Ich hab mir zwar schon den 20.11.25, ein Donnerstag, im Kalender notiert, aber es wäre ganz gut, wenn du nochmal drauf hinweist,Eva. Das ist ja bestimmt ein wichtiger Termin, an dem Tag denke ich überwiegend nur an dich und an dein Häuschen mit rot umrankten Blättern ... so schööön ... das steht beides für mich mit dir in Verbindung.
Ich wollte mich nur mal kurz melden. Leider geht es mir noch nicht wieder wirklich gut. Eigentlich wollte ich zum Geburtstag von meinem Enkel fahren, aber geht nicht. Ich warte jetzt auf meinen Termin Anfang November Liebe Grüße
Das ist schön, dass du zwischendurch mal piepst, Orangegrüne. Ich finde das gut.
Bist du mit deinem Bluthochdruck in ärztlicher Behandlung? Ich wurde medikamentös eingestellt und bis jetzt hält sich der Blutdruck tapfer. Die Notfallmedizin ist sicher schon abgelaufen, ich lasse die Tropfen aber im Küchenschrank stehen ...vielleicht reicht auch der Blick auf das Fläschchen, dass der Blutdruuck da bleibt, wo er sein soll?
Nur mal so nebenbei: weiss dein Hausarzt von deinen anderen Problemen und vom Alkohol? Auch der hätte was für dich, was dir dein Leben derzeit erträglicher machen könnte.
Weiterhin gute Besserung für dich und alles Gute. Kraft und Mut und Ausdauer wünsche ich dir für alles, was du in Angriff nehmen möchtest.
Ihr Lieben, Orangegrün, du schreibst, du hattest nie gelernt, angemessen mit Gefühlen umzugehen. Das ist bei mir genauso und ich lerne sehr langsam, das zu ändern. Manchmal klappt es inzwischen. In meiner Familie wurde auch viel nicht ausgesprochen.
Eva, diese langen Wartezeiten... Du liest dich sehr gefasst.
Lyanna, du bist hier und antwortest. Das ist so tröstlich.
In meiner Arbeit gibt es Entlassungen, das ist nicht schön. Diesmal bin ich noch nicht dabei, vielleicht bei der nächsten Runde. Ich hatte damit gerechnet und war in der ersten Planung auch betroffen. Ich hatte Zeit mich darauf einzustellen, eine Abfindung zu bekommen und mir dann was anderes zu suchen. Oder mich neu zu erfinden. Und nach dem ersten Schrecken fand ich die Vorstellung toll, etwas neues anzufangen. In meinem Job werde ich in meinem Alter wahrscheinlich keine Festanstellung mehr bekommen, wäre nicht so schlimm.
Liebe Katta, ich freue mich sehr, dass du doch noch mal etwas von dir geschrieben hast. Da stehen ja nach vielen Ereignissen nochmal gravierende Veränderungen an, fein, dass du dich wenigstens an den Gedanken gewöhnen konntest, dass sich beruflich etwas verändert und damit vielleicht auch privat?
Keiner weiss ja wirklich, was eine grössere Veränderung mit sich bringt. Ich lese ja in vielen Kategorien im Forum und freue mich, auch mal was anderes zu lesen als Politik, weil sich durch die Diskussionen hier und auch im Fernsehen sowieso nichts ändert. Doch wenigstens können Schreiber h8n und wieder mal ihre Meinung zu betsimmten Themen loswerden, wenn "man" sie lässt ... Reden und schreiben ist zwar nicht schlecht, aber es ist meist besser, auch ins Tum zu kommen, nicht immer nur jedes Wort oder jede Regung zu zer-reden ... ach, ich komme ab vom Thema ... jedenfalls hab ich in DIESEM Strang die letzten 3 oder vier Seiten gelesen und freue mich richtig, wie das ausgegangen ist, obwohl ich vorher nie in dem Strang gelesen habe. Vielleicht ist er für dich ja auch interessant, liebe Katta?
