Hinsichtlich Schullektüre erinnere ich mich auch an wenig. In der 6. Klasse haben wir "Die schwarze Spinne" gelesen, dann habe ich in meiner Erinnerung eine größere Lücke. In der Oberstufe gab es dann so Bücher wie - Furcht und Elend des Dritten Reiches - Woyzeck - Die Publikumsbeschimpfung und ein Buch von Schiller oder Goethe, dessen Titel mir partout nicht mehr einfällt. Es war eine Liebesgeschichte, und Teile müssen in einem Park gespielt haben, denn ich erinnere mich noch so vage, wie unser Deutschlehrer von der Interpretation einer Mitschülerin begeistert war, die irgendwas von Räumen und Dreidimensionalität schrieb. Ich habe zwar immer gern gelesen, dachte damals aber mehr so "Häh???"
Zitat von spreefee im Beitrag #576Ich erinnere mich mit Nostalgie an Brave New World von Aldeous Huxley.
Das mochte ich auch, ebenso "Animal Farm" von George Orwell. Und "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers.
Ansonsten haftete der Schullektüre bei mir immer negativ dieser Zwang und das Totinterpretieren an, so dass ich die meisten Bücher nicht so gerne gelesen habe. "Woyzeck" fand ich zum Lesen auch ziemlich schrecklich, aber daraus ergaben sich im Unterricht interessante Diskussionen, das ist mir in guter Erinnerung geblieben.
In der 7. Klasse lasen wir "... und keiner hat mich gefragt" von Isolde Heyne, da ging es um ein Mädchen in der DDR, die Leistungsschwimmerin werden wollte. Das gefiel mir ganz gut (wobei ich es als Lektüre dann wiederum eher langweilig fand, weil ich es vorher schon kannte, wie auch die Fortsetzung "Treffpunkt Weltzeituhr").
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
Moderatorin in Kultur und Unterhaltung | Mode und Kosmetik | Andere Sprachen - anderes Leben | Photographie | Hobbies aller Art
In der 7. Klasse lasen wir "... und keiner hat mich gefragt" von Isolde Heyne, da ging es um ein Mädchen in der DDR, die Leistungsschwimmerin werden wollte. Das gefiel mir ganz gut (wobei ich es als Lektüre dann wiederum eher langweilig fand, weil ich es vorher schon kannte, wie auch die Fortsetzung "Treffpunkt Weltzeituhr").
Du bist mir unheimlich...;-) Die habe ich auch beide gerne gelesen. Schullektüre waren sie aber bei mir nicht.
Ich auch 3. die die Bücher kennt - allerdings nicht als Schullektüre, die standen bei uns mal im Kleinstadt-Bücherregal zum Mitnehmen. Ich wurde nicht gefragt und die Fortsetzung vom Alexanderplatz äh der Weltzeituhr (am Alexanderplatz). Dann habe ich noch ein 3. Buch der Autorin "Ankunft im Alltag". Fand ich auch als Erwachsene gut zu lesen. Gerade wenn man persönlich solche Familien kannte - man hörte zwar um 10 Ecken, wie es den Ausgereisten geht, aber nie aus der Sicht der Kinder/Jugendlichen.
Och Mann, Treffpunkt Weltzeituhr kenne ich auch. Dass es eine Vorgeschichte dazu gibt, wusste ich nicht. Entweder hatten sie das in unserer Stadtbücherei gar nicht, oder es ist mir durchgerutscht, was natürlich unverzeihlich wäre.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Die gelben Reclams hatten wir aus irgendwelchen Gründen nie, sondern offenbar "Hamburger Lesehefte", wie amazon mir gerade verrät. Am fleißigsten kamen sich immer die vor, die Notizen in möglichst vielen verschiedenen Farben hineinschrieben.
Da fällt mir überhaupt ein - habt ihr in eure Privatlektüre auch hineingeschrieben? Ich war eine Zeitlang sehr begeistert von Jostein Gaarder; speziell einige seiner Bücher habe ich komplett vollgekritzelt. Mit den Büchern kann ich heute gar nichts mehr anfangen, aber ich habe sie trotzdem noch alle, weil ich die Gedanken nicht verlieren will, die ich mir damals offenbar dazu gemacht habe. Sehr gern habe ich auch mehr oder weniger tiefsinnige, inhaltlich passende Zitate reingeschrieben. Meine Tante dagegen hat sich offenbar ihre Lektüre streng eingeteilt oder war bemüht, nur ja kein Wort doppelt zu lesen. In vielen Jugendbüchern, die ich von ihr "geerbt" hatte, war alle paar Seiten genau markiert, wo sie zu lesen aufgehört hatte. Meine Mutter hinwiederum war passionierte Bilderausmalerin.
