Nöstlinger mochte ich auch gerne, insbesondere den Gurkinger. Ich vermute auch, dass meine Vorliebe für österreichische Ausdrücke daher rührt und sie daran schuld ist, dass ich gelegentlich aufs Häusl gehe.
Zitat von Hirvi im Beitrag #405das einzige Buch, das mir jemals weggenommen wurde, weil ich dafür noch nicht alt genug sei.
Wie blöd ist das denn? :(
Zitat von Hirvi im Beitrag #412und einmal BESTAND ich drauf, dass wir uns zusammen alle drei Teile anschauten. (Fantasy jeder Art ist ihm genauso fremd wie Hanni&Nanni)
O-Ton meine Mutter zum Thema Herr der Ringe im besonderen und Fantasy im allgemeinen: ABER DAS GIBT ES DOCH ALLES GAR NICHT WIRKLICH! (Zu viel Phantasie kann man ihr leider nicht vorwerfen ... mir schon eher ...)
Zitat von Iceman im Beitrag #435Ich weiß nicht mehr, ob es Bertelsmann war oder Readers Digest, aber mich faszinierte als Kind bei meinen Großeltern in einem dieser Bände die gekürzte Version von "Die Baskenmütze" von Hans Blickensdörfer.
Das war bestimmt Readers Digest, die Bertelsmänner waren nicht gekürzt, nur anders aufgemacht. Meine Eltern waren beim Bücherbund, der später im Bertelsmann Club aufgegangen ist.
Zitat von Lakritzeis im Beitrag #417Erinnert sich noch jemand daran, dass es vom dtv Verlag Taschenbücher für Teenies gab, die entweder einen roten, blauen oder grünen Streifen auf dem Buchrücken/Einband hatten? Das muss so Ende der 80er, Anfang der 90er gewesen sein
Ja klar, die habe ich auch verschlungen, vor allem die "Problembücher". Und kam mir sooo erwachsen vor, die Heile-Welt-Kinderbücher hinter mir gelassen zu haben
Aus der "grünen" Reihe habe ich "Mit Jeans in die Steinzeit" von Wolfgang Kuhn geliebt.
Zitat von Polgara im Beitrag #392Paule, das Skelett aus der Folterkammer und Mauersäge, der Burgherr.
Ohhh ja!
Zitat von ViolaFaber im Beitrag #384Die Bücher vonLise Gast fand ich immer ein bisschen merkwürdig
Ein paar waren ganz nett, aber die meisten fand ich auch ziemlich schwerfällig.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
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Diese "Problembücher", von denen wir auch manche in der Schule lasen, mochte ich gar nicht. Die waren MIR nämlich zu weit weg von (meiner) Realität und kamen mir gleichzeitig oft so erziehenwollend vor, statt einfach eine gute Geschichte zu erzählen zu haben.
Es gab schon auch gute Problembücher, aber ja, den erhobenen Zeigefinger hat man bei vielen schon arg gespürt und vorzugsweise diejenigen, die in der Schule gelesen wurden, waren arg dröge.
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Aufgrund dieser Nostalgie hier habe ich mal ausprobiert, wie es sich jetzt anfühlt, Pucki oder nesthäkchen oder die ganzen anderen alten Bücher zu lesen, die ich damals als Kind verschlungen habe.
Fürchterlich. Schrecklich. Kaum zu ertragen. 😶
Den Gurkenkönig finde ich allerdings immer noch interessant.
Ich hab das glaub ich schon mal geschrieben, aber es in diesem Strang nicht mehr gefunden - ich war früher auch riesiger Nöstlinger-Fan, wobei ich den Gurkenkönig glaube ich nicht gelesen habe, weil ich auch nichts mochte, was unrealistisch ist. Vor ein paar Jahren habe ich dann nochmal in Gretchen Sackmeier und "Nagle doch einen Pudding an die Wand!" reingelesen, weil ich dachte, dass meine Tochter die auch lesen könnte. Es hat sie aber wenig interessiert und ich muss auch sagen, dass ich manches 25 Jahre später nicht mehr so zeitgemäß fand. Verboten hätte ich ihr die Lektüre natürlich nicht, aber überredet hab ich sie dann auch nicht.