Ich liiieebbe es, wenn user irgendwann mal schreiben, wie sich die eigentlich unmögliche Situation irgendwann dann doch noch aufgelöst hat (oder auch nicht). Dass sich bei der Userin sowas ergibt, damit hätte ich nicht gerechnet. Toll. Vielleicht sollte ich das im betreffenden Strang mal schreiben, der macht doch Hoffnung, finde ich. Für mich nicht mehr, aber für manch anderen, der noch im Berufsleben steht...
Lass doch mal wieder von dir hören, Katta, ich freu mich jedenfalls echt und ehrlich darüber, wenn du hin und wieder mal piepst ...
steht der Termin morgenn noch oder hat sich was anderes ergeben`?
ich werde jedenfalls mit meinen Gedanken bei dir sein, ähnlich, wie wenn ich von euch zum Zahnarzt begleitet werde ... das fand ich immer ganz toll, und die Sache war beim Zahnarzt war dann auch für mich ratzfatz erledigt. Piepe doch bitte mal, wenn der Termin abgehakt ist. Neugierig bin ich ja immer noch, das wird sich in diesem Leben wohl auch nicht mehr ändern ...hihihi.
Von 10. 00 bis 17.00 war ich in der Klinik, zich Untersuchungen und dann endlich zum Arztgespräch.
Alles erklärt bekommen mit Vorteilen und Risiken. Es wurde mir zur Wahl gestellt: Ein "neu" zugelassenes Medikament [Mavacamten] oder eine Ablation [OP bei der ein kleiner Herzinfarkt ausgelöst wird um die Herzwand zu verschmälern]
Ich habe mich für das Medikament enrschieden, die Ablation geht ja im Fall, das es nicht anschlägt, immer noch.
In Urlaub darf ich, auch der lange Rückflug stellt kein besonderes Risiko dar.
Noch wichtiger für mich, das Sertalin, Medikament gegen Depression darf ich weiterhin nehmen. [das hatte mein Therapeut schon gewechselt, Escitlopram darf ich nicht mehr nehmen]
Sie hatten mich vorgeschlagen und gebeten an einer Studie zu Mavacamten teilzunehmen und dafür komme ich jetzt doch nicht in Frage weil ich die Herzwandverdickung auch vom Alk haben könnte. Die Ärztin ist sich allerdings sicher, es sei genetisch, da ja Mutter und Oma am plötzlichen Herztod gestorben sind. Es wurde ein Gentest angeordnet und Sohn soll auch dringend eine Untersuchung machen lassen.
Über Defibrilator wird im nächsten Termin nochmal beraten.
uuuuffffzzz
jetzt noch 4 Tage Arbeiten am nächsten Donnerstag ist meine Verabschiedung. Gleich danach ist die Urnenbeisetzung meiner "Schwiegermutter"
am Mittwoch davor wird mein ehemaliger Trauzeuge beigesetzt. Er hat das Trinken nicht lassen können...seine Frau schrieb "nach unheilbarer langer Krankheit"
... fragt mich nicht, wie es mir geht... keine Ahnung....
muss sich alles erstmal setzen
doch, mit dem "Wissen" wie die Möglichkeiten sind, geht es besser.
Auch wenn es sich "überwältigend" liest, was du alles zu bewältigen hast, liebe Eva, so ist das, was du heute erfahren hast, doch erstmal tröstlich, oder? Wie immer: ein Schritt nach dem anderen ... ich selbst hätte ja meist auch gern alles auf einmal erledigt. Das mit der Herzwandverdickung durch Alkohol gibt mir auch zu denken ...
Ich lese auch oft Todesanzeigen ...nach langer unheilbarer Krankheit ... ich habe noch nie darüber nachgedacht, dass es sich dabei um Alkoholismus handeln könnte?!
Toll finde ich, dass gegen einen Urlaub mit Flugreise ärztlicherseits nichts einzuwenden ist. Dann auf nach Panama ...oder vielleicht hat sich das Ziel verändert?
