Mädchen und Bravo Girl sagen mir gar nichts. Laut Wikipedia gab es Bravo Girl ab 1988, das war dann schon kurz nach meiner Zeit. Mädchen allerdings seit Mitte der Siebziger. Bei Pop Rocky klingelt es irgendwie bei mir.
~ Jesus hat gesagt: Leute, wenn Ihr was braucht, sagt es. Haut es raus.~ (Nina Hagen)
Ach so, und da einige geschrieben haben, dass sie mit Hilfe eines Gesundheitsbuches aus dem Bücherschrank ihrer Eltern Frakturschrift lesen gelernt haben - das war nicht zufällig der "Neue Hausschatz der Heilkunde"? Den hatten meine Eltern nämlich - ich glaube, sie haben ihn als Hochzeitsgeschenk bekommen (ganz allerliebst :-/ ). Damit habe ich Fraktur lesen gelernt und mich bei den Bildern gegruselt. Ich habe ihn heute noch im Schrank!
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"Mädchen" und "Bravo-Girl" habe ich mir mal eine Zeitlang mit einer Freundin geteilt. Die beiden kamen meiner Erinnerung nach immer alle 2 Wochen am gleichen Tag raus. Ich habe dann die "Mädchen" gekauft und sie die "Bravo-Girl". Dann haben wir bei mir oder ihr zuhause im Zimmer gesessen und beide Zeitungen gelesen.
Für die Bravo habe ich auch nie Geld ausgegeben, sondern die immer nur mal auf Klassenfahrten o.ä. gelesen. Irgendjemand hatte ja immer eine. Bei Bravo Girl und Mädchen war ich aber treue Kundin. Beide hatten Fotogeschichten, aber in der Mädchen blieben die Mitwirkenden immer alle angezogen, das war in meiner Erinnerung so der wesentliche Unterschied. Auf die Idee zu meinem Beruf bin ich aber auch über einen Bericht in der Mädchen gekommen.
Später gab es ja die Brigitte Young Miss, hattest du die nicht @LilyBlueming ? Oder bist du so jung, dass es die dann schon nicht mehr gab? Die war viel besser, keine Klischees, keine Nackigkeiten, viel mehr echtes Leben. Sehr schade, dass sie sich nicht gehalten hat.
Und erinnert sich noch jemand an die "denise"-Hefte aus dem cora-Verlag? Ein wunderbares guilty pleasure...
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
An die Brigitte Young Miss erinnere ich mich noch so vage. An sich fand ich sie vom Konzept ganz gut, deutlich weniger oberflächlich als Bravo Girl oder Mädchen, aber damals habe ich mein Taschengeld lieber in den Spiegel (und Zigaretten, damals dachte sich keiner was dabei, 14- oder 16- jährigen am Kiosk Zigaretten zu verkaufen) investiert und eher mal eine YM gelesen, wenn ich sie von jemand anderem bekommen konnte. Wenn ich mich recht entsinne, gab es ab Mitte/Ende der 90er auch die Allegra, die zwar eher eine Frauenzeitschrift war, die ich als älterer Teenie aber auch gern gelesen habe. Dabei fühlte ich mich wahrscheinlich wahnsinnig erwachsen, das waren noch die Zeiten, wo man älter wirken wollte als man war.
Ja, die Allegra fand ich auch cool, aber die hab ich erst im Studium entdeckt. Aber das war auch genau die Zeit, die du beschreibst. Bin wohl einen Ticken älter als du. ;-)
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Zitat von Iceman im Beitrag #531Ich mochte das "MAD"-Magazin, Chefredakteur der deutschen Ausgabe damals übrigens Herbert Feuerstein.
Die hat mein älterer Bruder immer gekauft und ich habe sie auch gelesen.. fand ich sehr lustig.
Da hatten wir auch ein Brettspiel von zuhause. Das hat auch viel Spaß gemacht. Man bekam am Anfang eine gewisse Summe an Spielgeld und gewonnen hatte, wer dieses als erstes aufgebraucht hatte. Auf bestimmten Feldern musste man dann eine Spielkarte ziehen. Da stand dann zum Beispiel drauf "Leg diese Karte auf deinen Kopf und wandere dann einmal rückwärts um den Tisch. Wenn du es schafft, verlierst du X Mark"
" Mädchen" habe ich auch gelesen- und " Stafette". Letztere haben meine Eltern abonniert,die durfte ich also offiziell lesen. Daher hatte ich mein Patrick Swayze - Poster. Um das mich meine beste Freundin beneidet hat ;-) In der Stafette stand auch schon in den 1989ern, das 2000 ein Schaltjahr ist,äh war,damals: sein wird.
