Zitat von schafwolle im Beitrag #465Für mich persönlich ist das Wichtigste bzw. der Ausgangspunkt beim sog. Normalprogramm der Fokus auf die Augenbrauen. Man kann Teint, Augen, Lippen noch so toll schminken - wenn die Augenbrauen vernachlässigt werden, wirkt der Rest nicht stimmig. Einige Frauen haben ja tatsächlich das Glück, von Natur aus schöne, definierte Augenbrauen in der passenden Farbe zu haben ... mein Neid ist ihnen sicher ;). Andererseits ist es kein Hexenwerk, selbst nachzuhelfen. Dafür gibt es heutzutage tolle Produkte, die einem das einfach machen. Gestern ist mir im Rahmen der WISO-Sendung eine Frau in einem Interview aufgefallen, die mich unwillkürlich an diesen Strang denken ließ. Tja, so weit bin ich schon ... Es war die Impfexpertin Dr. Anke Huckriede. Für mich ein gutes Beispiel dafür, wie unvorteilhaft unbearbeiteter Brauenwuchs aussehen kann. Und ja, weiters dachte ich tatsächlich, dass es schade ist, dass diese sympathische Frau offenbar keinen Wert darauf legt, *etwas mehr aus sich zu machen*. Ich hoffe, es ist überflüssig zu betonen, dass es sich hier um meine ganz persönliche Meinung handelt. Ich antizipiere aufgrund der Strang-Dynamik einfach mal, dass Andere das anders sehen können.
Das hast du sehr schön geschrieben, auch mit dem Hinweis auf deine eigene Meinung. Ich bin ja auch ein Augenbrauen-Fan - wie ich schon schrieb. Dieser Rahmen macht so viel aus im Gesicht. Bei mir ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht, deshalb wende ich die paar Minuten dafür auch auf, wenn ich den Tag alleine mit mir verbringe.
Dafür benötige ich kein Make-up, weil ich mit feiner Haut gesegnet bin.
Zitat von Gin im Beitrag #499Womit ich im Moment ein Problem habe - optisch - das sind die schwarzen /dunkelbraunen Balken, die sich die Mädels und junge Frauen ins Gesicht malen - oder stempeln?
Bei Augenbrauen variieren die Moden. Man denke an die schmalen Brauen in den 70ern. Junge Mädchen experimentieren auch gerne, probieren sich aus. Das gehört bei vielen zur Entwicklung dazu.
Gehe jetzt nur von mir aus: Weil Anerkennung ein gutes Gefühl gibt? Auch wenn ich mir selbst gefalle mit/ohne Enhancement und schön gekleidet - so freut mich ein Kompliment ( Du siehst heute gut aus ! ) doch ungemein und hebt meine Laune.
Zitat von ZeroZero im Beitrag #494 Aber wir reden ja über die Optik, die Oberfläche. Warum möchtest du die äußere Erscheinung objektiv beurteilen können?
Wenn Du Optik mit Oberflächlichkeit gleichsetzen solltest - kein Problem ;). Dann stehe ich dazu, dass die sog. Oberflächlichkeiten Teil meines Lebens sind.
Und ... es gibt sie schlichtweg nicht, die objektive Beurteilung meines (oder sonst jemandens) Aussehen/Styling. Die Wahrnehmung ist und bleibt eine subjektive Sache.
Auch der gesellschaftliche Rahmen, in dem wir uns bewegen, ist diesbezüglich nicht unerheblich. Da gibt es meist einen stillschweigenden Konsens darüber, was als gut/stimmig/passend erachtet wird und was nicht.
Zitat von Gin im Beitrag #499Womit ich im Moment ein Problem habe - optisch - das sind die schwarzen /dunkelbraunen Balken, die sich die Mädels und junge Frauen ins Gesicht malen - oder stempeln?
Bei Augenbrauen variieren die Moden. Man denke an die schmalen Brauen in den 70ern. Junge Mädchen experimentieren auch gerne, probieren sich aus. Das gehört bei vielen zur Entwicklung dazu.
Jaaaaa, die habe ich erlebt - und gezupft, aber glücklicherweise nie so schmal, dass die nicht nachgewachsen sind ! Glück gehabt.....
Für mich ist Schminken (oder auch anziehen, was mir an mir gefällt, oder eine Frisur, die ich an mir toll finde oder JA: eine gute Figur nach meinen Kriterien) einerseits ein Ausdruck von Selbstbestätigung. Ich mag das, dass ich mir gefalle. (ich gefalle mir auch ungeschminkt, nackt und so - aber eben AUCH aufgebrezelt und mal "anders") Ich hab einen eigenen Stil. Manchmal ist es Rüstung, manchmal fake it till you make it, machmal Spiel.