Wirst du aus dem Job verabschiedet in endgültige Rente, Eva? Oder nur so über Weihnachten bis ins neue Jahr? Wie auch immer ...ich wünsche dir, dass es dir danach besser geht als jetzt im Moment
Ansonsten sehe ich das auch so: das, was ansteht, muss sich erstmal setzen. Alles Liebe für dich und auch für alle anderen, die hier reinlesen ... Liebe kann niemals den Falschen begegnen.
ja, auf nach Panama Das wird meine RentenReise. Ja, ich höre auf, nicht nur weil die Ärzte es raten, ich sehe es auch ein.
H. geht im Juni 26 in den Ruhestand, nimmt jetzt schon keine langwierigen Fälle mehr an - es ist einfach mal "gut" jetzt.
Ich werde im nächsten Schulhalbjahr nur noch 1 mal die Woche eine AG leiten, das ist 1 Stunde auf Ehrenamt und doch gut vergütet. Ich brauchs wohl, dieses Gefühl von gebraucht werden ;-)
Ja, der Alk bietet nicht so viel Leichtigkeit wie wir uns anfangs vorgauckeln liessen.
Es gibt jede Menge Todesfälle, die darauf ursächlich zurück zu führen sind. Unfälle, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Leberzirrose, Bauchspeicheldrüse oder die lange Version Korsakow.... erstrebenswert ist davon nichts.
Hat uns das im Konsum interessiert ? nein, nur dumme Sprüche, die lustig sein sollten, gabs.
Für meine angeborene Herzwandverdickung, war der Alkohol mit Sicherheit nicht förderlich. Hätte ich es gewusst, mir wäre es wohl auch egal gewesen, getrunken hätte ich trotzdem. Es ist nunmal eine SUCHTerkrankung.
Ich hatte den Tip auch in unsere WhatsAppGruppe vom Meeting gestellt. Ein recht junger Mann sagte dann gestern, wie toll und echt er den Film fand. So viele "Kleinigkeiten" die wir kennen. An dem Drehbuch muss einer mitgeschrieben haben, der genau weiß wie es läuft. Besagter meinte auch, er hätte jeden Schluck gespürt, den sie getrunken hat.
Den Film "der Rausch" kenne ich auch. Da habe ich auch wenig mitgenommen. Höchstens dass sich der Pegel immer weiter erhöhen muss, auch Promille kann man sich antrainieren. Ein gestandener Trinker geht arbeiten mit Werten, die wären für ungeübte Menschen wohl schon toxisch.
Gestern im Meeting 17 Personen. Besonders schön, es kommen auch "Neue" die bleiben, bzw öfter kommen.
Wenn alle geblieben wären, die ich im Laufe der gut 7 Jahre gesehen habe, brauchten wir heute die Stadthalle.
Da wir gerade bei Filmen sind, liebe Eva, kennst du den Film "Dunkle Tage" mit Suzanne von Borsody?
Das war einer der härtesten deutschen Filme, die ich zu diesem Thema gesehen habe. Möglich, dass es ihn auch in der Mediathek gibt. Ich habe ihn noch nicht gesucht ...ich scheue mich davor, ihn noch mal anzusehen ...
Überhaupt ist in der Zeit, wo hier nur wenig geschrieben wurde, soviel bei mir an die Oberfläche gekommen, wie ich es nie gedacht hätte. Ich bin eine ganze Weile wie das "wandelnde schlechte Gewissen" rumgerannt und habe mich gefragt, wielange ich das noch aushalte, ohne nach irgendetwas zu greifen, was mich letztendlich einknicken lässt ...
Jeden, aber auch wirklich jeden habe ich beneidet, der kein Gewissen hat ...davon gibt es so einige ... ich hätte auch lieber keines. Manch einer kann sein Gewissen auch gut wegdrücken ...beneidenswert.
Allerdings ist mir auch bewusst, dass das, was ich mir so schwer oder gar nicht verzeihen kann, längst erledigt ist, es ist teilweise 60 Jahre her, und wir alle haben überlebt, mehr oder weniger geschädigt. Am liebsten hätte ich Absolution, doch die kann ich mir nur selber geben!
