Angeregt durch den Strang habe ich mal nachgesehen, ob mein 'Lieblingsbuch über lange Zeit' noch zu kaufen ist (das war '5 Kugeln im Kamin'). Ja, man kann es noch bekommen: für mehr als 200 Euro habe ich es gefunden, selbst wenn es nur die Taschenbuchausgabe ist ..... und ich habe sowohl Hardcover als auch Taschenbuch .....
Jaaa, an die rororo-Bücher mit dem Comic auf der Rückseite erinnere ich mich auch noch. Und ich glaube, die Comics waren tatsächlich auf jedem Buch, egal ob die Zielgruppe Leseanfänger oder ältere Teenies waren.
Stichwort Comics, hier wurden ja schon einige erwähnt, also nicht nur die auf der Rückseite der Taschenbücher, sondern auch die üblichen Comic-Hefte, meist Micky Maus und Fix und Foxi, und natürlich Asterix. Wunderbar, es war für uns (übrigens die ganze Familie, auch meine Eltern) immer ein Fest, wenn ein neuer Asterix-Band herauskam, und wir stritten uns darum, wer es als erster lesen durfte!
Interessant fand ich die Reihe "Zack" (kennt die noch jemand?), dort wurden zumindest auszugsweise damals schon (über Asterix hinausgehend) weitere Klassiker der franko-belgischen Comic-Schule abgedruckt.
Oft waren Comics jedoch bei Eltern und Lehrern nicht hoch angesehen, galten als "Schund".
Eine Offenbarung war, als ich als Jugendlicher das erste Mal beim Schüleraustausch in Frankreich war und merkte, dass Comics dort einen viel höheren Stellenwert haben, ja sogar als eigene Kunstform gelten.
So langsam ging es dann auch bei uns los, dass die ersten "richtigen" Comic-Läden mit einer großen Auswahl und einem anspruchsvollen Angebot aufmachten.
Oh ja, 'so einen Schund bekommst du nicht, lies ein Buch' war bei uns gängige Ablehnung. Als 'gut' befunden war dann dagegen 'Förster's Pucki' (Ich habe dann heimlich mit dem Nachbarsjungen hin und her verliehen, dessen Eltern kein Geld in Bücher investiert haben)
Comics fand ich als Jugendliche uninteressant. Immer noch übrigens. Aber dank dem vollen Bertelsmann Bücherschrank fand ich eine Menge an lesbarer Erwachsenenliteratur. Ich glaube, richtige Jugendbücher hatte ich nicht.
PS: mir fallen doch ein paar Jugendbücher ein. Charles Dickens zum Beispiel hatte einiges geschrieben, Oliver Twist, Gullivers Reisen. Dann diese ganzen Bücher über den Trapper ? In Nordamerika wie z.b der letzte Mohikaner. und natürlich Karl May, aber nur die Romane, die im Orient spielen - mit Hadschi Halef Omar.
Sowas wie Pucki, Nesthäkchen u. Co kam uns nicht ins Haus, da war meine Mutter davor. (Gelesen habe ich die dann später bei Verwandten und Bekannten). Comics waren erlaubt, die lustigen Taschenbücher hat mein Vater auch gerne mal gelesen. Und in den Micky-Mäusern gab es damals noch den lehrreichen Mittelteil, der wie eine Zeitung für Kinder aufgemacht war, mit Nachrichten und Informationen aus aller Welt.
Einen neuen Asterix gab es immer im Urlaub, an der Tankstelle oder auf dem Campingplatz gekauft - das war dann zusammen mit dem "Zeugnisbelohnungsbuch" meine Urlaubslektüre.
Kennt jemand die Bücher von Josef Carl Grund? Das waren Abenteuergeschichten für jüngere Jugendliche, die in verschiedenen Epochen der Weltgeschichte spielten. An die Bücher selbst habe ich keine Erinnerung, aber ich weiß noch, dass wir mit unserer Schulklasse zu einer Lesung gingen, wo es die Bücher auch zu kaufen gab. Da wurde mir zum ersten mal so richtig klar, dass manche außerhalb der Schullektüre zu Hause überhaupt nichts lasen.
Als Kind die ganzen "Klassiker" Trotzkopf war nicht so mein Fall. Ilse war mir vielleicht schon zu alt, dann das Leben auf dem Gutshof und das elitäre Pensionat. Das hat mich alles nicht so richtig angesprochen. Nesthäkchen habe ich gerne gelesen und damals die ZDF-Weihnachtsserie fand ich toll. Gerade die Schauspielerin der "kleinen" Annemie war richtig niedlich "Donnerknispel"
Richtig geliebt habe ich die von meiner Mutter geerbten Pucki-Bücher.. und ich habe dann fast geweint, als sie dann mit 10 Jahren das Forsthaus verlassen musste, um auf das Gymnasium zu gehen.