Eigentlich oft ist es Spiel.
Ich style mich gern mal so, mal so. Gerade mit Styling oder einer Betonung von Lippen, wenn man sonst da eher der Labellotyp ist oder umgekehrt Augen etc. und man sieht irgendwie bissl anders aus. Das finde ich toll.
Ich spiele gern. Mit mir.
Dass "schminken" in Deutschland nach wie vor so eine Art "soziokulturelles" Potenzial hat, wie dieser Strang zeigt, verblüfft mich -------- nicht.
Zitat von Avada im Beitrag #484Ich glaube, dass das wichtigste ist. Sich selbst zu spüren und das auch nach außen zu tragen. Wenn ein tägliches fullface-makeup zu jemanden passt (nicht optisch, sondern vom Gefühl her) finde ich das genauso schön, wie ein Naturkind mit allen Haaren, die da so sprießen können - eben so lang man fühlt, die Person ist da mit sich im Reinen und das ausstrahlt.
Meine Rede - es muss stimmig sein. Wenn er super zur Persönlichkeit passt, finde ich auch mal durchaus einen Look gut, der überhaupt nicht meinen eigenen Präferenzen entspricht.
Zitat von Gin im Beitrag #504Weil Anerkennung ein gutes Gefühl gibt? Auch wenn ich mir selbst gefalle mit/ohne Enhancement und schön gekleidet - so freut mich ein Kompliment ( Du siehst heute gut aus ! ) doch ungemein und hebt meine Laune.
So isses. Ich kleide und schminke mich in erster Linie, weil ich das für mich persönlich mag, aber es ist auch schön, wenn es wahrgenommen wird. Und ganz besonders freuen mich Komplimente in die Richtung meiner Aussage oben, wenn jemand sinngemäß sagt "das bist DU".
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
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Zitat von Orlando im Beitrag #496dass es die Ungeschminkten anscheinend manchmal überschätzen, wie viel Zeit man mit Schminken verbringt und wie das dann danach aussieht, wenn man wenig oder viel Zeit benötigt hat. Ich brauche für ein Full Face mit 9-10 Produkten so 5-6 Minuten. Und sehe danach ein bisschen mehr wie ich selbst aus. Nicht mehr und nicht weniger.
Danke für die Zahlen. Meine Angaben bezogen sich inkl. Föhnen und Styling der Haare, da habe ich ganz andere Berichte gelesen.
Reines "Anmalen" geht geübt bestimmt schneller.
Zitat von schafwolle im Beitrag #507Wenn Du Optik mit Oberflächlichkeit gleichsetzen solltest - kein Problem ;). Dann stehe ich dazu, dass die sog. Oberflächlichkeiten Teil meines Lebens sind. Und ... es gibt sie schlichtweg nicht, die objektive Beurteilung meines (oder sonst jemandens) Aussehen/Styling. Die Wahrnehmung ist und bleibt eine subjektive Sache. Auch der gesellschaftliche Rahmen, in dem wir uns bewegen, ist diesbezüglich nicht unerheblich. Da gibt es meist einen stillschweigenden Konsens darüber, was als gut/stimmig/passend erachtet wird und was nicht.
Ich habe Oberfläche geschrieben, keine Oberflächlichkeit. Das war genau so gemeint, deine Oberfläche, nicht dein inneres Wesen.
Und ich habe leider immer noch nicht verstanden, warum es dir für deine Beurteilung wichtig ist, wie Menschen deine Oberfläche/äußere Hülle sehen.
Anerkennung - ja, danke, damit kann ich was anfangen. Bekommt ihr die denn auf der Straße? Oder wo?
Zitat von Gin im Beitrag #508und gezupft, aber glücklicherweise nie so schmal, dass die nicht nachgewachsen sind !
Ich lese es häufig, aber meine Haare können leider nicht lesen. Sie wachsen nach wenigen Tagen immer wieder nach...
Zitat von Magalie_J im Beitrag #301Das heißt: Er kämmt sich morgens mit dem Schwamm? Wie praktisch
Danke, jetzt darf ich mir das Augen-Makeup neu machen ...