Ja, das habe ich auch mal versucht und sowohl Nesthäkchen, aber auch Bille und Zottel und die Tänzerinnenbücher nochmal gelesen. Ist schon ein paar Jahre her. Nesthäkchen tatsächlich komplett (und habe mir extra den nicht mehr verlegten Band "Nesthäkchen und der Weltkrieg" besorgt.
Und ja es ist auf der einen Seite fürchterlich, unglaublich konservativ und auch reaktionär - aber eben auch ein Zeitdokument. Und Nesthäkchen ist auf ihre Art ja durchaus modern und studiert sogar ... aber eigentlich nur um dort einen Arzt zum heiraten zu finden und dem eine gute Ehefrau zu sein.
Mir ist natürlich dann erst aufgefallen, dass Nesthäkchen zwar 90 wird, aber sich die Zeit drumherum gar nicht ändert, sondern irgendwie alles bleibt, wie es ist, obwohl das letzte Buch quasi um das Jahr 1990 spielt. Irgendwie eine völlige Irrealität und als solche auch wieder spannend.
edit: Ergänzung
Und nein ich würde heute einem Kind in keinen Falle mehr das Nesthäkchen zu Lesen geben, das würde ich erst in höherem Alter als spannendes Zeitdokument, einschließlich der Geschichte der deutschen Jüdin Else Ury empfehlen.
Und Bücher wie BIlle und Zottel, Trixi Belden, 3??? und ähnliches sind einfach unglaublich seicht - aus meiner heutigen Sicht eher vergleichbar einem Groschenroman und viele Schneiderbücher waren quasi auf Konsum ausgelegt, dass man direkt nach diesem Buch sofort das nächste kauft und liest.
Was überhaupt nicht gegen die Bücher spricht, denn auch Lesen muss man ja lernen, also erst das Lesen als solchen und dann das Texte und Zusammenhänge begreifen ... niemand fängt mit "Krieg und Frieden" oder den Buddenbrocks an, sondern man steigert sich idealerweise vom Bilderbuch, zum Kinderbuch, zum Jugendbuch und schafft dann (mit gelegentlichen Umwegen über Comics und Schmonzetten wie Barbara Cartland oder für die Älteren Hedwig Courts-Mahler) zum richtigen Buch und manchmal auch zur Literatur.
Aber der Weg zurück ist dann meistens nicht empfehlenswert.
Kennt jemand das Buch " Die roten Schuhe"? Auf dem Cover waren zwei rote Schuhe abgebildet. Ich mochte es als Kind sehr und meine mich zu erinnern, dass die Schuhe ihrer Besitzerin weggelaufen sind, weil diese sie nicht gut geputzt hatte.
@promethea71, ich stimme dir zu - diese Bücher aus dem Schneider Verlag waren eher leichte Kost. Mir war dann mit 12, 13 auch bewusst, dass es Unterschiede gibt - eben anspruchsvollere Literatur, die im Kopf bleibt, und diese Massenware. Wie ich schon erwähnte, habe ich vor längerer Zeit, als Erwachsene, mal einen Hanni und Nanni-Band in die Finger bekommen (die im Original übrigens Patricia und Isabel O'Sullivan heißen - im Deutsch mit Nachnamen Sullivan, was ich als Kind dann so sprach, wie gelesen, und mich über den komischen Namen wunderte) - und ich fand es furchtbar seicht. Alle Charaktere immer gleich, die zickige Angela, die burschikose Carlotta, die tantenhafte "Mamsell" ... aber das ist vermutlich das Konzept, der Erfolg der Serie: der Wiedererkennungswert.
