Seit August letzten Jahres nutze ich ein nigelnagelneues Induktionskochfeld von Siemens mit Kochzonen, Bratautomatik, slide-Funktion, Muldenlüfter... also wohl ein hochwertiges Gerät. Aber so richtig begeistert bin ich nicht: Ich empfinde die Hitzeentwicklung als sehr ungleichmässig. Beispiele: Der Bratsensor piepst, wenn die Pfanne bereit ist, Gargut aufzunehmen. Ich verteile also meine Bratlinge darin. Und dann ist es leider - egal, welches Pfannenmodell ich verwende, egal, ob ich Bratlinge, Frikadellen oder was auch immer brate - in der Mitte ist ein breiter Streifen, in dem alles gleichmässig gebrutzzelt wird, weiter außen - und da meine ich nicht den äußeren Rand - bleibt das Bratgut blass. Ich koche Karamell: in der Mitte wird es bereits bräunlich, links und rechts davon bleibt der Zucker blass und wenn ich dann anfange zu rühren, kristallisiert der Zucker wieder. Ich habe mit einem Infrarotthermometer nachgemessen: es gibt je nach Topf/Pfanne und Zubereitungsart Unterschiede von ca 10 bis 20°C, am dollsten bei der mitgelieferten Grillplatte von Siemens von mehr als 40°C. Oben brutzzeln die Steaks, unten wird das Fleisch grau. Die Frau vom Küchenstudio sagt: Hat sie noch nie gehört. Der Siemens-Außendienstler sagt: Hat er noch nie gehört und schickt einen Kundendienstmonteur. Der Kundendienstmonteur guckt sich das an und sagt: Das ist der Stand der Technik, da kann ich nichts reparieren.
Das Problem tritt durchgängig auf: bei Töpfen (mit Sandwichboden, Marken wie Silit, WMF, KitchenAid), Pannen (WMF, Rösle), Schmortopf, Grillplatte...
Wie ist das bei Euch? Was mache ich falsch? Gehört dieses Gedrehe, Gewende und Umstapeln zum Alltag einer Induktionshochfeld-Hausfrau?
Ich hatte vorher 30 Jahre lang verschiedene Gasherde, da hatte ich so ein Problem nicht.
Ich habe seit gut 5 Jahren ein Induktionskochfeld mit (leider noch) festen Kochzonen. Auch von Siemens. Bratsensor hab ich nicht.
Ich bin absolut begeistert, vor allem von der Schnelligkeit und Reaktion, und möchte nie wieder mit was anderem kochen.
Das, was du beschreibst, kenne ich von einem speziellen Topf: Der scheint auf einer Seite besser heiß zu werden. Ich habe die Seite wegen der Überprüfbarkeit mit dem Edding markiert. Die Rösle-, Silit- und WMF-Töpfe und auch die Pfannen haben das Problem nicht, auch meine Uralt-Edelstahltöpfe aus den 80ern werden sehr schnell heiß.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Das könnte an den Töpfen/Pfannen liegen. ich würde doch die Hersteller kontaktieren. Bei mir (seit über 15 Jahren Induktion) reagiert dieselbe Kochstelle unterschiedlich je nach Topf, die meisten nach Wunsch und egal wo, aber eine kleine Stielkasserole und ein kleiner Topf ausschließlich auf auf den "kleinen" Zonen (noch ohne slide). Mich hat das auch genervt und geärgert, weil schließlich hochwertiges Gerät und bei einem Zweit- oder Dritt-Anruf kam ich an eine Bearbeiterin, die mehr wusste und mir das auch erklären konnte. Sie hat mir dazu auch einen Fach-Text geschickt, der ist leider auf einem deaktivierten Rechner, aber bei Gelegenheit werde ich das nochmal ausgraben. Hilft dir jetzt nicht akut
Also doch das Kochgeschirr. Dann wäre das aber wirklich ansteckend: Bei meinen bereits auf Gasherd verwendeten Töpfen könnte ich das noch mit Kleinst-Kratzern eben vom Geschubber auf dem Gasherd erklären, aber Schmortopf und die drei neuen Pfannen haben noch nie was anderes erlebt als dieses Induktionskochfeld und sind grad mal ein halbes Jahr alt.
Dieser Fachtext täte mich wirklich interessieren. Der Kundendienstmonteur war leider nicht auskunftsfreudig. Er wies auf die 6-eckige Fläche hin, die erwärmt wird, aber da bin ich weit davon entfernt. Ich beklage mich nicht über die alleräußeren Ecken.
bitte bedenke, dass die Gewährleistung Deines Händlers endlich ist. Daher meine Empfehlung: Wende Dich an den Händler, schildere das Problem und fordere Abhilfe. Wenn sämtliche Töpfe und Pfannen versagen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es daran liegt. Ich würde darauf bestehen, dass jemand vor Ort mir demonstriert, dass auf ALLEN Feldern eine gleichmässige Wärmeverteilung erreicht wird. Vielleicht ist es ein Anwendungs- vielleicht aber auch ein Produktionsfehler. Sich einfach darauf heraus zu reden, dass "man da nichts machen" könnte und "das noch nie aufgetreten" sei, ist nicht hilfreich. Bei DIR tritt das Problem auf. Du hast innerhalb der Gewährleistungsfrist Anspruch darauf, dass der Händler Dir ein funktionierendes Gerät zur Verfügung stellt. Ob das nun über Reparatur oder Austausch erfolgt, hängt vom Einzelfall ab - aber wenn Du jetzt noch länger wartest, hast Du keine Chance mehr. Es dürfte jetzt bereits problematisch werden.