Ich sah einen Film, wo jemand zur Beichte ging. Da hab ich mir gewünscht, ich wäre noch katholisch, würde beichten, 2 Ave Maria, 10mal Rosenkranz und der Pfarrer hätte es gerichtet. Das hat was ganz Verführerisches für mich in dem Moment bedeutet. Ob es mir dann besser ginge? Ich werde es nicht wissen, wenn ich es nicht ausprobiere ...kann mir aber nicht vorstellen, dass es mir was bringt. Hat das schon mal jemand probiert hier von uns?
Fakt für mich ist immer und mehr denn je: nichts ist weg, alles liegt irgendwo rum, bis es für denjenigen Zeit ist, sich daran zu erinnern.
Ich habe sowas auch bei einigen Patienten erlebt, die kurz bevor sie starben, an irgendwelchen Geschichten zu knacken hatten ... nicht unbedingt Alkohol, aber es gibt ja auch noch so einiges andere, womit mancher nicht fertig wird. Wegwischen ist nicht, es kommt immer wieder, bis es von mir gänzlich angesehen, angesprochen und ausgesprochen ist ... jedenfalls ist das meine Erfahrung.
Vielleicht ist das bei mir auch so eine Art Beschäftigungstherapie, damit mir nicht langweilig wird? Würde ich noch arbeiten, hätte ich gar keine Zeit, mich mit den "tiefergelegenen Dingen" zu beschäftigen.
Doch scheinbar will ich es so haben, sonst könnte ich mir ja auch jeden Tag Besuch einladen und mit dem Besuch kakeln, dann hätte ich gar keine Gedanken frei für mich.
Ich habe in gut 15 Jahren Gruppe auch sehr viele Menschen gesehen und viele von ihnen kennengelernt, es kamen welche dazu, es blieben welche weg, manche sind zu Internethilfe übergegangen.
Allen, allen wünsche ich , dass sie dieses Leben packen, so gut jeder es kann. Ich versuch es auch ....
Hab geguckt, den Film gibt es auf Prime, kostet nicht viel. Das ist schwere Kost, ich habe eine Kritik gelesen und eine Vorschau gesehen Werde ich mir ansehen, hebe ich mir auf für nächste Woche. Möchte beim ansehen alleine sein.
Du sprichst Dein schlechtes Gewissen an. Im Zusammenhang mit dem Film ? Ich kann nur von mir sprechen, ich habe das nicht. Falls volljährig sein, als erwachsen gilt, mein Sohn wars bis das mit dem Alkohol bei mir ausuferte.
hmmm, gutes und wichtiges Thema. Natürlich habe ich meinem Umfeld und meiner Familie auch Sorgen bereitet. Aber, mein Mann hat mich stängig kontrolliert und gegängelt, da kam mein Trotz hoch. Meine damalige Schwima sagte mal ich solle IHR das doch nicht antun ! Die hatte es gerade nötig, ihre "Migräne" kam ja nur zufällig nach den Würfelabenden mit viel Asbach. Sie war abet nach meiner Ansicht nicht süchtig.
was brabbel ich manchmal hier vor mich hin ;-) tut mir aber gut
Hallo zusammen hier ein kleiner Piep von mir. Das Wichtigste zuerst: Es bleibt dabei - kein Alkohol für Sylvestris. Es gibt zwar noch immer Situationen, bei denen mir in den Sinn kommt: Hier hattest du mal ... weißt du noch ... früher musstest du Trinkzeiten planen; aber sie berühren mich kaum noch.
Zitat von lyanna im Beitrag #3391 Ich sah einen Film, wo jemand zur Beichte ging. Da hab ich mir gewünscht, ich wäre noch katholisch, würde beichten, 2 Ave Maria, 10mal Rosenkranz und der Pfarrer hätte es gerichtet. Das hat was ganz Verführerisches für mich in dem Moment bedeutet. Ob es mir dann besser ginge? Ich werde es nicht wissen, wenn ich es nicht ausprobiere ...kann mir aber nicht vorstellen, dass es mir was bringt. Hat das schon mal jemand probiert hier von uns?