Hanni und Nanni sowie Dolly habe ich auch verschlungen.
Dann aber auch TKKG, die drei ??? und die Abenteuer-Reihe von Enid Blyton.
Den hier schon ein paarmal erwähnten Gurkenkönig habe ich im Rahmen des Studiums mal gelesen.. gefiel mir aber nicht.
Zitat von Hirvi im Beitrag #483 Kennt jemand die Bücher von Josef Carl Grund? Das waren Abenteuergeschichten für jüngere Jugendliche, die in verschiedenen Epochen der Weltgeschichte spielten.
Ich hatte zwei Schneider-Bücher von ihm (eins habe ich weiter vorne schon genannt), die beide in Venedig spielten. Man las in jeder Zeile, wie sehr er die Stadt liebte, das fand ich toll.
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Kennt jemand die Bücher von Pearl S. Buck? Die spielen alle in China, ich habe sie so mit 14 oder 15 angefangen zu lesen. "Die gute Erde" war eines meiner Favoriten. Da tat sich mir eine völlig fremde Welt auf. Damals sah man zwar fern, es gab aber nur 3 Programme und natürlich auch noch kein Internet. Also holte man sich die Welt über Bücher ins Haus.
Als Kind liebte ich Heidi, ich glaube das war das erste lange Buch, das ich las, ich denke da war ich so in der 3. oder 4. Klasse. Ich habe Bücher verschlungen, las manchmal mehrere gleichzeitig. Ein Leben ohne Bücher? Möglich aber sinnlos!
Zitat von Stina im Beitrag #469Die Comics waren glaube ich auf jedem rororo-Kinderbuch (rotfuchs), unabhängig vom Thema. Meine früheste Erinnerung dazu ist Weißnäschen und Schwarzpfötchen, insbesondere der Band Geschichten ab drei und auch da war ein Comic hinten drauf.
:Weissnäschen und Schwarzpfötchen " gehörten meinem Sohn damals, und ich hab sie vorgelesen.
habe versucht, geduldiger zu werden, hab aber damit aufgehört. ging mir einfach nicht schnell genug.
you get older and you learn there is one sentence, just four words long, and if you can say it to yourself it offers more comfort than almost any other. It goes like this: At least I tried. -Ann Brashares -
Zitat von Stina im Beitrag #470Die Insel der blauen Delfine muss ich wohl dringend nochmal lesen. Da schwärmen so viele davon und ich hab das in ganz schrecklicher Erinnerung. Das war Schullektüre, ich hatte es aber davor schon von meiner Cousine bekommen und hatte so gar keine Freude dran.
" Die Insel der blauen Delfine" steht hier auch noch im Regal, müsste ich auch noch mal lesen. Nein, möchte ich noch mal lesen. Ebenso mein erster Liebesroman: https://amzn.eu/d/0ehY1HoG
habe versucht, geduldiger zu werden, hab aber damit aufgehört. ging mir einfach nicht schnell genug.
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Zitat von Fels im Beitrag #488Kennt jemand die Bücher von Pearl S. Buck? Die spielen alle in China, ich habe sie so mit 14 oder 15 angefangen zu lesen. "Die gute Erde" war eines meiner Favoriten. Da tat sich mir eine völlig fremde Welt auf. Damals sah man zwar fern, es gab aber nur 3 Programme und natürlich auch noch kein Internet. Also holte man sich die Welt über Bücher ins Haus.
!
Ja, dies und ähnliche Bücher mochte ich auch sehr.
Es ging mir schon recht früh so, dass ich befürchtete, ich kann nicht alle Bücher lesen, die ich lesen will, weil die Zeit nicht reichen wird im Leben.
Kennt ihr das auch?
Damit, das dem so ist, habe ich mich mittlerweile abgefunden.
habe versucht, geduldiger zu werden, hab aber damit aufgehört. ging mir einfach nicht schnell genug.
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"Also holte man sich die Welt über Bücher ins Haus."
Da sagst du was, Fels.
Als ich mal länger krank war, brachte mein Vater mir eine große Kiste mit P.M.-Magazinen, die die Nachbarn zum Altpapier hatten stellen wollen. Damals waren die noch nicht so pseudowissenschaftlich unterwegs wie später, und ich inhalierte den Stapel mit einem erhebenden Gefühl von "Was es nicht alles gibt auf der Welt, von dem ich nichts wusste!"