Von Enid Blyton hatte ich einen Band "Sommergeschichten", die ich geliebt habe - auch die waren teils sehr moralisierend, aber trotzdem wirklich nett. Sie hat ja eine Menge geschrieben (und war wohl auch kein Kind von Traurigkeit, wie ich mal las). @ralice, die "Roten Schuhe" findest du bestimmt antiquarisch. Das ist ja das Schöne, man kann heute im Internet fündig werden und lang, lang vermisste Schätze wiederfinden! So ging es mir mit dem Buch "Prinz Schmuddelfritz und Prinzessin Schneeflöcken" - eine meiner allerersten, ganz frühen Buch-Erinnerungen ...ich hätte nie gedacht, dass ich dieses Buch noch mal sehe (bestellt habe ich es nicht).
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Ich habe schon als Jugendliche schwere/ hochwertige und leichte Kost durcheinander gelesen und halte das bis heute so. Manchmal dominiert das eine, mal das andere, oft lese ich im Bett ein anderes Buch als am Esstisch.
Ich hab auch an beides tolle Erinnerungen. Ich hab besagte Problembücher sehr gemocht - sofern mich das Problem interessiert hat. Und meinen absoluten Lieblingsroman "Als ob ich Luft wäre" von Kerstin Johansson habe ich bestimmt jedes Jahr einmal gelesen. Genauso of aber auch die Bummi-Bände und mit ca. 14 hab ich nicht nur im TV Beverly Hills 90210 geliebt, sondern auch die Begleitbücher in Dauerschleife gelesen und viele Teenie-Tränen dabei vergossen.
Zitat von Lakritzeis im Beitrag #417Erinnert sich noch jemand daran, dass es vom dtv Verlag Taschenbücher für Teenies gab, die entweder einen roten, blauen oder grünen Streifen auf dem Buchrücken/Einband hatten?
Ja, daran erinnere ich mich gut, dtv junior hieß die Reihe. Das muss in meinem Fall früher gewesen sein, denn Ende der 80er war ich in meinen Zwanzigern. Ich schätze, es war eher so 1980/81. Es gab z.B. "Rolltreppe abwärts" über einen Jungen, der im Heim aufwächst, Diebstähle begeht und auf die schiefe Bahn gerät. Das haben wir sogar im Deutschunterricht gelesen und besprochen.
Ich bin einige Jahre jünger, vermutlich hat sich dtv junior eine ganze Weile gehalten. An "Rolltreppe abwärts" erinnere ich mich vom Titel sehr vage, aber ich habe es selbst nie gelesen. Irgendwie haben mich die Krankheitsgeschichten immer mehr angesprochen als die Sozialdramen :-)
War das die Reihe, die so vage an den Zauberer von Oz angelehnt war? Meine Schwester hat schon u.a. Russisch studiert, als ich noch in der Grundschule war, und ist irgendwie über Dozenten an der Uni an diese Bücher aus der DDR gelangt (wir haben in Westdeutschland gewohnt). Ich kannte damals den Zauberer von Oz noch gar nicht und fand die Bücher irgendwie toll. Unsere Ausgaben waren grüne Hardcover mit Titelzeichnungen, die ich heutzutage am ehesten als leicht expressionistisch angehaucht bezeichnen würde. Ich glaube, in Westdeutschland waren die sonst ziemlich unbekannt.
Kennt Ihr von Eilis Dillon "Die Insel der wilden Pferde"?
Wir hatten das als abgegriffenes Taschenbuch von Westverwandtschaft bekommen und ich habe es geliebt. Ebenso "die Insel der blauen Delfine" mit der Geschichte eines Mädchens vom Stamm der Aleuten, was einsam auf einer Insel zurückbleibt und alleine zurechtkommen muss.
Ich liebte auch alle Astrid-Lindgren-Bücher (bis auf Karlsson vom Dach, weil ich den sooo blöd fand). Ein Nachbarmädchen besaß "Ferien auf Saltkrokan" (haben wir damals auch so ausgesprochen wie gelesen), das Buch war hoch im Kurs bei uns Kindern und ging von Hand zu Hand, und ich mochte natürlich Die Kinder von Bullerbü.
