die ätherischen Öle gehen durch die Lunge, weil man beim Ausatmen deren Aroma wahrnimmt. Ich nutze sie aber nur bei heftigeren Erkältungen. Kenne aber Leute, die sie regelmäßig nehmen als Prophylaxe/Unterstützung bei chronischen Atemproblemen.
Ja - auch meine Erfahrung privat und im Job, ist alles hilfreich. Ergänzung zu 4. -> ich mag die Atemübungen beim Qi Gong
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #1...und vermutlich hausstauballergie
Das würde ich genau abklären lassen...wenn es nämlich von den Hausstaubmilben mit verursacht wird, ist das eine große Stellschraube an der du drehen kannst. Wenn es mit an den Milben liegt, hilft alles andere nicht wirklich, wenn die Milben weiterhin reizen. Sind sie mit ein Hauptgrund, dürften sich die Beschwerden sichtlich reduzieren, wenn du die Hausstaubmilben reduzierst. Und andere Maßnahmen können dann eher ihre Wirkung entfalten, weil sie nicht mehr von der allergischen Reaktion torpediert werden.
Nach meiner Erfahrung ist das bewusste Atmen an sich das Wichtigste: im Alltag sind wir oftmals viel zu flach-atmig unterwegs, so dass wir gar nicht unsere komplette Lunge nutzen. Viel in Räumen sitzen - winters mit Heizung oder sommers mit Klimaanlage - sorgt oft für viel zu trockene Schleimhäute, weshalb ich Atemübungen auch gerne draußen in der Natur beim Spaziergang oder auf Balkon einbaue. Das ist dann ein achtsames Gehen und man kann sich gut auf die Schritte konzentrieren beim Einatmen und Ausatmen.
So, ihr alle. Ich musste mich erst einmal sortieren und sage ein riesengroßes Danke für eure lieben Tipps und Hinweise, besonders KlareKante und WhiteTara. Es ist tatsächlich so, dass vor über einem Jahr bei den Pricktests unterschiedliche Resultate herauskamen, zuletzt Meerschweinchen. Ansonsten Hausstaub und Frühblüher, also dieses Programm. Um es genauer zu bestimmen, hätte man eine Provokation machen müssen. Das hat man aber aufgrund Corona gelassen. Ich bin also vollumfänglich ausgestattet mit Encasings und Nasendusche und Cortisolsprays. Ein Lungenfacharzt meinte zu mir, ich hätte ein gutes Lungenvolumen, einfach empfindliche Schleimhäute. Die Atemleistung einer verstopften Nase würde einfach von der Lunge übernommen. Leider benutze ich die Nasendusche zu selten und das Lungen-Cortisolspray macht mich unvernünftig und ganz bockig. Ich will das Zeug nicht in mir drin haben. Das Cortisol-Nasenspray verursacht mir bei längerem Gebrauch blutige Nasenschleimhäute. Also lasse ich das sein. Zudem war die Nase diesen Winter ohne Cortisol häufig überwiegend frei, trotzdem hatte ich mehrfach Bronchitis. Momentan habe ich tatsächlich eine verstopfte Nase, woher auch immer. (öh, Frühblüher? - Ich habe hier noch Lora-dingsda herumliegen, vielleicht nehme ich das heute abend mal und beobachte das). Von Ärzten hatte ich seit vorletztem Winter die Nase voll, ich bin zwischen Hausarzt, Lungenarzt und Allergologe im Dreieck gependelt und es kam nichts dabei heraus. Da Corona noch nicht vorbei ist, ist von dieser Seite auch nichts zu erwarten.
Die Bücher von Leo Pruimboom / Daniel Reheis und James Nestor bestelle ich mir super gern. Ich bin ein großer Fan von Heilung durch Nahrung. Milch kaufe ich auch gar nicht mehr.
Ok, ich komme mit den günstigen Kapseln so gut klar wie mit den teuren Gelomyrtol und da ich die Dinger Anfang 2020 ziemlich lange genommen habe war es eine reine Kostenfrage.
Bzgl dem Fichtennadelgelee - das ist auch eine gute Lösung. Aus den jungen Zweigen kann man auch einen Tee aufbrühen, der hat auch so einen "Lufthol Effekt ".
Caramia, meiner Schwiegermutter ist das mit Tortenfüllung auch mal passiert. Sie hat zwei Packungen After Eight geschreddert und unter die Sahne gehoben, als Notfallösung, das hat den Geschmack ein wenig "gehoben" .
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #21 ... einfach empfindliche Schleimhäute...
Dann solltest du genau die sorgsam pflegen!
Wenn die Hausstaubmilben ein Trigger für deine Schleimhäute sind, dann schicke die Milben mal konsequent ins Nirwana -> Umrüsten bei Bettwaren etc. etc. etc. Oder geh beim Doc nicht wieder raus, bis genau der Punkt genauer abgeklärt wurde, weil du eben keine Lust hast, alles auf den Kopf zu stellen und dann sind es womöglich gar nicht die Hausstaubmilben.
Nasendusche zu selten benutzen, finde ich ungeschickt: es ist so eine simple Angelegenheit und man malträtiert den Körper nicht mit irgendwelchen medizinischen Bomben, sondern pflegt die Schleimhaut mit physiologischer Kochsalzlösung. Mach das regelmäßiger! Gerade jetzt, wenn evt zusätzlich blühende Pflanzen die Schleimhäute reizen können.
Nasenschleimhaut freut sich auch über eincremen mit Kokosöl oder Nasenspray zur. Befeuchtung mit nichts als physiologischer Kochsalzlösung/Meerwasser. Auch den Bronchien tut es gut, einfach mit Salzwasser inhalieren.... ich muss morgen früh noch etwas nachlesen und kann dir dann evt. Links hier einstellen aus der Aromapflege zur Schleimhautpflege und auch für die Bronchien (gut gepflegte Schleimhäute sind besser gewappnet gegen Infekte)
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #24WhiteTara - ich kann ja momentan gar nichts abklären (schrieb ich ja oben). Aromaöle reizen die Schleimhäute doch aber?
Es kommt darauf an.
Du kannst über Duftlampen arbeiten, hat zusätzlich den Vorteil, dass die Raumluft nicht zu trocken wird. Ich finde beispielsweise Mischungen aus Thymian, Oregano und Lavendel, Zeder, Lorbeer, aber auch frischere Zitrusdüfte angenehm und wende sie auch in meiner Praxis unterstützend an. Es gibt Seiten im www und auch Bücher, die sich mit der Wirkung von ätherischen Ölen, die ja letztlich die "Waffen" der Pflanzen beinhalten, befassen. Hier ein möglicher Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise https://aromapraxis.de/aroma-schule/aeth...tliche-studien/.
Ein wichtiger Aspekt sind beispielsweise Terpene in ätherischen Ölen und Entourage Effekte.