So ging es mir mit dem mehrbändigen Lexikon im Schrank! Es gab fast nichts Schöneres, als sich von Stichwort zu Stichwort zu hangeln. Wie eben jetzt mit Wikipedia, nur damals auf Papier.
Da fällt mir ein: Wir bekamen mal von Verwandten einen großen Stapel Readers Digest geschenkt. Super! Darin habe ich das erste Mal von Helen Keller gelesen.
Zitat von Fels im Beitrag #488Kennt jemand die Bücher von Pearl S. Buck? Die spielen alle in China, ich habe sie so mit 14 oder 15 angefangen zu lesen. "Die gute Erde" war eines meiner Favoriten. ...
Ich habe ihre Romane auch gern gelesen, mein Favorit ist " Ostwind- Westwind", auch wenn sie für " Die gute Erde" den Nobelpreis erhalten hat! Sie hat ja sehr viele Jahre in China gelebt und daher auch darüber berichtet. Besonders berührend ihr autobiografisches Buch" The child who never grew."
Danke für diesen schönen Strang! Das erste Buch, das ich selber lesen konnte (da war ich vier), war "Totte und Monika" von Gunilla Wold. Und ich habe meine ganze Kindheit und Jugend über alles verschlungen, was ich an Lesbarem in die Finger bekam. Ich weiß noch, wie ich den Herrn der Ringe zum Geburtstag bekam und alle drei Bände an einem Wochenende in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich habe nur gegessen, geschlafen und gelesen. Das war magisch.
So vieles von dem, was hier schon genannt wurde, weckt bei mir Erinnerungen. Ich bin Jahrgang 1971 - von Ottfried Preußler über Astrid Lindgren, die ganze Schneiderbücher mit und ohne Pferde, Romantikthriller von Ursula Isbel ("Das Haus der flüsternden Schatten" habe ich mir als Erwachsene mal nachgekauft) bis hin zu Nesthäkchen, Trotzkopf und Pucki. Die Jugendbücher mit den Problemthemen. Harry Potter, da war ich natürlich schon erwachsen. Band 1 habe ich im Norwegenurlaub gelesen und hab mich auf dem Campingplatz nachts nicht allein aufs Klo getraut.
So viele Erinnerungen... Heute lese ich nur noch Sachbücher und Agatha Christie im Original.
~ Jesus hat gesagt: Leute, wenn Ihr was braucht, sagt es. Haut es raus.~ (Nina Hagen)
Zitat von Fels im Beitrag #488Kennt jemand die Bücher von Pearl S. Buck? Die spielen alle in China, ich habe sie so mit 14 oder 15 angefangen zu lesen. "Die gute Erde" war eines meiner Favoriten.[…] Ich habe Bücher verschlungen, las manchmal mehrere gleichzeitig. Ein Leben ohne Bücher? Möglich aber sinnlos!
Ging mir genauso. Andere, exotische Welten…
Mir ist mit 10 „Sinuhe der Ägypter“ in die Hände gefallen… Fand ich fantastisch, Tempel, Götter, Pharao, Priesterinnen - irgendwie wurde da das „Was-ist-Was“ lebendig. Irgendwann später verstand ich dann auch, warum meine Mutter eher entsetzt reagierte, als ich ihr „von dem tollen Buch über Ägypten erzählte“, das ich im Bücherschrank entdeckt hatte! 🤦🏻♀️😹😹
Zitat von Fels im Beitrag #488Kennt jemand die Bücher von Pearl S. Buck? Die spielen alle in China, ich habe sie so mit 14 oder 15 angefangen zu lesen. "Die gute Erde" war eines meiner Favoriten. Da tat sich mir eine völlig fremde Welt auf.
Wobei sie schon viel „romantisierte“, glaube ich. Auch wenn sie den Nobelpreis erhielt!
ZitatIch habe Bücher verschlungen, las manchmal mehrere gleichzeitig. Ein Leben ohne Bücher? Möglich aber sinnlos!
Sah ich genauso. Meine Eltern behaupten, heute noch die Stadtbücherei meiner Schulstadt hätte sie vor dem Ruin bewahrt… Am schlimmsten für mich waren die Sommerferien - Da war die Bibliothek nämlich – aus mir völlig unnachvollziehbaren Gründen -geschlossen! Deshalb durfte ich, weil quasi Bewohnerin - und die Bibliothekarin wusste, dass ich sehr pfleglich mit Büchern umgehe - am letzten Tag vor den Bibliotheks-Ferien eine ganze Schultasche mit Büchern nach Hause schleppen.
Edit: Irgendwie hatte ich versehentlich den Text mit Sinuhe gelöscht…
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.