Mein Vater kam mal von einer Dienstreise zurück und brachte mir als Mitbringsel eine Dose Erdnüsse mit und ein Kinderbuch, was handtellergroß war und von allerhand lebenden Blumen (vor allem einem Mailglöckchen) und einem Prinz Akelei handelte. Ich weiß noch, dass ich schon im Bett lag, als er nach Hause kam und ich die Gaben bekam, und wie sehr ich mich gefreut hatte. Das Büchlein hatte ich noch lange.
Wahnsinnig toll fand ich das Buch "Hugo und Josephine", was auch aus einem Westpaket kam. Ich habe es noch als Erwachsene gern gelesen. Wahrscheinlich habe ich es beim letzten Umzug verloren.
Und faszinierend und melancholisch-depressiv bis schauernd machend zugleich, "Sonntagskinder hören das Gras wachsen". Das hab ich als Jugendliche lange und wiederholt gelesen. jetzt, im Nachhinein, grusele ich mich bei der Erinnerung des Uhrentickens, was die Vergangenheit in die Gegenwart holte.
Meine große Schwester hat mir oft vorgelesen. Hängen geblieben ist mir ihr Lesen von "Zlateh, die Geis" (wir fanden es so gemütlich, wie von Zlateh erzählt wurde, ich erinnere mich noch an die Schnee-Bude) und Das große Lalula aus Morgensterns Galgenliedern (das ich heute noch auswendig kann)
Nöstlingers Gurkenkönig (irgendwas mit Kumi-ori gab es auch) hab ich auch gerne gelesen, das Österreichische war mir als DDR-Kind total fremd.
Nachbarkinder hatten Tove Janssons Mumin-Geschichten, die haben wir uns ausgeliehen und vorgelesen.
An DDR-Kinderbüchern mochte ich gern Benno Pludra, fand es aber auch immer ein bisschen distanziert und dadurch fremd. Aber so schön ruhig geschrieben. Dann gab es auch hier etwas belehrende Jugendbücher, die sich aber so gut weglasen ("Aufforderung zum Tanz" hieß eins, über eine junge Ballettstudentin, deren Freund bei der Armee ist).
Schulliteratur war meistens nicht so meins, "Käuzchenkuhle" fand ich gruselig, "Die Jagd nach dem Stiefel" auch und "Nackt unter Wölfen" sowieso. Trotzdem hab ich das alles gern verschlungen.
Zitat von Pfefferminz im Beitrag #465 Schulliteratur war meistens nicht so meins, "Käuzchenkuhle" fand ich gruselig, "Die Jagd nach dem Stiefel" auch und "Nackt unter Wölfen" sowieso. Trotzdem hab ich das alles gern verschlungen.
Nathan, der Weise, Effie Briest, Der kaukasische Kreidekreis, Stefan Zweig usw.
--- Hunde sind Gottes Entschädigung für all die verlogenen Menschen.
Zitat von Pfefferminz im Beitrag #465Dann gab es auch hier etwas belehrende Jugendbücher, die sich aber so gut weglasen
Ja, da fällt mir die Reihe "Die kleinen Trompeterbücher" ein. Da hat mir mein Vater mal einen ganzen Schwung von einer Reise in die DDR mitgebracht. Schöne Bücher waren das. Ich las sie gerne, fand aber als Kind schon, dass sie z.T. sehr ideologisch rüberkamen. Es gab in der Reihe aber auch viele Märchen, Tiergeschichten etc.
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@Lakritzeis Ja, natürlich, die dtv-Taschenbücher. Die kamen bei mir allerdings später, nach den ganzen Schneiderbüchern - ich meine, die hätte ich so mit 15, 16 gelesen, und dann hauptsächlich die mit dem roten Dreieck, also die "Problembücher". Ich erinnere mich an "Keine Pizza mehr für Ellen" und drei sehr gute Bücher von Irina Korschunow: "Er hieß Jan", "Anruf von Sebastian" und "Die Sache mit Christoph". "Die Insel der blauen Delphine" war da auch erschienen, ich meine mit grünem Dreieck, das waren eher Abenteuerbücher, richtig? Und die mit blauem Dreieck eher historische Themen, da hatte ich mal eines, das zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs spielte.