Ich denke mal, es muss kein Priester sein, der in solchen Momenten helfen kann. Wichtig ist ein Mensch, der wirklich und ohne Bewertung zuhört. Ich kenne Katholiken, die in ihrer Kommunionszeit das erstemal beichten mussten und sich durch den Geistlichen gedrängt fühlten, irgendetwas zu erzählen, weil er der Meinung war, es gebe keine von Grund auf sündenfreie Kinder. Dann ist die Beichte mit so viel negativen Gefühlen aufgeladen - da gehst nicht hin, wenn du wirklich Probleme hast. Vorstellen könnte ich mir schon, dass es Erleichterung verschafft. Die Beichte macht nichts ungeschehen - aber sie kann den Blick auf einen selbst verändern. Als Jugendliche hatte ich mal ein Zusammentreffen mit einem Mönch. Wir unterhielten uns und ich hatte das Gefühl, er versteht alles. Er war wohl eine Ausnahmeerscheinung. Bräuchte ich ein Bild für "Weisheit" so würde ich diesen Mann nennen. Ansonsten kann ich mit Religion nichts anfangen - außer in geschichtlicher und evolutionärer Hinsicht; da ist die Beschäftigung mit Religionen sehr spannend.
Den Film "Der Rausch" sah ich vor einiger Zeit. Ich war etwas gespalten. Einiges fand ich berührend - vor allem wenn ich mir überlege, was Gruppendruck anrichten kann; aber mir erschien die Idee, ein stetiger Alkohollevel führe zu einem intensiveren Leben sehr befremdlich. Ich schreibe ja gern, Geschichten & Co, da wurde ich auch schon gefragt, ob das Glas Rotwein nicht dazu gehören würde. Ich kann nur sagen - nein, das funktioniert so nicht, es führt nicht zu einem Kreativitätsschub. Und wer nur mit Alkohol kreativ sein kann, hat ein Problem. Da ließen mich die Filme "Wie ein Licht in der Nacht" und "Dunkle Tage" wirklich nachdenklich zurück.
wie schön, dass du mal wieder gepiept hast. Ich jedenfalls freue mich sehr darüber. Hab direkt ein heimeliges Gefühl bekommen, als ich sah, dass du geschrieben hast ...das sagt ja schon viel aus.
Vor ein paar Tagen fand ich diesen Spruch von Marc Aurel. ich finde ihn so gut und glaube, dass viele hier den schon lange befolgt haben, ohne den Spruch zu kennen.
Dennoch: „Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das heißt, ein neues Leben beginnen.“
Bei mir hat das Alter zugeschlagen und lässt mich eigentlich schweigsam und stille sein ...bin froh, dass ich mich wenigstens nicht mit Alkohol abplagen muss, obwohl ich schon manchesmal gedacht habe: irgendwie war das andere leichter und lustiger, bis es eben nicht mehr leicht und lustig war. Bislang hat mir noch keiner gesagt, dass manche Beschwerden alkoholbedingt sein könnten, so kann ich mich trotzdem nicht darauf verlassen. Es wäre kompletter Wahnsinn und aktive Selbstzerstörung, wenn ich nach all dem, was ich weiss, wieder anfangen würde, zu trinken, wobei ich jetzt schon wüsste, dass es nicht bei einem Glas bleiben würde ...
Irgendwann hat mal einer gesagt: Alkoholiker ist "man" sein Leben lang.
Jaja, hab ich gesagt, ohne zu wissen, was das bedeutet ...heute weiss ich es. Es ist noch da, das Suchtgedächtnis, nach einem fast halben Leben erinnert es sich noch an ein wohliges sanftes Dahindämmern, an die aufsteigende Fröhlichkeit, an den Mut, Dinge zu tun, die in nüchternem Zustand niemals stattgefunden hätten ... Angst ..was ist das? Anfangs fand ich das ganz gut und prickelnd, bis irgendwann eines Tages, ich es nicht mehr gut oder prickelnd fand und ich nicht mit und auch nicht ohne leben konnte, mochte, wollte. Das hatten wir schon alles in all den Jahren, aber ich erinnere mich des öfteren recht genau an das, was und wie es war, furchtbar. Nichts ist je weg ...das kann ich immer wieder nur bestätigen.
meine Erinnerungen habe ich mit in "mein neues Leben" genommen, ich hätte sie gern aussen vor gelassen. wenn ich gewusst hätte, wie sehr sie mich verfolgen ... Auch hätte ich mir nicht vorstellen können, dass solche Erinnerungen übrigbleiben und hochkommen würden, denen ich nicht wohlgesonnen bin und bei denen ich Probleme habe, sie mir selbst zu verzeihen.