Ich hab's uebrigens die laengste Zeit so gehalten wie im EP beschrieben: Haare schoen (naja, was ich halt so zustandebrachte), eventuell Kirschlabello auf die Lippen, irgendwann hab ich mich an Concealer und Mascara getraut - ich durfte mich zuhause nicht schminken und konnte es in Folge auch nicht wirklich bzw. hab mich immer total bloed gefuehlt, so richtig das Gesicht dafuer hab ich nicht (zumindest nicht fuer viel Farbe/Kontraste und auffaellige Akzente).
Mittlerweile sind Grundierung (meine Haut ist sehr sensibel und zeigt ziemlich sofort alles, was falsch laeuft, und das ist hier einiges; immerhin merk ich es jedesmal, wenn ich wieder ausreichend schlafe, vernuenftiger esse und sich der Stress verringert - trotzdem schau ich nach dem Aufstehen standardmaessig aus wie eine Zombie-Statistin bei the Walking Dead) und Eyeliner (ich habe eher tiefsitzende Augen und trage eine Hornbrille, ohne Makeup wuerden sie klein und knopfig ausschauen) dazugekommen.
Schminken ist zwar mitterweile Teil der Routine, aber wirklich 'fuer mich' - ich mach das fast jeden Tag, egal, ob mich wer sieht oder nicht, genauso wie nette, zusammenpassende Kleidung anzuziehen und mir meine Frisur zu machen. Wenn ich das mal auslasse (weil wirklich keine Zeit), fehlt mir direkt was. (Ausser, ich hab einen legeren Tag und kann mich einfach nicht aufraffen; das ist dann auch okay. Aber ansonsten rangiert's fuer mich knapp ueber Zaehneputzen und Duschen. Und nein, das ist kein Angriff auf alle Nichtschminkerinnen, ich wollte damit nur zeigen, dass es eben ungefaehr ebensosehr fixer Bestandteil meines Tages ist. Was ja auch nicht immer so war, ich bin, siehe oben, eher spaetberufen - auch meine Naegel lackier ich erst seit ein paar Jahren und es macht mir ebenfalls grossen Spass; wer weiss, vielleicht aendert sich das alles in den naechsten Jahren und dann mach ich wieder wenig bis garnix ...)
Zitat von Pia im Beitrag #486Klar, aber, da habe ich vorher schon drauf hingewiesen, die Leute, deren Meinung ihr wichtig ist, urteilen da vielleicht völlig anders und haben andere Prios. Ich habe nach dem Nüsslein-Volhard Interview gesucht, in dem sie sich mal ziemlich böse geäußert hat, aber nur ein anderes gefunden, das das aber trotzdem gut beschreibt: https://www.spiegel.de/international/ger...-a-1047838.html (leider auf Englisch, wer Spiegel + hat, kann es auch auf Deutsch lesen). Im Prinzip sagt, sie, dass sie jemanden, dem sie ansehe, dass er eine lange Zeit vorm Spiegel verbracht habe, nicht wirklich ernst nehmen könne. Dem muss man nicht zustimmen, aber wenn die Wahrnehmung der Wissenschaftler untereinander wirklich so sein sollte, dann macht die Virologin (vermutlich unbewusst) alles richtig ;-)
Fettung von mir. Puuuhh, ich finde das harten Tobak. Genauso wenig wie Mädchen suggeriert werden sollte, "Du sollst hübsch sein, Klugsein ist für Frauen nicht wichtig" sollten Glaubenssätze in die andere Richtung aufgestellt werden wie "wenn Du Dich zu sehr um Dein Äusseres kümmerst, kannst Du keine ernstzunehmende Wissenschaftlerin sein". Da schreit jede feministische Faser in mir. Ständig wird daran gearbeitet, Hürden für Mädchen, ihren Weg in die MINT-Fächer zu finden, abzubauen und dann zieht ausgerechnet eine weibliche Wissenschaftlerin wieder einen Zaun hoch? Entschuldigt, aber das treibt meinen Blutdruck in die Höhe.
Ausserdem halte ich es für einen unguten Fokus auf Leistung und Optimierung, der Forderung, sich jeder möglichen Sekunde ernsthaften Themen zu widmen. Eigentlich sollte Wissenschaftlern bekannt sein, dass Ideen nicht immer in der Phase des angestrengten Forschens und Nachdenkens entstehen, sondern in den anschließenden Ruhephasen. Diese zu werten und nicht anzuerkennen, dass beim einen der Geistesblitz unter der Dusche, beim anderen beim Barfußlaufen und beim dritten beim Tuschen der Wimpern zuschlägt, ist entweder arrogant oder engstirnig oder beides. Wie auch die Annahme, sie könne sehen, wie lange jemand vor dem Spiegel steht. Ich zitiere dazu mal (frei und aus dem Kopf) Oscar Wilde: "I´ve never seen anyone else take so long to dress with such little result."
