Das mieseste Erlebnis hatte ich auch mit einer Frau, die ohne Vorwarnung am Muttermund herumwerkelte, um die Geburt einzuleiten und mich dann anranzte. Hat saumäsdig wehgetan.
Mein jetziger Gyn ist sehr vorsichtig und sagt immer genau, was er als Nächstes macht (er hat mal erwähnt, dass er sich da besonders drauf konzentriert, seit ein Kollege bei seiner Darmspiegelung nix ankündigte).
Ich vermute mal, dass viele junge Frauen/Mädchen vor ihrem ersten Frauenarztbesuch Scheu empfinden und sich nicht vorstellen können, dass ein Arzt der erste Mann oder zweite Mann ist, der sie im Genitalbereich berührt - zumindest ging es mir und meiner Tochter so. Von daher finden vielleicht viele eine weibliche Frauenärztin naheliegender?
Ich war immer bei Frauenärztinnen Patientin und mit allen meist zufrieden. Auf der Entbindungsstation und im Kreißsaal bin ich mehrmals an männliche Gynäkologen "geraten" und fühlte mich jeweils sehr gut aufgehoben und hatte überhaupt kein komisches Gefühl, wie ich es erwartet hätte. Überhaupt kann ich seit meinen Schwangerschaften verstehen, dass sich ein Mann zB für Geburtshilfe interessiert. Die weiblichen Gyns, denen ich im Krankenhaus begegnet bin, fand ich übrigens deutlich weniger einfühlsam und kompetent, aber das hat natürlich keine statistische Relevanz.
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Ich hatte in jungen Jahren einen sehr sympathischen, lieben und kompetenten Frauenarzt. Meine Mutter hat er damals auch behandelt, die fand ihn super, daher hab ich mir als junge Frau irgendwie nicht die Frage gestellt, ob ich lieber zu einer Ärztin gehen sollte.
Seine Nachfolgerin ist zwar auch sehr nett und empathisch, aber ich finde die Untersuchung etwas „rabiater“. Gebärmutterabstrich ist bei ihr oft unangenehm, da wollte ich schon mal aus dem Stuhl hüpfen, bei ihrem Vorgänger hingegen hab ich den gar nix gemerkt.
Mir ist das Geschlecht egal, ich muss mich wohlfühlen.
Mein erster Frauenarztbesuch war mit 13, Mitte der 70er, meine Mutter wollte einen Check, ob alles da ist, was da zu sein hat. Die Aerztin habe ich als rauh und barsch in Erinnerung. Danach hatte ich in Deutschland in den 80ern und 90ern nur maennliche Gyns. Ich bin viel umgezogen, gut, einfuehlsam und sanft waren sie alle. Haben auch immer alles gut erklaert.
Dann kam ich nach AUS und hier war alles anders. Die Untersuchungen machen die HAs mit Zusatzausbildung, da taucht dann nur in der Serviceliste ‘’Women’s Health’ auf. Zum Gyn wird man nur geschickt, wenn was Ernstes ist. Pap Test und zb Spirale einsetzen, HRT und Schwangerschaftstest macht der HA. Nach positivem Test muss man sich einen Obstetrician suchen, der die Schwangerschaft und Geburt begleitet.
Es war reiner Zufall, dass ich hier anfangs bei einer Frau gelandet bin, das war eine Empfehlung. Genauso wie die weiteren HAs seitdem. Da das hier meist in Medical Centres stattfindet, wechseln die schonmal gerne. Und nicht immer kann man mitwechseln.
Mein lustigstes Erlebnis hatte ich gleich zu Anfang, als ich ins Behandlungszimmer kam, dort eine Liege sah, aber keinen Stuhl. Auf meine Frage, warum nicht, meinte die Doc nur ‘das geht prima ohne Stuhl. Die sind eh nur high tech Spielzeuge fuer die Maenner’. Naja. Noch bin ich beweglich genug, um mich in der noetigen Position hinzulegen (Fussohlen zusammen, Knie nach aussen fallen lassen). Fragt sich nur, wie lange noch.
Um die Eingangsfrage zu beantworten 😊: Mir ist es wurscht, ob Mann oder Frau, hauptsache, sie sind gut.
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Im hiesigen Krankenhaus sind die Untersuchungszimmer ungünstig gebaut. Man muß vom Paravent quasi "unten ohne" durch das halbe Zimmer marschieren, bis man den Untersuchungsstuhl erreicht. Da gefiel mir die Art eines jungen Arztes aus Syrien sehr gut- er verhielt sich sehr diskret und wandte sich mir erst wieder zu, als ich bereits "saß" und mich zurecht gerückt hatte. Das habe ich auch schon anders erlebt- ich mag nicht gern halbnackt mit fremden Herren diskutieren und ein ständiges Hin und Her, jemand rein, jemand raus, während man in mangelhafter Bekleidung herumsteht oder läuft finde ich auch nicht so berückend..
Da bin ich besser gerüstet. Entweder ziehe ich mir von vornherein einen Rock an oder ich habe einen in der Tasche. Da muss ich also nicht mit nackten Mors rumlaufen oder sitzen. Oben eine Bluse oder ein weites Shirt für die Brustuntersuchung.
Ich habe schon beides erlebt, ruppige Männer und Frauen, sensible Männer und Frauen. Ich finde Frauenheilkunde für Männer auch sehr interessant, speziell wenn es um werdendes Leben geht. Warum also nicht.