Garantie ist immer Kulanz, darauf kannst Du meist nicht bauen.
Meine Schwester hat aus genau diesem Grund, den sauteuren neuen Induktionsherd aus der Küche geworfen. Kundendienst fand angeblich auch keinen Fehler, ob Kochgeschirr alt oder das extra dafür angeschaffte, es war und blieb ungleichmäßig verteilt.
Deswegen hat meine Küche ebenfalls kein Induktionskochfeld, obwohl mir beim Planen der Küche dieses als DAS Nonplusultra angepriesen wurde.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Der Kundendienstmonteur hat mit Hilfe von Thermopapier bewiesen, dass beim Kochgeschirr der Boden unterschiedlich erhitzt wird. Einige Bereiche sind dunkel, andere bleiben hell. Wir haben Wasser in Töpfen und Pfannen erhitzt und man sah, dass es an einigen Stellen blubberte und an anderen eben nicht. Der Monteur bestätigte, dass das nicht dolle ist, sagte aber auch: Das ist der Stand der Technik, da kann er nichts reparieren, das Kochfeld funktioniert so, wie es vom Werk her soll. Ich habe Filme mit dem Handy und dem Infrarotthermometer gedreht und zeige, dass es mehrere -zig Grad Unterschied innerhalb eines Topfes gibt. Die Frau vom Küchenstudio und ich, wir streiten uns nicht. Dass das Problem so auftritt wird nicht bestritten. Die einzige Abhilfe scheint aber wirklich der Kleinfeld'sche Weg zu sein und das Induktionskochfeld auszubauen. Meine geliebte Gaslösung würde leider sehr umfangreiche bauliche Maßnahmen voraussetzen.
Ich kann zwar nicht weiterhelfen, bin aber froh, dass ich mich vor drei Jahren beim Neukauf meiner Küche gegen ein Induktionsfeld entschieden habe. Ich fand es schlichtweg rausgeworfenes Geld, lauter neue Töpfe und Pfannen kaufen zu müssen und hatte auch Bedenken, dass jemand von uns mal mit einem Herzschrittmacher gesegnet sein und dann Probleme haben könnte.
Aber ich finde es allerhand, dass dieses "Non-Plus-Ultra" der Kochfelder offenbar noch nicht richtig ausgereift ist.
Zitat von MissTwist im Beitrag #11Kleinfeld - was ist deine Lösung? Gas?
Ceranfeld. Ich habe leider keinen Gasanschluss in der Küche, denn ich finde Kochen mit Gas nach wie vor am Besten.
Und meine Schwester hat sich nach dem Fiasko ebenfalls wieder einen Herd mit Ceranfeld geholt.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von MissTwist im Beitrag #11Wie machen das denn die überzeugten Induktions-Userinnen? Lebt ihr damit? Habt ihr das Problem nicht?
Ich bin ja schon mal beruhigt, dass ich nicht die einzige bin, bei der das auftritt.
Nun, wie geschrieben. Hier ist es ein einziger Topf, leider der "wichtigste", nämlich der fürs Hundefutter.
Ich hab immer eine Abneigung gegen Gas. In den Ferienhäusern im Süden und auch bei Freunden habe ich schon einige Brandopfer veranstaltet.
Ich kenne auch Küchenchefs, die praktisch nur noch mit Induktion arbeiten.
Für mich wäre der Verzicht auf Induktion eine große Einschränkung. Vor 3 Jahren hatte ich einen kleinen elektrphysiologischen Eingriff am Herzen, bei dem als sehr seltene Komplikation eine Schädigung des Erregungsleitungssystems vorkommen kann, de dann einen Schrittmacher erfordern würde. Ich hab mir tatsächlich nur den Kopf darüber zerbrochen, dass ich dann wieder ganz "normal" kochen müsste. :-)))
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Katelbach, als Alternative dann ein Ceranfeld mit Halogen? Nicht ganz so gut wie Induktion, aber in der Richtung wohl ganz gut. Meinen Wunschherd gab es nur als klassisches Ceran, sonst hätte ich die Variante genommen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Nora im Beitrag #15Katelbach, als Alternative dann ein Ceranfeld mit Halogen? Nicht ganz so gut wie Induktion, aber in der Richtung wohl ganz gut. Meinen Wunschherd gab es nur als klassisches Ceran, sonst hätte ich die Variante genommen.
Ich brauche zum Glück keine Alternative.
Halogen hatte ich bei meinem alten Gaggenau von 1989.