Und kennt Ihr noch die rororo-Rotfuchs-Reihe aus dem Rowohlt-Verlag? Da war hintendrauf immer ein Comic mit einem Fuchs. Waren auch eher "Problembücher". Viele davon hatte ich allerdings nicht.
Bücher von Nöstlinger hatte ich auch und hatte auch viele in der Bücherei ausgeliehen. Es gab die eher lustigen, die im Oetinger-Verlag erschienen waren: "Gretchen Sackmeier", "Luki Live" und "Olfi Obermeier". Und dann die eher problembehafteten, die im Beltz & Gelberg-Verlag erschienen, z.B. "Andreas oder Die unteren 7 Achtel des Eisbergs". In meinem Umfeld gab es immer den ein oder anderen wohlwollenden Deutschlehrer, der dafür sorgte, dass ich neben den ersteren auch immer mal wieder mit letzteren versorgt wurde. Meine Tochter (12) hat übrigens neulich "Man nennt mich Ameisenbär" von Nöstlinger in die Hände bekommen und fand es super.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Die Comics waren glaube ich auf jedem rororo-Kinderbuch (rotfuchs), unabhängig vom Thema. Meine früheste Erinnerung dazu ist „Weißnäschen und Schwarzpfötchen“, insbesondere der Band „Geschichten ab drei“ und auch da war ein Comic hinten drauf.
„Die Insel der blauen Delfine“ muss ich wohl dringend nochmal lesen. Da schwärmen so viele davon und ich hab das in ganz schrecklicher Erinnerung. Das war Schullektüre, ich hatte es aber davor schon von meiner Cousine bekommen und hatte so gar keine Freude dran.
Weißnäschen und Schwarzpfötchen, da klingelt was bei mir... waren das Katzen, die in so einer Art WG wohnten?
Bei rororo fallen mir noch die Vorstadtkrokodile ein.
"Die Insel der blauen Delphine" habe ich nie gelesen, aber dabei fällt mir ein anderes Buch ein, "Delphinensommer", über ein griechisches Mädchen, das sich mit einem sprechenden Delphin anfreundet (oder sich das vielleicht nur zusammenträumt), der sie auf eine Insel voller Sagengestalten mitnimmt. Das war eines dieser Bücher, die so wunderbar die Stimmung einfangen, dass man beim Lesen die Sommerhitze spürt und die Wellen hört... Edit: die Autorin ist Katherine Allfrey
Zitat von Marie-Madeleine im Beitrag #451... Das war bestimmt Readers Digest, die Bertelsmänner waren nicht gekürzt, nur anders aufgemacht. Meine Eltern waren beim Bücherbund, der später im Bertelsmann Club aufgegangen ist. ...
Jetzt fällt es mir wieder ein, das visuelle Gedächtnis ist ja manchmal erstaunlich, es waren so edel anmutende Hardcover-Bände in Weinrot oder Dunkelgrün mit jeweils 4 gekürzten Büchern in einem Band. Wobei man jetzt natürlich darüber diskutieren könnte, ob es legitim ist, ein Buch zu kürzen.
So viele Anregungen hier! Ich mochte übrigens Karlsson als Kind auch nicht, erst später, als ich als Erwachsener mal wieder zufällig in die Verfilmung von 1974 reinzappte, erkannte ich dieses anarchische Potenzial und stellte mir Regisseur Olle Hellbom und sein Filmteam im Hippie-Outfit vor... ein Zeitdokument.
Die Augsburger Puppenkiste hatte irgendwie eine beeindruckende Kraft, auch durch die starken und markanten Synchronstimmen der Figuren. Vor sechs Jahren war ich das erste Mal in Augsburg und musste beim dortigen Dialekt sofort an die Sprecher/innen von der Puppenkiste denken. Aber einiges fand ich als Kind ziemlich gruselig. Vor allem beim Kleinen König Kallewirsch. Dort gab es, wie eine Vorahnung, schon einen Bösewicht namens Zoppo Trump... seufz...