Ich habe die "Brigitte" gelesen, seit ich so ca neun Jahre alt war und (ich habe das schon mal irgendwo geschrieben) wir haben "Brigitte gemacht", d.h. zwei Freundinnen in der Nachbarschaft, auch mit den jüngeren Geschwistern - wir hockten uns bei der einen oder anderen zusammen, nahmen uns DINa5-Papier und dicke Filzstifte, und jede durfte dann ihre "Artikel" schreiben. Teils verar***end, teils mit heiligem Ernst schrieben wir über "vorher-nachher" ("Frau Ellen. P. aus K. war so traurig über ihre Haare"), Gymnastikübungen, illustriert, Gesundheit für die Füße und was nicht alles .. erinnere mich noch an J.s Beitrag in runder Zweitklässlerschrift, dass man die "Fußen nicht so quetschen" soll. Wenn es genug erschien für ein Heft, habe ich sie zusammengeheftet und hatte so meine selbstgemachte Lektüre. Meine Patentante hat sie mal gefunden und sich schlappgelacht.
Zitat von Iceman im Beitrag #531Ich mochte das "MAD"-Magazin, Chefredakteur der deutschen Ausgabe damals übrigens Herbert Feuerstein.
MAD mochte ich auch, das war einfach irre komisch. Kam dann nach Mickey Mouse & Fix und Foxi. Und: Marvel Comics. In meiner Stadt gab und gibt es schon lange einen großen jährlichen Flohmarkt und dort hab ich mich damals eingedeckt, vom Taschengeld. Das war so im Alter von ca. 10 - 13, schätze ich. Zeitgleich mit Hanni und Nanni. Das ging teils parallel, teils waren diese Mädchenbücher dann auch irgendwie doof.
Davor: hauptsächlich Märchenbücher aller Art, zu Beginn und ff. Von Grimm bis Andersen (ich hatte eine wunderschön illustrierte Ausgabe), Anthologien über Märchen anderer Länder (die französischen sind mir in Erinnerung), Gustav Schwabs "Sagen des klassischen Altertums" und ganz besonders die nordischer und germanischer Mythen und Geschichten, nacherzählt von Auguste Lechner.
Als sog. Kinderbücher sind mir noch in Erinnerung: "Das Sternenpferd" von Mary Stuart, eine sagenhafte Reise eines Jungen mit seinem Pferd, durch die Reiche der Tierkreiszeichen. Das Buch habe ich immer noch und lese es alle paar Jahre. Die Mumins: das Schmetterlingsorakel - ich warte auch schon auf den ersten Schmetterling des Jahres...
Die "Stafette" hatte ich in der Schule, als Schülerinnen-Sammelabo.
"Brigitte" brachte meine Mutter mir ins Krankenhaus mit, da war ich 14. Ich musste dann noch sechs Wochen zu Hause bleiben, und habe aus diesem Heft einen Gürtel in Gobelin-Stich nachgestickt. Zeit hatte ich ja.
Seitdem lese ich sehr gerne Modezeitschriften, aus DE, FR und USA.
Stimmt, die Stafette gab es bei uns auch, da waren wir aber schon etwas älter. Und die "Gib acht".Da erinnere ich mich deutlich an einen Artikel "Mit 13 fängt die Schönheit an". Ich war aber leider noch zwölf, meine Erzfeindin war schon 13 und das hat sie mich deutlich spüren lassen, die blöde Kuh.
--- Hunde sind Gottes Entschädigung für all die verlogenen Menschen.
Brigitte young miss habe ich mit 16 auch gerne gelesen. Denise waren doch die Liebesromanhefte, die haben mich nicht interessiert, Denise mystery aber schon, das waren die Gruselgeschichten, nach denen ich mich endlos nachts gefürchtet habe und kaum aufs Klo traute. Der verbrannte Lokführer, der aus dem Autoradio sprach und solche Dinge.
Jetzt fällt mir endlich ein, wie die Zeitschrift hieß, die ich in der Grundschule abonniert hatte - Treff! Eventuell war das auch so ein Abo, das über die Schule lief - in meiner Erinnerung war die eher auf Bildung ausgelegt, mit Reportagen über Kinder in anderen Ländern und einer Kurzgeschichte/einem Buchausschnitt in jedem Heft, und auf der letzten Seite auch so eine Kummerkastentante.
Oh, YPS, mit den super Gimmicks, natürlich. Stafette sagt mir aber nichts.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Ja, YPS mit Gimmick :-) Klassiker waren da die Urzeitkrebse. Aber es gab - wenn ich erinnerungstechnisch nicht total danebenliege - auch mal so eine Art Periskop, billigst zum Selberbasteln, was dann als tolles Gerät zum um die Ecke spähen angepriesen wurde. Damit haben ein humoristisch veranlagter Mitschüler und ich ziemlich viel rumgeblödelt.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)