Ich finde an Induktion so bestechend, dass man schlecht zündeln kann. Ich selber hab zwar noch nie was angezündet, aber meine Mutter, die stark bewegungseingeschränkt war, hat aus Emailletöpfen mit Inhalt in kurzer Zeit rotglühende Glaskeramik fabriziert - etwas für die Raumfahrt - weil es einfach zu lang gedauert hat, bis sie aus dem Sessel hochkam und sich in die Küche bewegen konnte. Ich hatte diese verbreitete Zwangsstörung "Hab ich das Kochfeld ausgeschaltet?". Frag nicht, wie oft ich früher meine Nachbarin angerufen habe ...
Demnächst werde ich meinem Mitbewohner ein Induktionsfeld spendieren. Er schmeißt beim Heimkommen immer seine ganzen Papiere und Unterlagen sehr nah ans Kochfeld - die Küche kommt gleich nach dem Windfang. Und er ist immer in einem Tunnel, wenn er an einem Projekt arbeitet. Zum Einbau eines "Herdwächters" habe ich ihn zwar gezwungen, aber die Platten (auch Halogen zum Teil) bleiben lang sehr heiß.
Schön ist auch, dass die Zonen nicht lang heiß bleiben und dass nix einbrennt.
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Ok, das ist natürlich etwas, das nur das I-Feld bietet, dieses Sicherheitsfeature!
Und mein großes Kind hat, wo Du es grade erwähnst, die „lose-Rezepte-Sammlung“ mit einem interessanten Kreisrunden bräunlichen Muster verziert… (Falsche Platte angedreht, statt die richtige aus. Ja, ich verstehe den Vorgang auch nicht).
Ich kam aufgrund Kaffeedurst rechtzeitig in die Küche, um Schlimmeres zu verhindern. Kind war derweil schon wieder hinter dem Rechner verschwunden…
Immerhin wurde noch nicht mal ein Feuermelder-Testlauf draus.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von MissTwist im Beitrag #11Wie machen das denn die überzeugten Induktions-Userinnen? Lebt ihr damit? Habt ihr das Problem nicht?
Im Zweifel würde ich eher die Töpfe tauschen als die Induktion, die geb ich NIE MEHR her. Gas möchte ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr, das hatte ich einige Jahre in meinem Leben
Hast du die Töpfe vorher auf offener Gasflamme genutzt?
Soweit ich weiß, sollte man mit Töpfen und Pfannen, die auf einem Gasherd genutzt wurden, nicht auf Elektroplatten -herde welcher Art auch immer umsteigen. Das Nutzen auf der Gasflamme macht die Böden uneben, was beim Gas egal ist. Aber bei E-Herden haben sie dann nicht mehr gleichmäßig Kontakt.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Ja, das macht mich ja so stutzig: neue (teure) Pfannen, exklusiv auf dem Induktionskochfeld benutzt, lösten das Problem auch nicht. Und durch meinen Mitbewohner (❤️) kamen neuwertige Töpfe in meinen Wirkkreis, die noch nicht auf Gasflammen benutzt worden waren.
Wenn jetzt jemand den ultimativen Tipp hat und sagt, kauf Dir die XY-Töpfe, dann wird alles gut, dann würde ich den Versuch wagen. Ist jetzt der Zeitpunkt für Kupfertöpfe in meinem Leben gekommen?
Zumal ich keine gute Perspektive sehe: Gas wird nur mit sehr hohem Aufwand zu installieren sein, das werden wir nicht in Angriff nehmen. Und die Cerankochfelder, die ich von Ferienwohnungen kenne, sind auch nichts, wo ich mich drauf freuen würde. Dann wird es Induktion bleiben. Die Schnelligkeit, das Saubermachen,... das ist alles topp!
Wer weiß, wie alt die Ceranfelder in den Ferienwohnungen waren. Da wird auch weiterentwickelt. Ich bin mit meinem Cerankochfeld sehr zufrieden, es ist auch schnell heiß. Und gleichmäßig.
Ich finde das Problem spannend, habe aber keine Lösung anzubieten. Nur dass du vermutlich das Feld hast, das ich gerne hätte, wenn es nicht so teuer wäre.
Ich habe seit gut acht oder neun Jahren Induktion und meine Mutter noch länger und ich kenne das Problem weder von ihrem noch von meinem Herd, da ist die Heizverteilung gleichmäßig. Ich melde manchmal, dass manche Töpfe besser funktionieren als andere und ich habe manchmal Probleme mit kleinen Töpfen auf der ganz großen Platte, halte das aber für bauartbedingt.
Ich würde das Feld vermutlich reklamieren und den Einbau eines anderne Indiktionsfeldes verlangen, denn ich kenne das Problem tatsächlich so nicht und würde es aber auch nicht hinnehmen.
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #12und hatte auch Bedenken, dass jemand von uns mal mit einem Herzschrittmacher gesegnet sein und dann Probleme haben könnte.
An was für Probleme denkst Du ? Ich habe seit Jahren einen Schrittmacher und koche täglich auf einem Induktionsherd. Ich hatte bisher keine Probleme.
Die zehn Gebote Gottes enthalten 279 Wörter, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300 Wörter, die Verordnung der europäischen Gemeinschaft über den Import von Karamelbonbons aber exakt 25911 Wörter.