"Tell me, what it is you plan to do with your one wild and precious life?" - Mary Oliver
Moderatorin im Reiseforum, Frauengesundheit, Kinder, Familie und Erziehung, Kindergesundheit, Kinderwunsch, Psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen, Schwangerschaft, Baby und Kleinkind, Umbrüche im Leben, Verlust und Trennung, Was bringt Dich aus der Fassung? sowie Mode und Kosmetik
Ich schreibe ja, dass man dem nicht zustimmen muss. Ich tu's auch nicht. Aber wenn ihre Wahrnehmung nun einmal so ist, lässt sich das sicher ähnlich wenig ändern wie die Wahrnehmung der Teilnehmerinnen hier, dass die verlinkte Frau eben zu wenig aus sich mache. Wobei man die Aussage sicher in ihre Vita einordnen muss und sie sie selber auch mit Blick auf die Interviewpartnerin relativiert. Gurndsätzlich passt es aber von der Richtung her zu dem, was man über die Wahrnehmung von Forscherinnen und Forschern (das gilt auch für Männer) herausgefunden hat.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Pia im Beitrag #516I Aber wenn ihre Wahrnehmung nun einmal so ist, lässt sich das sicher ähnlich wenig ändern wie die Wahrnehmung der Teilnehmerinnen hier, dass die verlinkte Frau eben zu wenig aus sich mache.
Ihre Wahrnehmung ist das eine, die kann und will ich ihr nicht absprechen. Aber ich erwarte, dass eine Wissenschaftlerin klug und reflektiert genug ist, die Folgen des Äusserns ihrer Wahrnehmung abzuschätzen und zu wissen, dass ihre persönliche Meinung nicht richtig und allgemeingültig sein muss. Zu manchen Themen kann man auch einfach mal den Mund halten.
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Zitat von Pia im Beitrag #516I Aber wenn ihre Wahrnehmung nun einmal so ist, lässt sich das sicher ähnlich wenig ändern wie die Wahrnehmung der Teilnehmerinnen hier, dass die verlinkte Frau eben zu wenig aus sich mache.
Ihre Wahrnehmung ist das eine, die kann und will ich ihr nicht absprechen. Aber ich erwarte, dass eine Wissenschaftlerin klug und reflektiert genug ist, die Folgen des Äusserns ihrer Wahrnehmung abzuschätzen und zu wissen, dass ihre persönliche Meinung nicht richtig und allgemeingültig sein muss. Zu manchen Themen kann man auch einfach mal den Mund halten.
Lies am besten selbst das Interview. Ich habe es jetzt gelesen und ich finde, sie hat völlig was anderes gesagt. Außerdem wurde sie zum Thema auch befragt. Ich fand sie sehr nett im Interview, sie hat auch sonst interessante Sachen gesagt.
I don't like women who come into the lab and you see immediately that it took them two hours to dress in the morning. Time is so short and we have so little of it ... (The group look over to May-Britt Moser, who is wearing make-up, high-heel shoes and a colorful dress. Christiane Nüsslein-Volhard smiles.) May-Britt, I notice that you are wearing the same shoes and the same dress as yesterday, which is a good sign because it shows you don't spend your mornings with this.
Zitat von Pia im Beitrag #516 Aber wenn ihre Wahrnehmung nun einmal so ist, lässt sich das sicher ähnlich wenig ändern wie die Wahrnehmung der Teilnehmerinnen hier, dass die verlinkte Frau eben zu wenig aus sich mache.
Das hat EINE EINZIGE Userin hier geschrieben und dann noch mit dem Hinweis, dies sei ihre persönliche Meinung. Warum wird eigentlich immer so verallgemeinert?
Zitat von ZeroZero im Beitrag #518 Lies am besten selbst das Interview. Ich habe es jetzt gelesen und ich finde, sie hat völlig was anderes gesagt. Außerdem wurde sie zum Thema auch befragt. Ich fand sie sehr nett im Interview, sie hat auch sonst interessante Sachen gesagt.
I don't like women who come into the lab and you see immediately that it took them two hours to dress in the morning. Time is so short and we have so little of it ... (The group look over to May-Britt Moser, who is wearing make-up, high-heel shoes and a colorful dress. Christiane Nüsslein-Volhard smiles.) May-Britt, I notice that you are wearing the same shoes and the same dress as yesterday, which is a good sign because it shows you don't spend your mornings with this.