Ja, früher. In die Schullektüre eh, ("Stiller" ist ziemlich vollgekritzelt), aber in meiner Jugend, 70er, 80er, als die "Frauenbücher" und "alternative" Literatur aufkamen, habe ich einiges hineingeschrieben, unterstrichen, usw.
Ja. In Schullektüre ohnehin,auch wichtige Bemerkungen des Lehrers. In private Bücher aber auch. Elizabeth George hatte zB in einem Roman eine falsche Genetik konstruiert,das hatte ich dran geschrieben. Der Herr der Ringe ist an einigen Stellen unterstrichen, andere Bücher auch.
Die Phase, in Bücher zu schreiben, war bei mir relativ kurz, so Ende Teeniezeit bis Anfang meiner Zwanziger kam das aber vor und ich kam mir sehr schlau und belesen vor. Von meinen Notizen in Lektüren und Lektürehilfen profitiert dagegen inzwischen meine Tochter.
Die gelben Reclams kenne ich natürlich auch, genau wie die roten für fremdsprachige Lektüre. Wir hatten allerdings auch teilweise Deutschlektüren aus so einer Reihe, die irgendwie "Einfach klassisch" oder so ähnlich hieß. Die hatten einen dunkelblauen Einband und da waren mein ich auch immer Lektürefragen nach jeder Szene dabei, die man beantworten sollte.
Reingeschrieben hab ich in meine Bücher nie, in die privaten jedenfalls nicht. Bei den Lektüren weiß ich es nicht mehr, aber da bestimmt.
Früher habe ich immer meinen Namen in meine Bücher geschrieben, aber damit habe ich schon lange aufgehört, weil ich die meisten Bücher mittlerweile nicht mehr behalten kann (der Platz im Haus ist ja leider endlich).
In Bücher reingeschrieben habe ich nur selten, lustigerweise war's bei mir auch ein Gaarder, "Sofies Welt", der die meisten Notizen und Unterstreichungen bekommen hat. Eigentlich finde ich es eher doof, in Bücher reinzuschreiben, deshalb arbeite ich lieber mit diesen kleinen Post-it-Markierungsfähnchen, wenn ich mir eine Stelle merken möchte. Schöne Zitate schreibe ich mir in ein kleines Büchlein raus.
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Genau, Sofies Welt. Ich hatte damals gerade mit Latein und Griechisch angefangen, da fiel das auf sehr fruchtbaren Boden. Ich denke, letzten Endes ist ein Buch ein Gebrauchsgegenstand, weshalb man es ruhig auch "personalisieren" darf, aber andere Leser sollen und wollen an meinen Gedanken dann vielleicht doch nicht teilhaben...
Ich mag es heute am liebsten, wenn meine Bücher nach dem Lesen immer noch weitgehend ungelesen aussehen. Im Grundschulalter habe ich gerne Schwarzweiß-Illustrationen mit Farbstiften ausgemalt ;)
Und meine Kochbücher sehen gut gebraucht aus, aber im Gegensatz zu Lese-Büchern stört es mich da auch nicht, wenn irgendwo mal ein Saucenspritzer oder eine gewellte Seite zu sehen ist. Ich habe mir überdies angewöhnt, Rezepte mit Smileys oder Herzchen zu kommentieren, weil ich mir sonst schlecht merken kann, was ich schon mal irgendwann ausprobiert habe und wie ich es fand.
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Kennt jemand noch die Zeitschrift Yasmin (ca. 1968/69/70). Da gab es immer eine Rubrik "Erwachsene stopp, nur für Kinder". Ansonsten war es eine Zeitschrift, in der es weitgehend um Aufklärung ging. Im damaligen Stil halt
Meine ältere Schwester hat sie gekauft und ich habe fleißig darin mit gelesen.
Wenn meine Mutter ins Zimmer kam habe ich ganz fix die Seiten für Kinder aufgeschlagen. Bei Nachfragen hat mir meine Mutter geglaubt, hat mich gewundert.