Weil hier auch einige seicht und banal erscheinende "Werke" angesprochen wurden, ich erinnere mich dunkel an ein auch schon etwas älteres, von der vorherigen Generation "geerbtes" Kinderbuch, das hieß "Die Telefondetektive" oder so ähnlich, wo eine Gruppe von Kindern mit Hilfe des Telefons irgendeinen Kriminalfall löst. Immerhin war es schon in gewisser Weise inklusiv, denn ein Kind mit einer Beeinträchtigung (weiß nicht mehr genau welche), das nicht mit den Anderen "raus" durfte oder konnte, spielte eine wichtige Rolle als "Telefonzentrale", Vermittler und Koordinator der detektivischen Aktivitäten... Sponsored by Deutsche Bundespost als Vorläufer der Telekom?
Zitat von Dunkelblonde im Beitrag #460... Wie ich schon erwähnte, habe ich vor längerer Zeit, als Erwachsene, mal einen Hanni und Nanni-Band in die Finger bekommen (die im Original übrigens Patricia und Isabel O'Sullivan heißen - im Deutsch mit Nachnamen Sullivan, was ich als Kind dann so sprach, wie gelesen, und mich über den komischen Namen wunderte) - und ich fand es furchtbar seicht. Alle Charaktere immer gleich, die zickige Angela, die burschikose Carlotta, die tantenhafte "Mamsell" ... aber das ist vermutlich das Konzept, der Erfolg der Serie: der Wiedererkennungswert.
Ja, ja, diese Stereotypen. Fehlt eigentlich nur noch die Sportskanone, die war auch immer dabei. Oder war die identisch mit der Burschikosen?
Sportskanone musste man dort offenbar sein, um richtig ernstgenommen zu werden. Die Streichespielerin, die Musikerin, die ewige Klassenbeste und ihr Gegenstück, die ewige Letzte, die Französin und die Amerikanerin, die zwar ganz nett waren, aber irgendwie anders und nicht "englisch" genug...
Erstaunlich, wie viele den Karlsson nicht mochten. Ich habe die Bücher geliebt, Karlsson selbst tat mir immer ein bisschen leid.
Die Augsburger Puppenkiste hatte irgendwie eine beeindruckende Kraft, auch durch die starken und markanten Synchronstimmen der Figuren, aber einiges fand ich als Kind ziemlich gruselig. Vor allem beim Kleinen König Kallewirsch. Dort gab es, wie eine Vorahnung, schon einen Bösewicht namens Zoppo Trump... seufz...
Hihi, meine Schwester und ich nennen den amerikanischen Präsidenten immer Zoppo Trump. Den Kleinen König Kallewirsch haben wir als Kinder sehr geliebt. Der bisherige baden-württembergische Ministerpräsident heißt bei uns nur "das Urmeli", weil er genau so spricht wie die Stimmen der Augsburger Puppenkiste.
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Zitat von Mediterranee im Beitrag #474... Hihi, meine Schwester und ich nennen den amerikanischen Präsidenten immer Zoppo Trump.
Ich auch. Aber eigentlich ist die Bezeichnung noch viel zu nett...
Zitat von Mediterranee im Beitrag #474Der bisherige baden-württembergische Ministerpräsident heißt bei uns nur "das Urmeli", weil er genau so spricht wie die Stimmen der Augsburger Puppenkiste.
Hihi, stimmt!
Zitat von Hirvi im Beitrag #473Sportskanone musste man dort offenbar sein, um richtig ernstgenommen zu werden.
Richtig, englische Schul- und Internatswelt eben. Sport spielte eine wichtige Rolle. Ich denke, das war bei den Jungs genauso.
Zitat von Hirvi im Beitrag #473Ich habe die Bücher geliebt, Karlsson selbst tat mir immer ein bisschen leid.