Ich habe es gelesen und fand auch, dass sie grundsätzlich einen netten Eindruck macht.
Die Äusserung finde ich aus den genannten Gründen trotzdem schwierig und engstirnig.
Ebenso auch, wie dass sie sagt, Teilzeit gehe nicht - auch das Arbeitsleben eines Wissenschaftlers beträgt ca 40 Jahre und da soll jemand, der ein oder ein paar Jahre Teilzeit arbeiten, raus sein? Klar sind in dieser Zeit manche Projekte möglicherweise schwierig, aber dass ein genialer bis sehr intelligenter Kopf nur bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden und mehr gute Ergebnisse erzielen kann? Wundert mich nicht, wenn sich junge Eltern bei solchen Äusserungen der Führungskräfte aus der Wissenschaft verabschieden. Will ich aber nicht vertiefen, der letztere Teil ist auch ziemlich OT.
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Ich weiß nicht mehr, wer gefragt hat nach der Anerkennung und von wem die kommt. Aber hier eine Antwort: zum einen freue ich mich über ein Kompliment von meinem Mann oder von Freund:innen, genauso schön finde ich es auch, wenn aus dem Kollegenkreis ein netter Kommentar kommt. (Ich habe es auch wirklich NIE erlebt, dass Komplimente von Kolleg:innen gehässig oder sexistisch rüberkamen, wir haben diesbezüglich ein sehr entspanntes und ehrliches Miteinander.) Hin und wieder bin ich sogar schon beim Einkaufen angesprochen worden, wenn ich einen auffälligen Mantel anhatte. Um in Deutschland im Winter aufzufallen, genügt ja schon knallige Farbe ;)
Zitat von Kitty_Snicket im Beitrag #514Schminken ist zwar mitterweile Teil der Routine, aber wirklich 'fuer mich' - ich mach das fast jeden Tag, egal, ob mich wer sieht oder nicht, genauso wie nette, zusammenpassende Kleidung anzuziehen und mir meine Frisur zu machen. Wenn ich das mal auslasse (weil wirklich keine Zeit), fehlt mir direkt was.
So ähnlich ist das bei mir auch. Wirklich professionell schminken habe ich nie gelernt, ist mir auch nicht wichtig genug. Aber um die Augen rum hübsch machen gehört für mich zur normalen Routine. Als ich mal länger als eine Woche mit einer fetten Erkältung zu Hause war, habe ich irgendwann angefangen, mich zu schminken, weil ich dieses Gesicht im Spiegel einfach nicht mehr sehen konnte - auch wenn es kaum auffällt, dass die Augen geschminkt sind, sehe ich "mit" einfach etwas frischer aus.
Die Aussagen von Frau Nüsslein-Vollhardt finde ich auch daneben, selbst in den Kontext des Interviews gesetzt und mit einem Augenzwinkern vorgebracht. Mag ja sein, dass das für sie verschwendete Zeit ist, aber sie muss es ja nicht machen und ich finde, es steht ihr nicht zu, das anderen zum Vorwurf zu machen und sie implizit abzuwerten, nur weil sie sich morgens geschminkt und ein frisches Kleid angezogen haben. (Abgesehen davon ist der Zeitaufwand, wie schon weiter vorne festgestellt wurde, eh häufig geringer als landläufig angenommen. Wenn ich nicht noch duschen und Haare waschen muss, bin ich in zehn Minuten vorzeigbar.)
Das Äußere sagt rein gar nichts über die geistige Leistungsfähigkeit und sonstige Eigenschaften aus, die naturbelassene Wissenschaftlerin im praktischen Outfit kann genauso viel oder wenig in der Birne haben wie das Barbiepuppen-Lookalike. Und mit solchen Sprüchen macht man nur immer wieder von neuem unnötige Gräben auf.
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Zitat von Lea58 im Beitrag #444... Ich denke aber, für Schminke kann es auch Selbstvertrauen brauchen, weil frau im besten Fall attraktiver und auffälliger wird. Ist auch nicht immer jederfraus Sache, manche oder manchmal möchte man auch ganz gern unterhalb des Radars bleiben.
ein nicht ganz unwichtiger Aspekt, danke @Lea58
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Wenn man am Morgen nur zehn Minuten hat, wäre es besser die in Duschen und Haare waschen als in Schminken zu stecken. Ja, das geht auch mit langem Haar.