Das ist Leben und bei jedem schlägt was anderes zu Buche. Mir selbst tut es gut, es mir von der Seele schreiben zu dürfen, immer noch und immer wieder: Alles raus, was keine Miete zahlt!
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und hoffe, dass es euch gut geht. Lasst euch von dem Big Black Friday nicht einfangen ...ich bin dem schon vor Jahren mal aufgesessen ...hat sich nicht gelohnt.
Ich wünsche uns allen einen schönen, gemütlichen ersten Adventssonntag ... nun ist sie da, die Vorweihnachtszeit ... ich hab ja schon vor ein paar Monaten gesagt: noch ein paarmal schlafen und dann ist Weihnachten ... nun isses fast soweit.
ein kurzer Gruß von mir und eine schöne Vorweihnachtszeit wünsche ich euch.
Ich bin jetzt dreimal zur Therapie gewesen und es tut mir gut. Körperlich bin ich auch wieder einigermaßen fit, ich hoffe, es bleibt so. Außerdem habe ich mich endlich auf eine behindertengerechte Wohnung beworben, mal sehen, gibt ja noch mehr Interessenten. Mal schauen ... Liebe Grüße
wie schön, dass du gepiepst und einen Vorweihnachtsgruss hiergelassen hast, danke dafür. Gut, dass du körperlich einigermassen fit bist, ich wünsche dir, dass es so bleibt oder noch besser wird. Gehst du noch weiterhin zur Therapie? Wenn es dir gutgetan hat, bietet es sich ja förmlich an, und wo du jemanden gefunden, der das mit dir in Angriff nimmt, ist es ja fast ein Sechser im Lotto! Ich drück dir die Daumen für ein passende Wohnung für dich. Bist du Mitglied in einer Wohnungsbaugenossenschaft? Dann könnte es ja relativ schnell gehen, dass du eine bekommst. Wünsche ich dir so oder so.
Mir selbst geht es durchwachsen aber nicht schlecht. Es sind schon einige Kollegen freigestellt, die anderen folgen Ende des Monats. Wir hatten eh schon viel Platz auf unserer Etage, aber jetzt ist der Trakt, in dem ich sitze, fast verwaist. Die Abschiede sind schlimm, ich bin seit bald 18 Jahren in der Firma und die meisten waren schon vor mir hier. Und dann ist nächste Woche auch noch meine Therapie zu Ende.
Suchtdruck (nach Alkohol) habe ich zum Glück nicht, aber es gab jetzt einige Abende, wo ich unbedingt viel essen musste. Und ich bin sehr froh, dass es "nur" essen ist und nicht saufen. Die Mechanismen dahinter sind natürlich ähnlich.
Ich versuche, wieder einen Platz in der neuen Konstellation zu finden, ein bisschen Zeit muss ich dem ganzen schon geben, aber mein Herz hängt nicht mehr an dem Laden. Das ist traurig und irgendwie auch befreiend. Ich fand meine Arbeit schon lange oft sinnlos, nur Geld verdienen ist mir zu wenig, und langsam freunde ich mich damit an, dass ich selbst etwas ändern darf, auch ohne die komfortable Situation mit Abfindung und Freistellung.
Die Arbeit und Kollegen waren mir eine riesige Stütze, nachdem mein Lebensgefährte verstorben war. Und auch jetzt bin ich froh über die Struktur. Vier Tage die Woche das Haus verlassen zu müssen nervt zwar, aber tut mir gut.