Zitat von Liane im Beitrag #900 Das mit den Tests ist eine Anordnung des Kultusministeriums. Unsere Grundschule hat den Schrieb online.
Schon klar, das mit den Tests ist ja auch sinnvoll. Abstrus finde ich die Aufforderung, sparsam damit umzugehen. Vielleicht war es auch nur gedankenlos formuliert, der Hinweis, dass es eine einmalige Sache ist, ist ja ebenfalls ok.
Haha, jetzt kommt das Kind grad heim mit den Tests und berichtet, die Klassenlherrerin hätte auch nochmal gesagt "nur, wenn man sich richtig krak fühlt, nicht bei jedem Halsweh testen." Komplett bescheuert. Wenn man sich richtig krank fühlt, ist es eigentlich weniger relevant, da bleibt das Kind ja sowieso daheim.
Zitat von Stina im Beitrag #903Haha, jetzt kommt das Kind grad heim mit den Tests und berichtet, die Klassenlherrerin hätte auch nochmal gesagt "nur, wenn man sich richtig krak fühlt, nicht bei jedem Halsweh testen." Komplett bescheuert. Wenn man sich richtig krank fühlt, ist es eigentlich weniger relevant, da bleibt das Kind ja sowieso daheim.
Hier ist Sohn noch in der Schule, Q12 von 12, und er hat mich schon in den Ferien darum gebeten, möglichst noch in der "Flautezeit" viele Tests zu kaufen, damit er sich regelmäßig testen kann. War glaub ich eine gute Entscheidung. Im "Wiesnareal" gehen die Inzidenzen wieder fein hoch, und die Schule hat auch hier nur ein paar wenige verteilt. Wir haben jetzt 50 daheim, so kann er sich erst mal weiter testen wie vor den Ferien, da wurde das jeden 2. Tag gemacht.
Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) sind die Schließungen von Kindertagesstätten in den ersten Corona-Wellen unnötig gewesen. „Das Schließen von Kitas ist definitiv medizinisch nicht angemessen und wäre auch in dem Umfang, wie wir es damals gemacht haben, nach heutigem Wissen nicht nötig gewesen“, sagte der SPD-Politiker in Berlin.
Ich finde es gut, dass sie das so einräumen, gerade auch Lauterbach, der ja normalerweise gerne mal das Horrorszenario schlechthin entspinnt. Aber ich kann trotzdem nach wie vor verstehen, dass man damals so reagiert hat, zumindest, was 2020 betrifft. (Anders als das Absperren von Spielplätzen und Parks etc., was wirklich daneben war). Das „heutige Wissen“ hatte man halt logischerweise nicht. Und wer konnte anfangs schon sicher sein, dass Kinder selbst wirklich kaum von schweren Verläufen betroffen sind? Ich hätte die Verantwortung auch nicht tragen wollen. Aber ich bin froh, dass es heute so kommuniziert wird, weil ich momentan glaube, dass wir nicht mehr mit prophylaktischen Schließungen rechnen müssen.
Wobei ja nur von Kitas die Rede war. Wie es mit den Schulen aussieht, hätte mich mal interessiert.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
@ Stina Es ging ja nicht nur um 2020 sondern auch um 2021. Meine Kurze durfte 2020 drei Monate nicht in die Kita und 2021 vier Monate . Und das hätte wirklich in dem Ausmaß nicht sein müssen
Ich vermute, mit den Schulen sieht es ähnlich auch. Die Effekte kommen jetzt so nach und nach. Und zwar bei allen Schulen. Momentan höre ich z. B. Klagen von Berufsschullehrern, was die Realschüler so alles nicht können, die in den Jahren 21 und 22 ihren Abschluss gemacht haben.
Von den sozialen und psychischen Effekten ganz zu schweigen.
Ich hoffe ja, dass sich auch irgendwer der Frage annimmt und das mal untersucht. Damit beim nächsten Mal mit anderem Augenmaß geschaut wird, wem man Einschränkungen verordnet - und man nicht einfach die schwächsten nimmt.
Wobei das mit den Kitas ja sehr unterschiedlich in den Bundesländern gehandhabt wurde! Hier in Hessen waren Kitas nie geschlossen, bzw. haben Einrichtungen von Anfang an Notdienste schieben müssen. Im Gegensatz zu Lehrkräften, waren Erzieher*innen Kanonenfutter an der Infektionsfront! Ich war immer baff, wenn es in öffentlichen Berichten und Nachrichten ständig hieß, Schulen UND Kitas blieben WEITERHIN geschlossen.
Ich sehe es heute aus der großen Distanz allerdings auch als übertriebene Maßnahme. In meinem Kollegium sind inzwischen alle außer mir und einem Kollegen ein - zweimal erkrankt gewesen, alle haben es mehr oder weniger schnell überstanden und daher ist meine anfängliche Sorge ziemlich gewichen, falls es mich doch noch treffen sollte, was ich aber fast nicht glaube!